Hibler-Wärmepackung
Die Hibler-Wärmepackung ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Hypothermie (Unterkühlung). Sie beruht auf einer Wiedererwärmung des zentralen Kreislaufes (Herz und Lunge) von außen. Benannt ist sie nach ihrem Erfinder Hans Hibler.<ref>Bergwacht Bayern: Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. November 2019; abgerufen am 24. April 2019.</ref>
Sie findet Anwendung bei milder bis mittelgradiger Hypothermie.<ref>Unterkühlung. In: notmed.info. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2012; abgerufen am 16. Mai 2015.</ref> Ziel ist es, weiteren Wärmeverlust zu vermeiden und den Körperkern auf ~36 °C zu erwärmen, ohne dass das kalte Schalenblut aus den Gliedmaßen zum Kern zurückfließt. Dies würde die Körperkerntemperatur weiter senken und einen Afterdrop bewirken.
Durchführung
Zur Hibler-Wärmepackung legt man chemische Wärmebeutel auf Brust und Bauch. Notfalls können feuchtheiße Tücher verwendet werden. Die Wärmequellen sollen keinen direkten Hautkontakt haben, sondern auf Unterwäsche oder Decken aufliegen. Darüber folgt Kleidung über dem Rumpf, aber nicht über Armen und Beinen. Falls vorhanden, schützt eine Mütze den Kopf, da über ihn viel Wärme verloren geht. Zum Schluss wird der gesamte Körper in Decken oder einen Biwaksack mit gutem Abschluss am Hals gehüllt.<ref>Walter Treibel: Kälteschäden im Gebirge. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2015; abgerufen am 16. Mai 2015.</ref>
Bei längerem Transport sollten die Wärmepackungen alle ein bis zwei Stunden ausgetauscht werden.
Einzelnachweise
<references />