Hippolyt von Bray-Steinburg
Hippolyt Graf von Bray-Steinburg (* 18. August 1842 in Athen; † 7. März 1913 in München) war ein deutscher Diplomat aus der Familie Bray.
Leben
Hippolyt von Bray-Steinburg war ein Sohn von Otto von Bray-Steinburg und dessen Ehefrau Hippolyta, geborene Dentice (1820–1882) aus dem Hause Principi di Frasso. Er besuchte von 1857 bis 1862 die Pagerie in München, studierte nach seinem Abitur anschließend an der Universität Bonn und war seit 1863 Mitglied des Corps Borussia Bonn.<ref>Kösener Korpslisten 1910, 19, 408.</ref>
Nach seiner Praxiszeit beim Landgericht Straubing und Passau wurde Bray-Steinburg 1867 zunächst Gesandtschaftsattaché in London, dann in Berlin. Von 17. August bis 17. Dezember 1870 war er bayerischer Geschäftsträger in Sankt Petersburg und trat 1871 in den Reichsdienst über. Er wirkte 1872 als Legationssekretär in Konstantinopel, wurde ein Jahr später Botschaftssekretär in Wien und 1875 Legationssekretär in Stockholm. Ab 1876 war Bray-Steinburg in Belgrad tätig. Zunächst als Generalkonsul, von 1880 bis 1886 als Ministerresident und anschließend als außerordentlicher Gesandter und Bevollmächtigter Minister. Daran schlossen sich in gleicher Eigenschaft Verwendungen von 1891 bis 1894 in Lissabon, von 1894 bis 1897 in Stockholm und von 1897 bis 1899 in Bukarest an.<ref>Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, Band 67, Bayerische Akademie der Wissenschaften. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, C.H. Beck, 1956, S. 210</ref>
1911 wurde er Ehrenbürger von Irlbach.<ref>Irlbach: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Juli 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Bray-Steinburg war Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz, Kämmerer, Ehrenritter des Malteserordens sowie von 1899 bis zu seinem Tod erblicher Reichsrat in der Ersten Kammer der Bayerischen Ständeversammlung.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 9, 502.</ref>
Bray-Steinburg hatte sich am 6. Mai 1871 in Dresden mit Anna von Medem (1848–1922) verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne und zwei Töchter hervor.
Literatur
- Otto von Waldenfels: Die Edelknaben der Churfürstlich und Königlich Bayerischen Pagerie von 1799–1918. München 1959, S. 116–117.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bray-Steinburg, Hippolyt von |
| ALTERNATIVNAMEN | Bray-Steinburg, Hippolyt Graf von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 18. August 1842 |
| GEBURTSORT | Athen |
| STERBEDATUM | 7. März 1913 |
| STERBEORT | München |
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- Geheimrat
- Ehrenbürger im Landkreis Straubing-Bogen
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- Mitglied des Bayerischen Reichsrates
- Deutscher Botschafter in Serbien
- Deutscher Botschafter in Portugal
- Deutscher Botschafter in Rumänien
- Ritter des Malteserordens
- Titulargraf
- Deutscher
- Geboren 1842
- Gestorben 1913
- Mann