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Holzkirchen von Kischi Pogost

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Kischi Pogost
UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg


Datei:Kizhi.jpg
Verklärungskirche
Vertragsstaat(en): RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Typ: Kultur
Kriterien: (i)(iv)(v)

Fläche: 0.000,57 ha
Pufferzone: 9.990,00 ha
Referenz-Nr.: 544

UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1990  (Sitzung 14)

Die Holzkirchen von Kischi Pogost befinden sich auf der Insel Kischi im westlichen Teil des Onegasees in Russland. Die im Jahre 1714 erbaute, 37 m hohe Verklärungskirche, die von 22 Zwiebeltürmen bekrönt und von 30.000 Schindeln aus Espenholz gedeckt wird, gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Russlands, bei dem kein Nagel verwandt wurde. Sie ist Nachfolger einer abgebrannten Kirche und heute die einzige erhaltene Mehrkuppelkirche der Welt in Holzbauweise. Nach lokaler Legende soll die Kirche das Werk des legendären Baumeisters Nestor sein, der nach Vollendung seine Axt in den Onegasee geschleudert haben soll, damit nie mehr so ein prächtiger Bau entsteht. Die Verklärungskirche wurde im Juni 2021 nach über 40 Jahren wieder für Besucher geöffnet. Bei der Restaurierung ab 2009 konnten etwa 70 Prozent der Originalsubstanz erhalten werden. Zuvor war lange Zeit über die Art der Restaurierung gestritten worden. Schließlich wurde die Kirche in sieben Segmente unterteilt, schrittweise auseinandergebaut und Teile wurden ausgetauscht.<ref>Tino Künzel: Nach über 40 Jahren: Weltkulturerbe wieder für Besucher geöffnet. In: Moskauer Deutsche Zeitung. 3. Juli 2021, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref>

Der Glockenturm der Kirche Maria Schutz und Fürbitte wurde 1862 neu errichtet, nachdem der alte baufällig geworden war. Nachdem die Kirche nach der Oktoberrevolution geschlossen worden war, wurden im Jahre 1988 die Glocken rekonstruiert und 1994 die Kirche neu geweiht. Die kleine Lazarus-Kirche stammt aus dem von Lazarus gegründeten Kloster Murom am Ostufer des Onegasees; sie ist von 1390 und damit der älteste hölzerne Sakralbau.

Insgesamt befinden sich heute ca. 60 historische Holzbauten aus Karelien und Nordrussland auf Kischi. Neben den Kapellen und Kirchen sind das Badehäuser, Bauernhäuser, eine Schmiede, Speicher, Wegkreuze und eine Windmühle. Man erreicht die Insel mit dem Tragflächenboot vom 70 km entfernten Petrosawodsk aus. An der Insel machen auch die zwischen St. Petersburg und Moskau verkehrenden Kreuzfahrtschiffe Halt. Heute kommen jährlich etwa 170.000 Gäste aus aller Welt nach Kischi Pogost, das ein Freilichtmuseum ist und dessen Bauten zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Bilder

Siehe auch

Weblinks

Commons: Kischi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Kulturerbe: Historisches Zentrum von Sankt Petersburg und zugehörige Monumente (1990) | Holzkirchen von Kischi Pogost (1990) | Kreml und Roter Platz in Moskau (1990) | Baudenkmäler von Nowgorod und Umgebung (1990) | Geschichts- und Kulturdenkmäler auf den Solowezki-Inseln am Weißen Meer (1992) | Weiße Monumente von Wladimir und Susdal (1992) | Befestigtes Kloster der heiligen Dreifaltigkeit und des heiligen Sergius in Sergijew Possad (1993) | Christi-Himmelfahrts-Kirche in Kolomenskoje (1994) | Kreml von Kasan (2000) | Kloster Ferapontow (2000) | Zitadelle, Altstadt und Befestigungsanlagen von Derbent (2003) | Kloster Nowodewitschi (2004) | Altstadt von Jaroslawl (2005) | Struve-Bogen (2005) | Historisches Zentrum und archäologische Stätten von Bolgar (2014) | Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale der Inselstadt Swijaschsk (2017) | Kirchen der Architekturschule von Pskow (2019). Felsbilder am Onegasee und am Weißen Meer (2021). Astronomische Observatorien in Kasan (2023) | Höhle von Kapowa (2025)

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Koordinaten: 62° 4′ 4″ N, 35° 13′ 25″ O

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