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Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

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Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
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Gründung 1776 (Hochschule seit 1971)
Trägerschaft staatlich
Ort Datei:DEU Schwäbisch Gmünd COA.svg Schwäbisch Gmünd
Bundesland Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg
Land DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Rektorin Maren Schmohl
Studierende 692 (SoSe 2023)<ref name="studierende">Statistischer Bericht - Statistik der Studierenden - Sommersemester 2023, Tabelle 21311-07. (XLSX; 1,1 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 20. April 2024.</ref>
Mitarbeiter 187 (2022, inklusive Lehrbeauftragte)<ref name="mitarbeiter">Statistischer Bericht - Statistik des Hochschulpersonals 2022, Tabelle 21341-10. (XLSX; 1,5 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 20. April 2024.</ref>
davon Professoren 27 (2022)<ref name="mitarbeiter"/>
Website www.hfg-gmuend.de

Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (kurz HfG Schwäbisch Gmünd) ist eine rein auf das Gebiet Gestaltung spezialisierte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Schwäbisch Gmünd. Sie ist Gründungsmitglied im 2022 errichteten Promotionsverband der Hochschulen für angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg.<ref>Gemeinsames Amtsblatt Baden-Württemberg (GABl.) Nr. 6 (2022) vom 29. Juni 2022, S. 419 ff.</ref>

Die Einflüsse des Bauhauses und der Hochschule für Gestaltung Ulm sind prägend für die Lehrauffassung der HfG.

Geschichte

Datei:HfG Gmünd Elsaesserbau von Nordosten.jpg
Gebäude der HfG Schwäbisch Gmünd (Elsaesserbau) von Nordosten
Datei:HfG Gmünd Elseasserbau Südwest.JPG
Ansicht von Südwest
Datei:HfG Gmünd Elseasser von Südosten.JPG
Ansicht von Südosten, im Hintergrund das Nebengebäude
Datei:HfG Gmünd Haupteingang Elsaesser.JPG
Haupteingang

Hochschulgeschichte

Die Geschichte der Hochschule reicht in das Jahr 1776 zurück, als eine Zeichenschule gegründet wurde, der 1828 mit beginnender Industrialisierung eine Gravierklasse angegliedert wurde. Aus der ehemaligen Zeichenschule ging 1860 eine Gewerbeschule mit eigener Fachabteilung für Gold- und Silberschmiede hervor. 1909 kam es zur Herauslösung der Königlichen Fachschule für Edelmetallindustrie. Sie bezog das neu errichtete Gebäude des Architekten Martin Elsaesser im Südwesten der Kernstadt, das heute noch Standort der Hochschule ist. Das Programm des damaligen Direktors Walter Klein stand in Einklang mit dem Fortschrittsbestreben von Hermann Muthesius, dem Mitbegründer des Deutschen Werkbundes.

Der Erste Weltkrieg sorgte 1914 für einen jähen Rückgang der Schülerzahlen. Die Schule erholte sich jedoch schnell von den Kriegswirren.<ref>Harald Stetzer, Gabriele N. Reichert, Thomas Rurik: Gestaltung im Projekt der Moderne. Stuttgart 1997, S. 14.</ref> Die Schule erhielt 1923 eine neue Verfassung und wurde durch einen Anstoß des Deutschen Werkbundes 1924 zur Staatlichen Höheren Fachschule für Edelmetallindustrie. Daraufhin kam es zu Einflüssen durch Bauhaus-Größen wie Josef Albers, Lászlo Moholy-Nagy und Wilhelm Wagenfeld. Schon zwei Jahre später wurde die erste „Klasse für Industrielle Formgebung“ eingerichtet – unter dem Eindruck einer Reise des Direktors Walter Klein nach Dessau.<ref>Harald Stetzer, Gabriele N. Reichert, Thomas Rurik: Gestaltung im Projekt der Moderne. Stuttgart 1997, ISBN 3-929638-07-X, S. 15.</ref> Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte 1950 eine Umbenennung zur „Staatlichen Höheren Fachschule für Edelmetallgewerbe“. Zwei Jahre später wurde die „Klasse für Industrielle Formgebung“ durch den neuen Schulleiter Walter Lochmüller wieder aufgenommen und avancierte zu einer der namhaftesten ihres Fachbereiches. 1960 wurde die Klasse zur Abteilung für Formgebung ausgebaut.<ref>Stadt Schwäbisch Gmünd (Hrsg.): Design aus Schwäbisch Gmünd. Schwäbisch Gmünd 1990, S. 12.</ref>

1965 folgte die Umwandlung in die Staatliche Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd. Nach der bisher betont handwerklichen Ausrichtung folgte eine starke Konzentration auf gestalterische Fragen. Es wurden Studiengänge für Industriedesign, Grafikdesign und Schmuckdesign eingerichtet. Sie bildeten die Grundlage für die 1971 entstandene Fachhochschule für Gestaltung, deren erster Rektor Karl Dittert wurde. Er übernahm die Aufgabe, die Hochschule weg von künstlerischen hin zu gestalterischen Programmen zu führen, das sich auf das Ausbildungskonzept der Hochschule für Gestaltung Ulm bezieht. Die Vorgängereinrichtungen waren mit ihrem Lehrangebot noch deutlich an der örtlichen Gewerbestruktur orientiert, wohingegen der Bildungsauftrag der Fachhochschule bereits überregional zu sehen war.<ref>Stadt Schwäbisch Gmünd, Kultur- und Informationsamt: Design aus Schwäbisch Gmünd. Schwäbisch Gmünd 1990, S. 12.</ref>

