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Herzog Juliushütte

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Herzog Juliushütte
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(331)&title=Herzog+Juliush%C3%BCtte 51° 55′ N, 10° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(331) 51° 55′ 1″ N, 10° 22′ 54″ O
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Höhe: ca. 260 m
Einwohner: 331 (15. Mai 2022)<ref>Zensusatlas 2022, Statistische Ämter des Bundes und der Länder, abgerufen am 5. November 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Eingemeindet nach: Astfeld
Postleitzahl: 38685
Vorwahl: 05326
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Herzog Juliushütte ist der Name eines 1575 gegründeten Hüttenwerkes und der unweit entstandenen Siedlung. Beides gehört heute zur Stadt Langelsheim und liegt im Stadtteil Astfeld.

Lage

Datei:Harzwasserwerk am Granestausee bei Astfeld im Harz IMG 3767.jpg
Am Wasserwerk Granetalsperre bei Herzog Juliushütte

Oberhalb der Siedlung liegt die Granetalsperre. Sie wurde 1966 bis 1969 errichtet, wird von den Harzwasserwerken GmbH betrieben und dient ausschließlich der Trinkwasserversorgung. Früher befand sich außerdem in der Siedlung ein Bahnhof an der Bahnstrecke Neuekrug-Hahausen–Goslar.

Geschichte

Am Austritt der Grane aus dem gleichnamigen Tal des Harzes ließ der Braunschweiger Herzog Julius im 16. Jahrhundert ein Hüttenwerk nebst Siedlung anlegen. Zusammen mit der Frau-Sophien-Hütte und der okeraner Frau-Marien-Hütte konzentrierte sich im 16. Jahrhundert in diesen drei Hütten die Metallgewinnung aus Rammelsberger Erzen. Die Hütte bestand bis 1967 und verarbeitete Blei-, Zink- und seltenmetallhaltige Erze u. a. aus dem Rammelsberg bei Goslar. Die meisten alten Gebäude der Hütte wurden 1970 abgerissen. Heute werden am Standort nur noch seltene Metalle wie Arsen, Germanium und Indium produziert.

Gemeinde

Das Hüttenwerk und die Siedlung Herzog Juliushütte bildeten seit 1875 eine Gemeinde im Landkreis Gandersheim. Am 1. Juli 1909 wurde die Gemeinde Frau-Sophien-Hütte eingegliedert. Die Gemeinde Herzog Juliushütte wurde am 1. Januar 1970 in die Gemeinde Astfeld eingegliedert. Diese gehört seit dem 1. Juli 1972 zur Stadt Langelsheim.<ref>Webseite der Stadt Langelsheim</ref>

Bahnhof Herzog Juliushütte

Der Bahnhof Herzog Juliushütte war ein Bahnhof an der Bahnstrecke Neuekrug-Hahausen–Goslar (km 92,1, Ds 100-Kürzel: HJUL<ref name="stw">Herzog Juliushütte Juf. In: stellwerke.info. Abgerufen am 3. Januar 2022.</ref>). Er wurde stillgelegt, das Empfangsgebäude ist bis heute (Stand: 2022) erhalten. Der Neubau der Passagieranlagen wurde im Jahr 2015 durch die DB Station&Service untersucht und aufgrund eines zu geringen erwarteten Passagieraufkommens abgelehnt.<ref>Goslarsche Zeitung: Bahn erwartet mehr als 300 neue Kunden. 15. Juli 2015, abgerufen am 18. Oktober 2022.</ref>

Der Bahnhof besaß ein mechanisches Stellwerk der Bauform Jüdel mit dem Kürzel Juf. Es wurde 1910 errichtet und zwischen 1979 und 1982 stillgelegt.<ref name="stw"/>

Quellen und Literatur

  • Griep, Der Landkreis Goslar, Elm-Verlag, 1988, Cremlingen
  • Torsten Schröpfer, Fundgrube – Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen, Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e. V. (Hrsg.), Clausthal-Zellerfeld, 2000, ISBN 3-923605-08-0
  • R. Roseneck (Hrsg.), Der Rammelsberg, Verlag Goslarsche Zeitung, Goslar, 2001, ISBN 3-9804749-4-1

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Astfeld (inkl. Herzog Juliushütte) | Bredelem (inkl. Palandsmühle) | Hahausen (inkl. Neuekrug) | Langelsheim | Bergstadt Lautenthal (inkl. Hüttschenthal) | Flecken Lutter am Barenberge (inkl. Rhode) mit Nauen (inkl. Pöbbeckenmühle) und Ostlutter | Wallmoden mit Alt Wallmoden (inkl. Könneckenrode und Mühle Ringelheim), Bodenstein und Neuwallmoden | Wolfshagen im Harz

Vorlage:Klappleiste/Ende