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Hinrich Lehmann-Grube

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Datei:Lehmann Grube Hinrich 2011.jpg
Hinrich Lehmann-Grube (2011)
Datei:Bundesarchiv Bild 183-1990-0506-009, Leipzig, Kommunalwahl, Hinrich Lehmann-Grube.jpg
Lehmann-Grube (links) bei der Kommunalwahl 1990 in Leipzig

Hinrich Lehmann-Grube (* 21. Dezember 1932 in Königsberg; † 6. August 2017 in Leipzig<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 6. August 2017 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>) war ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD). Von 1979 bis 1990 war er Oberstadtdirektor von Hannover, danach bis 1998 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig.

Leben

Hinrich Lehmann-Grube war der Sohn des Kinderarztes Fritz Lehmann-Grube und seiner Ehefrau Elsa, geborene Lück. Hinrichs älterer Bruder hieß ebenfalls Fritz Lehmann-Grube (1927–1996) und war Arzt und Professor der Virologie.<ref>„Lehmann-Grube, Fritz“, in: Professorenkatalog der Philipps-Universität Marburg</ref> Am Ende des Zweiten Weltkrieges flüchtete die Familie nach Hamburg, woher seine Mutter stammte. Er beendete im Jahr 1951 seine Schulzeit mit dem Abitur in Hamburg und studierte anschließend Jura, unterbrochen von einem halbjährigen Studienaufenthalt an der Sorbonne in Paris. Er absolvierte beide Staatsexamina und wurde im Jahr 1961 promoviert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Munzinger-Archiv, abgerufen am 2024-03-12 (Zugriff für angemeldete Benutzer)</ref>

Im Jahr 1956 wurde Lehmann-Grube Mitglied der SPD. 1957 heiratete er Ursula Paproth. Das Ehepaar hatte vier Kinder.

In den Jahren 1957 bis 1967 war Lehmann-Grube in der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetags in Köln tätig. In den Jahren 1967 bis 1979 war er Beigeordneter der Stadt Köln. Im Jahr 1979 wurde er Oberstadtdirektor der Stadt Hannover, die seit dem 23. November 1987 eine Partnerstadt Leipzigs ist. Er war zudem unter anderem als Aufsichtsrat tätig.

Um als SPD-Kandidat an der DDR-Kommunalwahl vom 6. Mai 1990 in Leipzig teilnehmen zu können, nahm Lehmann-Grube im April 1990 die Staatsbürgerschaft der DDR an. Er gewann seinen Wahlkreis und wurde Stadtverordneter in Leipzig. Am 6. Juni 1990 wählte ihn die Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister.<ref>Susanne Happe: Erinnerungen: „Keine vorübergehende Sache“, Kölnische Rundschau, 6. November 2014</ref> Seine Amtszeit war vom „Leipziger Modell“ geprägt, dem alternativen politischen Versuch, Probleme über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg sachorientiert zu lösen. Bei den Direktwahlen der Oberbürgermeister vom 26. Juni 1994 wurde er mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Während Lehmann-Grubes Amtszeit wurde im Jahr 1996 das neue Messegelände eingeweiht sowie die Gemeinden Hartmannsdorf, Lausen, Plaußig und Seehausen nach Leipzig eingemeindet. Am 30. Juni 1998 ging Lehmann-Grube in den Ruhestand und übergab am 1. Juli 1998 die Geschäfte an seinen Parteikollegen und bisherigen Stellvertreter Wolfgang Tiefensee, der zu seinem Nachfolger gewählt worden war.

Lehmann-Grube starb im August 2017 im Alter von 84 Jahren im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Connewitz an den Folgen einer Krebserkrankung. Die Beerdigung erfolgte am 14. August 2017 auf dem Südfriedhof in Leipzig.

Datei:GrabstätteHinrichLehmannGrube.jpg
Ehrengrabstätte Hinrich Lehmann-Grube (2019)

Ehrungen

Würdigungen

Schriften

  • Der Rückforderungsanspruch im Sozialrecht: Eine vergleichende Untersuchung auf den Gebieten der Sozialversicherung, der Kriegsopferversorgung, der Arbeitslosenversicherung, des Lastenausgleichs und der Sozialhilfe. Rechtswissenschaftliche Dissertation vom 25. Juli 1961, Universität Köln; Kohlhammer, Stuttgart 1962.
  • Von der Macht: Betrachtungen zu einem politischen und soziologischen Phänomen. Buch & Media, München 2010, ISBN 978-3-86520-360-1.

Literatur

  • Karin Kühling, Doris Mundus: Leipzigs regierende Bürgermeister vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Übersichtsdarstellung mit biographischen Skizzen. Sax-Verlag, Beucha 2000, S. 80, ISBN 3-934544-02-9.
  • Ursula Lehmann-Grube: Als ich von Deutschland nach Deutschland kam: Leipziger Tagebuch 1990/91. Lehmstedt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937146-66-9.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] RückblickSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2016-12-22;.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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