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Herrliberg

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Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz Herrliberg ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie liegt am unteren rechten Zürichseeufer – der sogenannten Goldküste – im Bezirk Meilen. Zur Gemeinde gehört der hoch über dem See gelegene Weiler Wetzwil.

Geographie

Die politische Gemeinde hat eine Fläche von 897 Hektaren. Davon werden 56 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 24 Prozent sind mit Wald bedeckt, 16 Prozent sind Siedlungen und 4 Prozent Verkehrsflächen. {{#invoke:Vorlage:Siehe auch|f}}

Geschichte

Datei:Zentralbibliothek Zürich - Herliberg le village au bord du Lac de Zuric du Côté de lorient - 000007613.jpg
Herrliberg 1794
Datei:ETH-BIB-Herrliberg, Oberdorf aus 150 m-Inlandflüge-LBS MH01-001663.tif
Historisches Luftbild Herrlibergs von 1919, aufgenommen aus 150 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Herrliberg wird erstmals 1153 bis 1155 als Hardiperc erwähnt, Mitte des 15. Jahrhunderts hiess die Gemeinde Härliberg.

Datei:Herrliberg, Luftbild von 2025, aufgenommen aus 450 Metern Höhe über Zürichsee.jpg
Luftbild Herrlibergs von 2025, aufgenommen aus 450 Metern Höhe über Zürichsee

Politik

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Herrliberg:<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

SVP 36,29 % (+1,45), FDP 28,54 % (−0,88), glp 11,99 % (−1,21), SP 9,31 % (+1,82), Mitte 6,43 % (+2,08), Grüne 4,19 % (−3,60), EVP 0,74 % (−0,59).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Wappen

Vorlage:Wappenbeschreibung

Demografie

Bevölkerungsentwicklung in Herrliberg
Jahr 1634 1760 1850 1888 1900 1950 2000 2005 2010 2020 2024
Einwohnerzahl 512 979 1144 964 985 2298 5499 5585 6069 6567 6780

Die prozentuale Anzahl der Einwohner pro Altersgruppe verteilt sich wie folgt:

  • 0 bis 19 Jahre: 21,4 Prozent
  • 20 bis 64 Jahre: 62,6 %
  • über 64 Jahre: 16 %

Der prozentuale Anteil der Bevölkerung mit der jeweiligen Sprache als Muttersprache verteilt sich folgendermassen:

Der Ausländeranteil (Einwohner ohne Bürgerrecht) beträgt 23 Prozent per 31. Dezember 2020.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Konfessionszugehörigkeit: 42,2 Prozent evangelisch-reformiert, 26,9 Prozent römisch-katholisch, 30,9 Prozent andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2010).

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Vorlage:Siehe auch

Kirchen:

In Herrliberg gibt es drei Kirchen:

  • Die reformierte Kirche Herrliberg geht auf einen mittelalterlichen Bau zurück, der im Jahre 1370 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
  • Die reformierte Kirche Wetzwil ob Herrliberg war im Mittelalter dem Hl. Bartholomäus geweiht. Wandmalereien aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts wurden nach der Reformation zwar übertüncht, 1930 jedoch wieder freigelegt. Sie zeigen die Schutzmantel-Madonna mit seitlichen Engeln und darunter die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige.
  • Die katholische Kirche St. Marien stammt aus dem Jahr 1956 und wurde von den Architekten Walter Rieger und Ferdinand Pfammatter im Stil der französischen Beton-Gotik errichtet. Sie enthält ein monumentales Glasgemälde des Künstlers Hans Stocker.

Verkehr

Die Entfernung zum Zürcher Hauptbahnhof beträgt 13 Kilometer.<ref>Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofile CH+. 2010, ISBN 978-3-909111-74-9.</ref>

Durch Herrliberg führt die Rechtsufrige Zürichseebahn mit den Linien S6 und S16 der S-Bahn Zürich. Es ergibt sich ein 15-Minuten-Takt von 6 bis 21 Uhr, ansonsten ein 30-Minuten-Takt. Die S6 fährt von Zürich kommend weiter nach Uetikon, während die S16 (meist) in Herrliberg endet. An Wochenenden verkehrt die SN7 vom Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Der Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen liegt knapp ausserhalb der Gemeindegrenze in der Gemeinde Meilen.

Es verkehren zudem Motorschiffe der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (im Sommer ungefähr im Zweistundentakt, im Winter nur eine Verbindung).

Pflugstein

Datei:Pflugstein Herrliberg.JPG
Pflugstein

Oberhalb von Herrliberg steht der Pflugstein, der mit rund 1000 Kubikmeter sichtbarem Fels der grösste Findling des Kantons. Er liegt auf einer Höhe von 560 Metern, besteht aus rötlichem Melaphyr und wurde vor ca. 15'000 Jahren während der letzten Eiszeit aus dem Kärpfgebiet aus den Glarner Alpen durch den Linthgletscher hierher getragen.

