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Hexenturm (Sarnen)

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Datei:Sarnen-Hexenturm-und-Archivturm.jpg
Hexenturm in Sarnen (Foto von 2008 mit der alten Holztreppe)
Datei:Hexenturm an der Sarneraa, April 2013.jpg
Hexenturm, im Vordergrund die Sarner Aa, April 2013

Der Hexenturm von Sarnen im Kanton Obwalden in der Schweiz ist einer der wenigen noch erhaltenen Burgtürme aus der Zeit der Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er wurde um 1285 erbaut und kam um 1315 in den Besitz des Landes Obwalden. Der Turm ist als national bedeutendes Kulturgut eingestuft und steht als A-Objekt unter Denkmalschutz.<ref> Vorlage:Kulturgüter Schweiz Weblink</ref> Heute wird er als Archivturm genutzt und ist nicht öffentlich zugänglich.

Geschichte

Der Hexenturm war ursprünglich Teil einer grösseren Burganlage, der sogenannten «Unteren Burg von Sarnen». Diese Burg war im 13. Jahrhundert im Besitz des Obwaldner Rittergeschlechts der Kellner von Sarnen, welche den Turm gemäss dendrochronologischer Datierung um 1285 erbauten.<ref>Obwaldner Geschichtsblätter, Heft 17, S. 47 (Jakob Obrecht), S. 94 (Werner Meyer).</ref>

Vermutlich um 1315 kam der Turm in den Besitz des Landes Obwalden und wurde zur Aufbewahrung von Pulvervorräten sowie als Archiv genutzt. Ausserdem diente er als Verhörkammer und Schatzturm.<ref name="Kanton-OW"> Archivturm / Hexenturm auf der Website des Kantons Obwalden, abgerufen am 13. Mai 2025.</ref> Ab dem 15. Jahrhundert diente er als Gefängnis, dessen spätestens 1798 aufgehobener Kerker dem Turm nachträglich im 19. Jahrhundert seinen heutigen, aber unzutreffenden Namen gab. Die Bezeichnung Hexenturm ist erst seit 1861 nachweisbar.<ref>Obwaldner Geschichtsblätter, Heft 17, S. 139 (Willi Studach)</ref> Im Zuge der Umnutzung zu einem Museum wurde der Turm 1877 umgebaut; ein neuer Zugang wurde durch die Mauern gebrochen und mehrere Fenster wurden zugemauert.

Anlässlich einer Restaurierung 1985/1986 wurde der Turm archäologisch untersucht und der mittelalterliche Zustand weitgehend wiederhergestellt.<ref name="Kanton-OW" /> Einzig der Aufbau aus dem 18. Jahrhundert blieb bestehen. Um den Turm als Archiv nutzen zu können, wurde eine selbsttragende Stahlskelettkonstruktion eingebaut, welche die ursprüngliche Bausubstanz nicht belastet.<ref name="Kanton-OW" /> Die zu dieser Zeit behördlich geförderte Bezeichnung Archivturm konnte sich nicht durchsetzen. Im Mai 2009 erhielt der Turm anstatt der Holztreppe eine gedeckte, selbsttragende Aussentreppe aus Stahl, die vom Obwaldner Künstler Kurt Sigrist gestaltet wurde.<ref>Treppenkunst: Millimeterarbeit am Hexenturm. In: Neue Obwaldner Zeitung, 26. Mai 2009.</ref>

Heutige Nutzung

Heute sind im Hexenturm die historischen Bestände (1210–1850) des Staatsarchivs Obwalden untergebracht.<ref>Staatsarchiv auf der Website des Kantons Obwalden, abgerufen am 13. Mai 2025.</ref> Insbesondere beherbergt der Turm auch das Weisse Buch von Sarnen aus dem Jahre 1470.

Literatur

  • Der Archivturm von Sarnen. Sammelband, hrsg. vom Historisch-Antiquarischen Verein Obwalden. Sarnen 1988. (= Obwaldner Geschichtsblätter, Heft 17).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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