Herren von Leuthorst
Die Herren von Leuthorst (auch Luthardessen o. ä.) waren ein im westlichen Vorland des Harzes begütertes Geschlecht, das seinen Stammsitz in Lüthorst hatte.
Geschichte
Ein erster urkundlicher Hinweis auf den Ort Luthardeshusen findet sich bereits im 9. Jahrhundert in den Corveyer Traditionen.<ref>Corveyer Traditionen § 436 (Wigand S. 96).</ref> Er wurde zum Stammsitz von Herren, die später meist Luthardessen geschrieben wurden, und lag südlich der Homburg. Dort war Corvey als nächstgelegenes Kloster begütert. Die Äbte setzten die Edelherren von Homburg als Lehensnehmer ein. Von diesen erhielten die Herren von Luthardessen lokale Rechte als Afterlehen.
1367 erwarben die von Luthardessen für rund zehn Jahre die Pfandschaft über die Paderborner Burg Bredenborn.<ref>Michael Lagers: Der Paderborner Stiftsadel zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Untersuchungen zum Auf- und Ausbau niederadliger Machtstrukturen, Paderborn 2013, ISBN 978-3-89710-551-5, S. 409.</ref> Um 1380 wollten sie eine Schenkung an die Kirche Amelsen vornehmen, damit dort regelmäßig Memorialgedenken für eigene Familienmitglieder und die befreundeten Ritter Amelunxen, Exter, Hake, Kaierde, Kerssenbrock, Minnigerode und Rebock<ref>{{#switch:
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An ihrem neuen Siedlungsort änderte sich im Laufe der Zeit der Name der Herren von Luthardessen zu Leuthorst. Sie erarbeiteten sich neuen Besitz, gaben das Lehen in Lindau später zur Hälfte wieder ab<ref>Johann Wolf: Denkwürdigkeiten des Amtes und Marktfleckens Lindau im Harz-Departement, District Osterode, 1813, S. 76</ref> und waren schließlich auch auf der Burg Lichtenstein (Osterode am Harz) und in Dorste vertreten.
Personen
- Abt Hugold von Corvey stammte aus diesem Hause.<ref>Historischer Verein (Osnabrück): Mittheilungen des Historischen Vereins zu Osnabrück, Vierter Band, 1855, S. 277</ref> Die Geschichtsforschung hat aber eine Abstammung Hugolds aus dem Hause Hochstaden noch nicht ausgeschlossen.<ref>Friedrich Wilhelm Hermann Wagener: Staats- und Gesellschafts-Lexikon, Neunter Band, 1862, S. 474</ref>
- Um am Kreuzzug Heinrichs VI. teilnehmen zu können, verpfändeten drei Herren von Luthardessen 1197 dem Kloster Gehrden Güter, darunter Luthardessen und Reelsen.<ref>Paul Wigand: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens, Vierter Band, 1831, S. 78</ref>
- Gisle von Luthardessen wurde Äbtissin im Kloster Gehrden.
- Verwandtschaftliche Verbindungen gab es zu den Häusern Hanstein<ref>Carl Philipp Emil von Hanstein: Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein, 2007, S. 462</ref> und Hardenberg.<ref>Johann Wolf: Geschichte des Geschlechts von Hardenberg, I. Theil mit 132 Urkunden, 1823, S. 115</ref>
- Nikolaus von Leuthorst, Amtsvogt in Lindau (1549–1579)<ref>Bernhard Opfermann: Gestalten des Eichsfeldes, St. Benno-Verlag Leipzig und Verlag F.W. Cordier, Heiligenstadt 1968</ref>
- Mit Friedrich Heinrich von Leuthorst starb das Geschlecht am 30. März 1714 aus.
Wappen
Das Wappen (nach einem Siegel des Claus von Leuthorst von 1565) zeigt zwei schrägrechte wolkige roten Balken. Auf dem Helm ein hoher gekrempelter Hut, oben mit Pfauen- oder Straußenfedern besteckt.
„In der Heraldik der Familie zeigen sich viele Varietäten. Oft ist der untere Schrägbalken einfach geradlinig, mitunter hat der Schild nur zwei schlichte Schrägbalken und der Helm trägt drei Straußenfedern.“<ref>George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt, J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 6. Abteilung; Ausgestorbener Preussischer Adel: Provinz Sachsen, 1884, S. 98, Tafel 62</ref><ref>Otto Titan von Hefner: Handbuch der theoretischen und praktischen Heraldik, Erster Theil, 1861, S. 89</ref>
Literatur
- Georg Max: Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen, Zweiter Theil, 1863, S. 332–334 und 368–370
- Theodor von Steinmetz: Ankunfft und Fortsetzung der wohlgebornen Häuser der löblichen Ritterschaft im Land des Eichsfeldes. Göttingen, 1711, S. 80–85
Weblinks
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Einzelnachweise
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