Die Linde neben dem Felsblock wurde 1832 als Andenken an den Ustertag von Erich Graf von Betzel-Sternau gepflanzt. Am 1. August 1939 wurde der Pflugstein unter Schutz gestellt und entging so einer geplanten Sprengung. 1983 wurde der Findling und die ihn säumenden Bäume unter der Kennung BLN-1419 ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler aufgenommen. Auch die Linde steht unter Schutz. Zwischen dem Restaurant Pflugstein gleich unterhalb des Steines und dem Stein verläuft die Grenze zwischen den Gemeinden Herrliberg und Erlenbach.<ref>https://www.vvherrliberg.ch/portfolio/68-pflugstein-herrliberg/ Verschönerungsverein Herrliberg</ref>

Gemäss einer Sage soll der Stein dort entstanden sein, an dem zwei Liebende durch den Fluch des strengen Vaters vom Blitz getroffen wurden und in der Erde versanken. Um Mitternacht sollen die Liebenden in stillen Nächten manchmal eng umschlungen um den Stein schreiten und leise ihre Klagen in die Nacht hinausrufen. Deshalb wird der Stein mitunter auch Fluchstein genannt.<ref>Vorlage:Webarchiv Steinkreis.ch></ref>

Sport

Der FC Herrliberg ist der Fussballverein von Herrliberg, in dem Yann Sommer als Kind spielte.

Der Tennisclub Herrliberg (TC Herrliberg oder TCH) wurde 1971 gegründet und ist mit rund 1'200 Mitgliedern der grösste Tennisclub am Zürichsee. Der Club verfügt über acht Sandplätze und einen US Open Hartplatz. Im Winter werden vier Ballonplätze aufgebaut.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Aktivitäten

Badeanlage Steinrad

Die Badeanlage Steinrad ist die einzige öffentliche Bademöglichkeit der Gemeinde Herrliberg am Zürichsee. Sie steht ausschliesslich den Einwohnerinnen und Einwohnern von Herrliberg zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über eine persönliche Bademarke, die von der Gemeinde ausgegeben wird. Die Anlage bietet terrassierte Liegewiesen, ein 1-Meter-Sprungbrett sowie ein Pontonfloss im See. Ein Kiosk sorgt für die Verpflegung. Es gibt keine Badeaufsicht; das Baden erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Badi ist ganzjährig geöffnet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Baadhüüsli Herrliberg

Das Baadhüüsli an der Seestrasse 222 wurde der Gemeinde Herrliberg im Jahr 1985 vermacht und 1987 renoviert. Es handelt sich um ein kleines Badehäuschen direkt am See, das ausschliesslich von Herrliberger Einwohnern ab 18 Jahren oder ortsansässigen Betrieben gemietet werden kann. Die Mietdauer erstreckt sich über die Badesaison von Mitte April bis Mitte Oktober. Die angrenzende Meier-Wiese ist öffentlich zugänglich, jedoch ebenfalls nur für Gemeindeeinwohner vorgesehen.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Schützengesellschaft Herrliberg

Die Schützengesellschaft Herrliberg (SGH) ist ein lokaler Verein, der sich dem sportlichen und militärischen Schiessen widmet. Angeboten werden Pistolenschiessen auf 25 und 50 Meter sowie Kleinkalibergewehrschiessen auf 50 Meter. Neben dem sportlichen Aspekt legt die SGH grossen Wert auf Kameradschaft und geselliges Vereinsleben. Der Verein ist unter sgherrliberg.ch erreichbar.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Hafen und Bootsplätze in Herrliberg

Die Gemeinde Herrliberg verfügt über ein eigenes Hafenareal am Zürichsee, bekannt als „Raben-Haab“. Neben der Schiffsanlegestelle der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) bietet die Gemeinde auch Bootsstellplätze für private Nutzung an. Die Vergabe dieser Plätze erfolgt durch die Gemeinde gemäss dem Schiffstationierungsreglement. Interessierte Personen können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die Verwaltung der Plätze erfolgt durch den zuständigen Hafenwart.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Galerie

Persönlichkeiten

wohnhaft:

wirkten vor Ort:

  • Charlotte Weiss (1870–1961), Malerin
  • Margarethe Faas-Hardegger (1882–1963), Sozialistin und Frauenrechtlerin
  • Carl Fischer (1888–1987), Bildhauer
  • Karl Lukas Honegger (1902–2003), Maler und Bildhauder, ab 1971, seit 1977 Keramikschule; Karl-Lukas-Honegger-Platz 2008
  • Johannes Itten 1923–1925, Maler und Kunsttheoretiker, gründete hier die Ontos-Kunstwerkstätten und -Kunstschule<ref>Eva Streit: Die Itten-Schule Berlin. Geschichte und Dokumente einer privaten Kunstschule neben dem Bauhaus. Gebr. Mann, Berlin 2015, ISBN 978-3-7861-2717-8, S. 39–40.</ref>

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Bezirk Meilen