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Heuft

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Heuft Besitzgesellschaft GmbH & Co. KG

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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft
Gründung 1840<ref name="RZ" />
Sitz Bell (bei Mendig) DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Thomas Heuft
  • Georg Rosenbach
  • Nicole Heuft-Lubberich
Mitarbeiterzahl 300<ref name="HEUFT Unternehmenswebseite">nach Unternehmenswebsite</ref>
Umsatz 50 Mio. EUR (Firmengruppe)<ref name="RZ" />
Branche Backanlagen und Kältetechnik
Website https://www.heuft-industry.com/
Stand: 22. März 2021

Die Heuft Besitzgesellschaft GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführter Backanlagenhersteller mit Sitz in Bell in der Eifel. Sie ist die Holding der Unternehmen der Heuft Gruppe.

Geschichte

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der aus Bell in der Eifel stammende Martin Heuft (* 20. Oktober 1700; † 21. Februar 1777) nach seiner Lehre als Backofenbauer in das Register der Stadt Andernach eingetragen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stieg die Nachfrage nach Backöfen stark an. Karl Heuft, der das Unternehmen in der siebten Generation führte, erweiterte seinen Betrieb und produzierte ab 1946 auch Dampfbacköfen aus Stahl. 1968 wurde der Vulkan Thermo-Oel-Backöfen entwickelt. Dieser markierte einen wichtigen Meilenstein in der Firmengeschichte, da sich Heuft bald auf den Bau dieser Öfen spezialisierte.<ref>HEUFT Unternehmensgruppe. In: Wirtschaftsgeschichte in Rheinland-Pfalz. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., abgerufen am 4. April 2022.</ref>

Mitte der 1980er-Jahre adaptierte Thomas Heuft die Wagenöfen aus den USA für den deutschen Markt. Die Entwicklungsarbeit erfolgte in Bell und den Prototyp des „Thermo-Roll“ stellte Heuft in einer Bäckerei in der Eifel auf. 1987 ging er in Serie und wurde bald zum meistverkauften Thermoöl-Ofen.

Ab 1996 wurde die Serie „Nonplusultra“ (Etagen- und Stikkenöfen) in das Programm aufgenommen, anfangs in Italien von der Firma Mondial Forni gebaut. 1999 erfolgte der Einstieg in den internationalen Großanlagenbau; hierzu wurde im Jahr 2006 die Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG. gegründet.<ref>Karl Heuft GmbH, Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG, Heuft Besitzgesellschaft GmbH & Co. KG. In: Technologieatlas. StädteRegion Aachen, Wirtschaftsförderung, abgerufen am 20. Mai 2018.</ref>

2015 übernahm die Karl Heuft GmbH das Kälte- und Klimatechnikunternehmen iceCool GmbH &Co KG aus Hückelhoven (früher Paulus Kältetechnik GmbH & Co KG) und erweiterte damit das Produkt-Portfolio um Gärschränke, Schockfroster, Kühlzellen sowie Klimatisierungstechnik für Konditorei- und Schrankanlagen.<ref>Heuft übernimmt iceCool. In: Backwelt. 9. Februar 2015, abgerufen am 3. Mai 2018.</ref>

Im Jahr 2017 wurden ein zentrales Empfangs- und Bürogebäude, eine zentrale Lagerhalle mit Blechproduktion sowie eine weitere Produktionshalle fertiggestellt.<ref>Elvira Bell: Backofenbauer expandiert: Heuft investiert weiter kräftig in Bell. In: Rhein-Zeitung. 1. Oktober 2017, abgerufen am 20. Mai 2018.</ref>

2020 wurde die Produktions-, Verwaltungs- und Lagerfläche auf 20.000 Quadratmeter erweitert.<ref>HISTORIE. In: heuft-backofenbau.de. HEUFT, abgerufen am 4. April 2022.</ref>

Unternehmen

Die Heuft Unternehmensgruppe beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an Standorten in Bell, Hückelhoven und Echt-Susteren in den Niederlanden. Sie produziert an diesen Standorten industrielle Backöfen, Backanlagen sowie Gär-, Frost- und Kühlanlagen, die weltweit vertrieben werden. Sie gelten dabei als Weltmarktführer.<ref name="WS" /> Dass Heuft als Weltmarktführer anerkannt ist, unterstreicht die Aufnahme in die Gruppe der Hidden Champions.<ref>Jörn Block: Hidden Champions in Rheinland-Pfalz. (PDF) Forschungszentrum Mittelstand (FZM), Universität Trier, 1. März 2021, abgerufen am 4. April 2022.</ref> Das Familienunternehmen wird mittlerweile in der achten Generation geführt und ist der älteste Backofenbauer Deutschlands. Der Exportanteil beträgt bis zu 70 %.<ref name="ABZ">Karin Eberhardt: Staatspreise für beispielhafte Messe-Aussteller. In: Allgemeine Bäckerzeitung. 30. März 2006, abgerufen am 3. Mai 2018.</ref><ref name="RZ">Hilko Röttgers: Riesiger Backofen der Firma Heuft aus Bell geht in die USA. In: Rhein-Zeitung. 18. Februar 2014, abgerufen am 3. Mai 2018.</ref><ref name="Heimatbuch">Ruth Einig: Beller Backofenbau in langer Tradition. In: Landkreis Mayen-Koblenz (Hrsg.): Heimatbuch 2013. S. 113 ff. (Online [abgerufen am 7. April 2022]).</ref> Noch heute werden alle Öfen in Bell geplant, konstruiert und gefertigt.<ref>IHR INNOVATIONSPARTNER – DAS HEUFT INDUSTRY TEAM. HEUFT, abgerufen am 4. April 2022.</ref>

Unternehmensstruktur:<ref name="BA" />

  • Karl Heuft GmbH, Bell
  • Heuft Beteiligungs GmbH, Bell
  • Heuft Besitzgesellschaft GmbH & Co. KG
    • Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG, Bell
    • iceCool Systems GmbH & Co. KG, Hückelhoven
    • iceCool International BV, Echt NL
    • Heuft Industry GmbH, Bell
    • Heuft Service GmbH, Bell

Auszeichnungen

Historisches

Nachdem Bell in der Eifel über zwei Jahrhunderte wegen der Vorkommen an Backofenstein das Zentrum des rheinischen Backofenbaus war, existieren von den einst 50 Betrieben heute dort nur noch zwei. Einer dieser Betriebe ist die heutige Heuft Unternehmensgruppe in 8. Generation.<ref>Martin Henze: Bell das Dorf der Backofenbauer. Gemeinde Bell, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2018; abgerufen am 20. Mai 2018.</ref>

Vereinzelt wird hier noch das Lebber Talep, die Geheimsprache der Ofenbauer aus Bell, gesprochen.<ref>Eva Heuft: Die Geheimsprache der Backofenbauer in Abgrenzung zum Rotwelschen: Esch toasten Lebber Talp. Grin Publishing, 2016, ISBN 978-3-656-98954-7.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="BA"> Jahresabschluss im Bundesanzeiger </ref> </references>