Hexachloroplatinsäure
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| 2 Struktur des H+-Ions Struktur des Hexachloroplatinat-Ions | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Hexachloroplatin(IV)-säure | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel |
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| Kurzbeschreibung |
orangefarbener, geruchloser, kristalliner Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 409,81 g·mol−1 (wasserfrei)
517,90 g·mol−1 (Hexahydrat) | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
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| Schmelzpunkt |
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| Löslichkeit |
löslich in Wasser<ref name="roth" /><ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Hexachloroplatinsäure H2[PtCl6] ist eine chemische Verbindung. Reine Hexachloroplatinsäure ist eine gelbe bis schwach orange, stark hygroskopische, an der Luft zerfließliche Substanz. Bei oft minimal vorhandenen Iridium-Verunreinigungen variiert die Farbe von Rot bis Braun oder ist noch dunkler. Die Salze der Hexachloroplatinsäure bezeichnet man als Hexachloroplatinate. In Isopropanol gelöst wird Hexachloroplatinsäure auch als Speier-Präkatalysator bezeichnet.<ref>Christoph Elschenbroich: Organometallchemie. 6. Auflage. Teubner Studienbücher Chemie, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8351-0167-8, S. 617.</ref><ref>Steinborn: Grundlagen der Metallorganischen Komplexkatalyse. 3. Auflage. Springer Spektrum, ISBN 978-3-662-56603-9, S. 397, doi:10.1007/978-3-662-56604-6.</ref>
Darstellung
Hexachloroplatinsäure kann durch oxidative Auflösung von Platin in Königswasser dargestellt werden:
- <math>\mathrm{Pt + ( 3 \ HCl/HNO_3 ) \longrightarrow H_2[PtCl_6] + ... }</math>
- Platin löst sich in Königswasser unter Bildung von Hexachloroplatinsäure.<ref name="Harry H. Binder">Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.</ref>
Aus wässriger Lösung entsteht dabei das Hexachloroplatinsäure-Hexahydrat H2[PtCl6] · 6 H2O, welches sich bis zum Dihydrat entwässern lässt.<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3.</ref> Darüber hinaus erfolgt ein Zerfall in Wasser, Salzsäure und Platintetrachlorid, da die Protonen der Oxonium-Ionen nach dem Entzug des Wassers keine geeignete Koordinationsstelle am [PtCl6]2−-Ion finden.
Salze
Bei der Umsetzung der Säure mit verschiedenen Kationen M+ entstehen dabei schwerlösliche gelbe Niederschläge der allgemeinen Formel M2[PtCl6], die Hexachloroplatinate, beispielsweise Kaliumhexachloroplatinat mit Kalium (K+), Rubidiumhexachloroplatinat mit Rubidium (Rb+), Caesiumhexachloroplatinat mit Cäsium (Cs+), Ammoniumhexachloroplatinat mit Ammonium (NH4+), Silberhexachloroplatinat mit Silber (Ag+) und Thalliumhexachloroplatinat mit Thallium (Tl+).<ref name="HoWi"/>
Verwendung
Hexachloroplatinsäure ist Ausgangsverbindung zur Synthese platinhaltiger Zytostatika, z. B. Cisplatin, Oxaliplatin oder Carboplatin. Hexachloroplatinsäure wird zur Herstellung von Katalysatoren durch Imprägnierung von Trägersubstanzen, zum Beispiel für den Drei-Wege-Katalysator oder für das katalytische Reforming verwendet. Durch Wahl der Imprägnierungsbedingungen kann dabei die Verteilung des Metalls auf dem Träger eingestellt werden.<ref>Th. Mang, B. .Breitscheidel, P. .Polanek, H. Knözinger: Adsorption of platinum complexes on silica and alumina: Preparation of non-uniform metal distributions within support pellets. In: Applied Catalysis A: General. 106, 1993, S. 239–258, doi:10.1016/0926-860X(93)80180-X.</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Ätzender Stoff (metallkorrosiv)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Ätzender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Beobachtung/Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt
- Platinverbindung
- Chloridokomplex
- Anorganische Säure