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Herztalbach

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Herztalbach
Agenbach (Unterlauf)
Gewässerkennzahl AT: 2-8-157
Lage Südöstliches Mittelgebirge, Tirol
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit Donau oberhalb Jochenstein
Ursprung östlich Sistrans
47° 14′ 16″ N, 11° 28′ 11″ O
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Quellhöhe 1009 m ü. A.<ref name="TIRIS" />
Mündung zwischen Innsbruck und Hall
47° 16′ 17″ N, 11° 28′ 35″ O
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Mündungshöhe 558 m ü. A.<ref name="TIRIS" />
Höhenunterschied 451 m
Sohlgefälle 83 ‰
Länge 5,4 km<ref name="TIRIS" />
Einzugsgebiet 11,861 km²<ref name="TIRIS" />
Linke Nebenflüsse Herztalbach (Nebenlauf); Gröbentalbach
Rechte Nebenflüsse Herztalbach (Nebenlauf)
Gemeinden Sistrans, Aldrans, Ampass

Der Herztalbach ist ein rund 5 km langer rechter Zufluss des Inns vom Tiroler Mittelgebirge östlich von Innsbruck.

Verlauf

Der Bach<ref name="TIRIS">TIRIS, insb. Layer Gewässer: Flüsse & Seen und Einzugsgebiete Gewässer (GIS-Pfad, Stationierung, Fläche).</ref> entspringt am Nordfuß des Patscherkofel auf etwa 1010 m auf der Talschulter des Inntales, die Südöstliches Mittelgebirge genannt wird. Der Ursprung liegt gut 1½ km östlich des Dorfkerns von Sistrans in einem Feuchtgebiet (Perlich-Wiesen).<ref name="US-AMS">US Army Map Service: Austria (AMS Series M871) 1952, Maßstab 1:25.000, Layer in TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol.</ref>

Der Bach rinnt dann grob nordwärts durch die Siedlung Starkenbühel. Der folgende Abschnitt durch den Ebenwald ist das Herztal. Danach erreicht der Bach das Dorf Ampass.

Ab hier wird er auch Agenbach genannt,<ref>So das Fischereirevier Agenbach Rev.-Nr. 2054; vergl. Neue Reviernummern, tiroler-fischereiverband.at (pdf).</ref> und rinnt nordostwärts durch die Agenbachsiedlung und westlich am Sonnenbichl vorbei. Etwa 1 km unterhalb Ampass mündet er oberhalb von Hall, direkt bei der Anschlussstelle Hall West der Inntal Autobahn (A12), von rechts in den Inn.

Geschichte

In einer im Archiv von Stift Wilten verwahrten urkundlichen Grenzbeschreibung der Pfarre Ampass aus der Zeit um 1400 wird die Bachsteilstufe des Herztalbachs südlich des Ortskerns als „Pachfall“ bezeichnet.<ref>Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 38.</ref>

Hydrographie und Nebenbäche

Der Oberlauf des eigentlichen Herztalbachs findet sich im historischen Kartenwerk auch als Retl Bach.<ref name="Carte du Tyrol">Carte du Tyrol, en l'An 9 au Dépôt général de la Guerre et augmentée du Vorarlberg, 1808, Maßstab 1:140.500, Layer in TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol.</ref>

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  }}, rinnt über Wiesenhöfe und die Asten, wo das kleine Gerinne vom Dunklen Tal zwischen diesem und dem Hauptlauf zufließt, und mündet etwas unterhalb des Herzsees bei den Prockenhöfen von rechts Welt-Icon
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  }}. Er ist 5,1 km lang.<ref name="TIRIS" /> In alten Karten findet er sich als Ettl Bach,<ref name="Carte du Tyrol" /> sein rechter Parallelgraben als Schreyer Bach.<ref name="US-AMS" /><ref name="Carte du Tyrol" />
  • Ein kleiner Bach kommt bei Aldrans von unterhalb des Herzsees, bei Larch Welt-Icon
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  }}. Er durchfließt das Pfarrtal, und mündet nach weniger als 1 km von links in Ampass Welt-Icon
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  }}. Er wird hydrographisch ebenfalls als Herztalbach geführt (HZB:2-8-157-b).<ref name="TIRIS" />
  • Ein weiterer Nebenbach ist der kleine Gröbentalbach, der unterhalb der Agenbachsiedlung von rechts zugeht.

Historisch gab es auch eine Überleitung durchs Jägertal oberhalb der Prockenhöfe ostwärts zum Zimmertalbach.<ref name="Carte du Tyrol" /><ref name="US-AMS" /> Um 1800 findet sich auch zwischen der Asten und den Wiesenhöfen ein Weiher<ref name="Carte du Tyrol" /> (woran wohl noch der Hausname Seehütterhof erinnert).

Der Mündungsbereich soll im Rahmen des Gewässerschutzplans „Unser Inn“ (eine Kooperation des Landes mit dem WWF) fischökologisch verbessert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WWF Action Plan „Unser Inn“. Vorschlag für die Umsetzung des „Revitalisierungskonzeptes Inn“. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ecotone.at Im Auftrag des WWF Österreich. August 2005. Abschnitt Anbinden Seitengewässer und Zubringer: Herztalbach, S. 28 (pdf, ecotone.at).</ref> Insbesondere mit dem Bau des Brennerbasistunnels, der etwa hier beginnen würde, ergeben sich weitere wasserbauliche Maßnahmen.

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Wege

Die ganze Gegend ist ein Spazier- und Wandergebiet, als Naherholungsraum von Innsbruck, mit zahlreichen ausmarkierten Wegen. Durch das Herztal führt ein bekannter Rundwanderweg.

Einzelnachweise

<references />