Holzhausen am Ammersee
Holzhausen am Ammersee Gemeinde Utting am Ammersee
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(282)&title=Holzhausen+am+Ammersee 48° 0′ N, 11° 5′ O
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| Höhe: | 565 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 2,61 km² | |||||
| Einwohner: | 282 (25. Mai 1987)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 86919 | |||||
| Vorwahl: | 08806 | |||||
Kirche St. Ulrich
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Holzhausen am Ammersee ist ein Ortsteil von Utting am Ammersee im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.
Geographie
Holzhausen liegt direkt am Ammersee-Westufer auf einer Höhe von 559 m ü. NN. Nach der Volkszählung vom 25. Mai 1987 hatte das Kirchdorf Holzhausen 282 Einwohner, es gab 110 Gebäude bzw. 142 Wohneinheiten.<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991, Seite 103</ref>
Geschichte
Urkundlich wurde Holzhausen erstmals im Jahr 776 erwähnt, als Isanhart aus dem Geschlecht der Huosi einige seiner Güter, darunter Holzhusun (Bedeutung: Häuser am Holz) dem Kloster Schlehdorf vermachte.
Im Jahr 1226 hatte Otto Fues von Bernried das Patronatsrecht. Im 14. Jahrhundert besaß bereits das Kloster Dießen den sogenannten Unteren und den oberen Hof.
Als im Jahr 1456 die St. Ulrichskirche als Pfarrkirche erwähnt wird, bestand Holzhausen aus nur vier Anwesen. Dies hielt Placidus Braun in seiner Geschichte der Diözese Augsburg fest. Der Ort besaß damals pfarrliche Rechte.
1652 wurden 14 Anwesen registriert, von denen neun zum Kloster Dießen und sechs zum Spital Füssen gehörten.<ref>Historischer Atlas, Seite 188</ref> Auch 1831 wurden 14 Häuser gezählt, mit 74 Einwohnern.<ref>Joseph Anton Eisenmann und Karl Friedrich Hohn: Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, Erlangen 1831</ref>
Holzhausen gehörte zur früheren Gemeinde Rieden, die 1819 aus dem gleichnamigen und territorial identischen Steuerdistrikt gebildet wurde. Bis zur Gemeindebildung 1819 gehörte Holzhausen zur Hofmark St. Georgen im Landgericht Landsberg, die im Besitz des Klosters Dießen war.<ref>Historischer Atlas von Bayern</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Holzhausen aus der Gemeinde Rieden ausgemeindet und kam zu Utting<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland: Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982 (= Systematische Verzeichnisse). Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-17-003263-7, S. 580 (statistischebibliothek.de [PDF; abgerufen am 24. April 2026]).</ref>. Die Gemarkung Rieden wurde damit geteilt. Holzhausen gehört heute zur Gemarkung Rieden (bzw. zum Gemarkungsteil) in der Gemeinde Utting am Ammersee.
Künstlerkolonie Holzhausen
Um 1900 siedelten sich hier Künstler an, verbrachten in Atelier-Sommerhäusern Wochenenden und Ferien, trafen sich und feierten Feste.
Die Holzhausener Maler gehörten der Künstlergemeinschaft „Die Scholle“ an, die im Jahr 1899 in München gegründet wurde. Der Name „Scholle“ stammt aus einem Vers des Schriftstellers Michael Georg Conrad:
„Mußt Deine eigene Scholle beackern, die siebengescheiten Nachbarn laß gackern.“
Künstler
- Eduard Thöny (1866–1950)
- Fritz Erler (1868–1940)
- Erich Erler (1870–1946)
- Adolf Münzer (1870–1953)
- Walter Georgi (1871–1924)
- Mathias Gasteiger (1871–1934)
- Anna Gasteiger (1877–1954)
- Clara Ewald (1859–1948)
- Paul Neu (1881–1940)
- Kurt Kühn (1880–1957)
- Reinhold Max Eichler (1872–1947)
- Leopold Durm (1878–1918)
- Franz Siegele (1885–1955)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Ort erlangte als Künstlerdorf Bekanntheit. In Holzhausen trägt der Maibaum Motive, die Paul Neu (1881–1940) nachempfunden wurden. Heinz Rohrmoser, mit Neu verwandt, ließ den Künstler auch bei einem der „Wetterfahnderl“ Pate stehen, die die Dächer auf seinem Anwesen schmücken.
Am Holzhausener Seeufer befindet sich das Künstlerhaus Gasteiger<ref>Starnberger SZ, abgerufen am 16. September 2015</ref> mit Landschaftsgarten der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, in dem Anna Karolina Sophie und Mathias Gasteiger lebten und arbeiteten. In der Bauernstube der Künstlervilla wird heute gern standesamtlich geheiratet.
An den Sonntagen von April bis Oktober ist im Gasteiger-Haus das kleine Museum mit wechselnden Ausstellungen geöffnet. Aber auch wenn das Museum nicht besucht werden kann, lohnt sich der Spaziergang durch den Landschaftspark direkt am Ammersee hin zu dieser Künstler-Villa mit seinem gepflegten Bauern- und Blumengarten.
Die Filialkirche St. Ulrich, ein einfacher Bau mit romanischem Langhauskern und halbrundem Chor, hat einen niedrigen Zwiebelturm, dessen Spitze um 1800 errichtet wurde.
- Künstlerhaus Gasteiger
Bodendenkmäler
Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Utting am Ammersee
Wichtige Einrichtungen
- BVS-Bildungszentrum Holzhausen
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Utting am Ammersee
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Parameterfehler
- Ort im Landkreis Landsberg am Lech
- Utting am Ammersee
- Ersterwähnung 776
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Ort am Jakobsweg (Münchner Jakobsweg)