1987 wurde der Schwerpunkt „Medien“ im Studiengang Visuelle Kommunikation eingeführt. Im Wintersemester 1989 wurde der Schwerpunkt Digitale Medien eingeführt, aus dem 2007 der heutige Studiengang Interaktionsgestaltung hervorging. Seit 2005 führt die Hochschule für Gestaltung im Englischen den Zusatz University of Applied Sciences.

Aufgrund der stetig wachsenden Studierendenzahl der Hochschule wurde eine räumliche Vergrößerung mit dem Bezug des Neubaus auf dem Gamundia-Areal zwischen Bahnhof Schwäbisch Gmünd und Stadtgarten geschaffen.<ref>Der Neubau auf dem Gamundia-Areal ist bezogen. (PDF) In: schwaebische-post.de. 12. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. April 2015; abgerufen am 4. Juni 2018.</ref>

Seit 2025 ist die Hochschule mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Hochschule Aalen an der Creative Hall Assisted Living (CHAL) beteiligt. Sie verbindet als Kreativwerkstatt für digital unterstütztes Leben im Alter.<ref>Bernd Müller: PH: Forschung zur Pflege. Wissenschaft Im neuen CHAL-Gebäude geht es um Digitalisierung und KI in Pflege und Ausbildung. Gmünder Tagespost vom 15. Oktober 2025, S. 11.</ref>

Elsaesserbau (Rektor-Klaus-Straße 100)

Datei:HfG Gmünd Gewerbemuseum-Tafel.JPG
„Gewerbemuseum und J. Erhardsche Altertumssammlung“, Eingang an der Südfassade
Datei:HfG Gmünd Relief Eingang Südfassade.JPG
Relief am Eingang an der Südfassade

Der Bau wurde unter anderem auf Forderung des Rektors Walter Klein angestrengt. Der Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd beschloss 1906, das Gewerbemuseum und die „Erhardsche Altertumssammlung“ an einen möglichen Neubau anzugliedern. Es wurde dazu ein passendes Gelände am damaligen Stadtrand in Hanglage zugewiesen. Den darauf folgenden öffentlichen Architektenwettbewerb, bei dem 132 Entwürfe eingingen, gewann der junge Architekt Martin Elsaesser. Die Innenausstattung des Juli 1909 eingeweihten Baus wurde vor allem durch Franz Mutzenbecher, Jakob Brüllmann sowie Jakob Wilhelm Fehrle besorgt. Mehrere Ausbaustufen wurden von Elsaesser zwischen 1923 und 1954 verwirklicht. Den Entwurf zur erfolgten Aufstockung lieferte er kurz vor seinem Tod, die Umsetzung erlebte er nicht mehr. 1968 ging der Museumsflügel an die Hochschule über.

1955 und 1992 kam es zu Innenrenovierungen, 1987 zu Renovierungen am Äußeren.<ref>Richard Strobel, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg: Die Kunstdenkmäler der Stadt Schwäbisch Gmünd. Band 4: Kirchen und Profanbauten außerhalb der Altstadt, Ortsteile. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-06381-1, S. 237–244.</ref>

Während der Bauarbeiten zum 100-jährigen Jubiläum wurden Mängel an dem denkmalgeschützten Bau festgestellt, was eine umfassende Sanierung des Elsaesserbaus von 2010 bis 2014 zur Folge hatte.<ref>Gerettet: Von 2010 bis 2014 ist die HfG im Gmünd-Tech und im Zapp untergebracht / Land sagt Sanierung in einem Zug zu. 15. Dezember 2009. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />(remszeitung.de) (Memento vom 19. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> In zwei Bauabschnitten wurden alle Flächen-, Struktur- und Funktionsdefizite beseitigt sowie Fenster und Dämmung erneuert, um den Energieverbrauch des Gebäudes zu verringern. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wurde der Elsaesserbau an die Anforderungen eines modernen Studienbetriebes einer Hochschule angepasst. Neben der Kernsanierung und der technischen Modernisierung wurde bei der Umsetzung darauf Wert gelegt, die ursprünglichen Gebäudefunktionen des Jugendstilbaus zum Vorschein zu bringen. Nach Beendigung der umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten und der Wiederaufnahme des Lehrbetriebs wurde das Stammhaus am 9. Juli 2015 feierlich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg übergeben.<ref>HfG feiert Rückkehr. Abgerufen am 4. Juni 2018.</ref>

Rektoren

Folgende – noch unvollständige – Liste führt die Rektoren der HfG auf:

