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Hohe Brücke (Obwalden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Hohe Brücke Obwalden 1893.jpg
Die alte Hohe Brücke (1893–1943), erbaut von Josef Windlin-Durrer

Die Hohe Brücke ist die höchste gedeckte und aus Holz gebaute Brücke in Europa.<ref name=verkehrswege><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historische Verkehrswege im Kanton Obwalden (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ivs.admin.ch (PDF; 4,1 MB), Kapitel Ein spektakulärer Holzweg im Tal der Kleinen Melchaa – Die «Viamala» Obwaldens, Bundesamt für Strassen (ASTRA), 2., überarbeitete Auflage 2007, S. 24 f.</ref> Sie befindet sich zwischen den Orten Flüeli-Ranft und Kerns im Schweizer Kanton Obwalden und überquert die Schlucht der Grossen Melchaa in rund 100 Metern Höhe.

Bau

Die 30 Meter lange Brücke wurde von Genietruppen der Schweizer Armee im Jahre 1943 gebaut und am 30. Juli 1943 eingeweiht.<ref>Foto Vor der Einweihung der Hohen Brücke am 30. Juli 1943: Die beiden Brücken von 1893 und 1943, in: Katastrophen-Sepp. Die Obwaldner Fotografen-Dynastie Reinhard. Verlag Brunner, Kriens 2001, S. 315.</ref> Das Baumaterial kostete 30'000 Franken; die Truppe leistete insgesamt 8784 Arbeitsstunden. Die Gesamtkosten beliefen sich damit auf 56'350 Franken.<ref name=verkehrswege />

Zuvor stand 20 Meter talaufwärts die 1893 erbaute erste Brücke. Diese war von dem Zimmermeister Josef Windlin-Durrer – alias Dr Gisiger – (1851–1942) aus Kerns als Pionierleistung nach eigenen Plänen erstellt worden.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.zimmerei-windlin.chÜber uns (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf der Website der Zimmerei K. Windlin in Kerns, abgerufen am 27. April 2018</ref> Die Tragfähigkeit dieser Brücke war auf fünf Tonnen beschränkt.

Konstruktion

Die Brücke ist als eine parallelgurtige Fachwerkbrücke konstruiert und mit einem Schindeldach gedeckt. Auf beiden Seiten der einspurigen, teergedeckten Fahrbahn befindet sich ein abgetrennter Fussweg mit Bogeneingängen an beiden Seiten. Die Brücke ist für Fahrzeuge bis 12 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Nachts sind nur die beiden Brückeneinfahrten mit jeweils einer einfachen Lampe beleuchtet.

Trivia

Im Jahr 2003 warf eine Mutter ihre drei bzw. vier Jahre alten Kinder von der Hohen Brücke ins Bachtobel der Melchaa. Danach wollte sie sich selber hinunterstürzen, wobei sie jedoch nach eigenen Angaben der Mut verliess. Im September 2005 wurde sie zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt und beging gleichentags Suizid, indem sie sich über die Lorzentobelbrücke im Kanton Zug stürzte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Strafurteil des Kantonsgerichts Obwalden vom 8. September 2005 (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Nach diesem Vorfall wurden beiderseits der Hohen Brücke Sicherheitsnetze angebracht sowie Informationstafeln der Dargebotenen Hand.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Hohe Brücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 46° 53′ 1″ N, 8° 16′ 22″ O; CH1903: 663579 / 192837

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