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Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

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Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
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Gründung 1872
Trägerschaft staatlich
Ort Datei:DEU Weimar COA.svg Weimar
Bundesland Thüringen
Land Deutschland
Rektor Anne-Kathrin Lindig<ref>Prof. Anne-Kathrin Lindig. In: Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Abgerufen am 28. Juli 2023.</ref>
Studierende 699 (SoSe 2023)<ref name="studierende">Statistischer Bericht - Statistik der Studierenden - Sommersemester 2023, Tabelle 21311-07. (XLSX; 1,1 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 20. April 2024.</ref>
Mitarbeiter 660 (2022)<ref name="mitarbeiter">Statistischer Bericht - Statistik des Hochschulpersonals 2022, Tabelle 21341-10. (XLSX; 1,5 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 20. April 2024.</ref>
davon Professoren 67 (2022)<ref name="mitarbeiter"/>
Website www.hfm-weimar.de
Datei:Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.jpg
Hauptgebäude am Platz der Demokratie

Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ist eine Musikhochschule in Weimar. Die Hochschule verfügt im Bereich Musikwissenschaft über das Promotions- und Habilitationsrecht.

Geschichte

Das von dem Architekten Anton Georg Hauptmann nach Plänen des fürstlichen Landbaumeisters Johann Gottfried Schlegel errichtete Fürstenhaus Weimar wurde 1774 fertiggestellt. Dies geschah gerade noch rechtzeitig, um den Weimarer Hof unterzubringen, denn das Weimarer Stadtschloss brannte in diesem Jahr nahezu vollständig ab.

Franz Liszt setzte sich seit ungefähr 1850 für die Gründung von Musikschulen ein, insbesondere für ein Ausbildungszentrum für Orchestermusiker in Weimar. Doch erst 1872 wurde unter Carl Müllerhartung in Weimar die erste Orchesterschule Deutschlands gegründet. Dieses geschah im ehemaligen Franziskanerkloster. Die Ausbildung erfolgte auf allen Orchesterinstrumenten, am Klavier und im Dirigieren. Dazu kamen bald auch Gesang, Oper und Theater, Komposition, die pädagogische Ausbildung zum Instrumental- und Gesangslehrer sowie die Virtuosenschulung. 1879 begann unter Christoph Bernhard Sulze (1829–1889) im Nebenfach eine Organistenausbildung, die aber bereits ein Jahr später zum Hauptfach aufgewertet wurde.<ref>Michael von Hintzenstern: Von Kirchenmusikern gegründet. In Glaube und Heimat. 19. Juni 2022, S. 8.</ref> 1948 trat zu den obligatorischen musiktheoretischen und musikgeschichtlichen Begleitfächern das eigenständige Studienfach Musikwissenschaft.

Diese Differenzierungen brachten über die Zeit viele Namensänderungen hervor:

  • 1877: Orchester- und Musikschule,
  • 1885: Orchester-, Musik- und Opernschule,
  • 1899: Musik-, Opern- und Theaterschule,
  • 1902: Großherzogliche Musikschule,
  • 1919: Staatliche Musikschule,
  • 1930: Staatliche Hochschule für Musik.

Im Jahr 1956 erhielt die Hochschule ihren heutigen Namen Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.

Einzelne vorhandene Darstellungen befassen sich kritisch mit der Vergangenheit der Hochschule in der DDR<ref>Ehrhart Neubert: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rezension des Buchs "Defekte einer Hochschulchronik" von Günter Knoblauch und Roland Mey (Memento vom 9. Dezember 2021 im Internet Archive), 8. Februar 2018.</ref> und thematisieren mögliche Berührungspunkte mit dem Ministerium für Staatssicherheit. Eine institutionelle Verbindung ist nach heutigem Forschungsstand jedoch nicht belegt.

Im Oktober 1995 wurde als eine zentrale Einrichtung der Hochschule das Thüringische Landesmusikarchiv (Eigenname: HSA|ThLMA) gegründet.

Rektoren

Bekannte Lehrer (Auswahl)

siehe auch: Hochschullehrer der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Trivia

  • Die Altenburg, das langjährige Wohnhaus von Franz Liszt in Weimar, wird heute von der nach ihm benannten Hochschule für Musik genutzt.
  • Die Schlagersängerin Ute Freudenberg studierte von 1972 bis 1977 an der Hochschule.

Literatur

  • Wolfram Huschke: Zukunft Musik. Eine Geschichte der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Böhlau, Weimar 2006, ISBN 3-412-30905-2.
  • Christoph Stölzl, Wolfram Huschke (Hrsg.): Réminiscences à Liszt. Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Weimar 2011, DNB 1200570898.<ref>deutsche-liszt-gesellschaft.de (PDF; 3,2 MB) S. 4, abgerufen am 12. Mai 2019.</ref>
  • Günter Knoblauch, Roland Mey: Defekte einer Hochschulchronik: Die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar – eine Aufarbeitung. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2018, ISBN 978-3-95462-952-7.
  • Gottfried Meinhold: Prominente Professoren der Musikhochschule Weimar als Handlanger der DDR-Staatssicherheit. Zwei Fallbeschreibungen mit Dokumentation (1957–1989). (= Arbeitspapiere des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin. Nr. 52). 2021, DNB 1228349746.
  • Günter Knoblauch (Hrsg.): Der Schrei. Ein Buch gegen das absichtliche Vergessen. Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. BoD Books on Demand, Norderstedt 2023, ISBN 978-3-7578-1708-4.

Bilder

Weblinks

Commons: Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Universitäten

Universität Erfurt • Technische Universität Ilmenau • Friedrich-Schiller-Universität Jena • Bauhaus-Universität Weimar

Staatliche Fachhochschulen

Fachhochschule Erfurt • Ernst-Abbe-Hochschule Jena • Hochschule Nordhausen • Hochschule Schmalkalden • Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung

Private Fachhochschulen

IU Internationale Hochschule (Erfurt) • HMU Health and Medical University (Erfurt)

Musikhochschule

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Duale Hochschule

Duale Hochschule Gera-Eisenach

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