Studiengänge

Datei:HfG Gmünd Nebengebäude.JPG
Nebengebäude (Bibliothek) in der Rektor-Klaus-Straße
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Standort am Bahnhof Schwäbisch Gmünd, Ansicht vom Remspark

Seit 2004 werden die Bachelor-Studiengänge Kommunikations- und Produktgestaltung angeboten, 2007 folgte die Interaktionsgestaltung. 2014 nahm das Masterprogramm Strategische Gestaltung den Studienbetrieb auf und ersetzte die zuvor separierten Masterprogramme Communication Planning and Design und Product Planning and Design. Seit 2015 bietet die Hochschule in Kooperation mit der Hochschule Aalen als erste Hochschule im deutschsprachigen Raum<ref>Hochschulgeschichte. Abgerufen am 9. Juni 2017.</ref> den Bachelorstudiengang Internet der Dinge. Gestaltung vernetzter Systeme an, der 2023 in Digital Product Design and Development umbenannt wurde. Die Einstellung des letztgenannten Studiengangs wurde 2024 beschlossen. Er ist derzeit auslaufend.<ref>Aus für „Digital Product Design“ an der HfG: Unfair oder notwendig?, Meldung der Rems-Zeitung vom 28. Juni 2024.</ref> Alle fünf Studiengänge sind akkreditiert.

Die Studierenden befassen sich in den gestalterischen Grundlagenfächern mit den Kategorien Fläche und Raum, Licht und Farbe, Zeit und Bewegung und erfahren so die gesetzmäßigen Zusammenhänge von Wahrnehmung und Gestaltung. Im Fokus stehen hier konstruktives und freies Zeichnen, Typografie, Fotografie, Film und Multimedia. Die angebotenen Lehrstoffe sind u. a. Design- und Medientheorie, Soziologie, Design Thinking, Systemtheorie, Ökologie und Umweltwissenschaft, Material- und Produktionstechniken, Semiotik und Wahrnehmungstheorie, Projektplanung und -management.

Persönlichkeiten der Hochschule

HfG Design Campus

Der „HfG Design Campus“ ist ein Schnupperstudium, das seit 2007 angeboten wird. Dabei gewährt die Hochschule Schülern praxisnahe Einblicke in den Hochschulalltag und eine Berufsorientierung.<ref>HfG Design Campus 2017. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2017; abgerufen am 9. Juni 2017.</ref>

Literatur

  • Walter Klein: Die Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetall-Industrie, Schwäb. Gmünd. Hrsg. aus Anlass d. 150jähr. Jubiläums d. Fachschule Gmünd im Juli 1926. (= Gmünder Kunst. Band 5). Schwäbisch Gmünd 1926.
  • Alfred Lutz: Fachhochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. In: einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 1980. Einhorn, Schwäbisch Gmünd 1981, ISBN 3-921703-30-1, S. 225ff.
  • Alfred Lutz: Fachhochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. In: Einhorn Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 1981. Einhorn, Schwäbisch Gmünd 1981, ISBN 3-921703-40-9, S. 236ff.
  • Harald Stetzer, Gabriele N. Reichert, Thomas Rurik: Gestaltung im Projekt der Moderne: Entwicklung und Orientierung der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Stuttgart 1997, ISBN 3-929638-07-X.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Staatliche Universitäten

Freiburg • Heidelberg • Hohenheim • Karlsruhe • Konstanz • Mannheim • Stuttgart • Tübingen • Ulm

Private Universitäten

Friedrichshafen

Pädagogische Hochschulen

Freiburg • Heidelberg • Karlsruhe • Ludwigsburg • Schwäbisch Gmünd • Weingarten

Kunsthochschulen (inkl. Musikhochschulen)

Freiburg • Heidelberg • Karlsruhe (Musik, Bildende Künste, Gestaltung) • Ludwigsburg (Filmakademie, Darstellende Kunst) • Mannheim (Musik und Darstellende Kunst, Popakademie) • Rottenburg • Stuttgart (Musik und Darstellende Kunst, Bildenden Künste) • Trossingen • Tübingen

Staatliche (Fach-)Hochschulen

Aalen • Albstadt-Sigmaringen • Biberach • Esslingen • Furtwangen • Heilbronn • Karlsruhe • Kehl • Konstanz • Ludwigsburg • Mannheim (TH, HdBA) • Nürtingen-Geislingen • Offenburg • Pforzheim • Ravensburg-Weingarten • Reutlingen • Rottenburg • Schwäbisch Gmünd • Schwetzingen • Stuttgart (HfT, HdM) • Ulm • Villingen-Schwenningen

Kirchliche und Private (Fach-)Hochschulen

Freiburg (EH, KH) • Heidelberg (Fresenius, SRH, HfJS) • Karlsruhe • Liebenzell • Ludwigsburg • Mannheim • Reutlingen • Stuttgart (Freie HS, Merz Akademie, HfK+G)

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Heidenheim • Heilbronn • Karlsruhe • Lörrach • Mannheim • Mosbach • Ravensburg • Stuttgart • Villingen-Schwenningen

Private Fernhochschule

Backnang (EHiP) • Konstanz (AH) • Riedlingen (SRH) • Stuttgart (AKAD)

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