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Hermann von Soden

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Datei:Hermann von Soden.jpg
Hermann von Soden

Hans Karl Hermann Freiherr von Soden (* 16. August 1852 in Cincinnati, Ohio; † 15. Januar 1914 in Berlin) war ein deutscher evangelischer Theologe. Seine Katalogisierung der neutestamentlichen Handschriften war einflussreich für die Erforschung der Textgeschichte des Neuen Testaments; außerdem war er der Herausgeber einer bedeutenden textkritischen Ausgabe des griechischen Neuen Testaments.

Leben

Hermann von Soden entstammte dem Adelsgeschlecht von Soden. Er war der zweitälteste Sohn des aus Stuttgart stammenden Juristen Theodor Freiherr von Soden (1825–1913), der Anfang der 1850er Jahre in Cincinnati als Lehrer tätig gewesen und 1856 mit seiner Familie nach Esslingen am Neckar zurückgekehrt war. Seine Mutter war die Lehrerin Clementine Camerer (1826–1893).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0

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}}</ref> Die 1858 in Esslingen geborene Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Eugenie von Soden war seine jüngere Schwester.

Er studierte an der Universität Tübingen, wo er Mitglied der Verbindung Normannia wurde. 1881/82 war er Pfarrer in Striesen, 1882 bis 1886 Archidiakonus an St. Jacobi in Chemnitz. Ab 1887 wirkte er als erster Pastor an der Jerusalemkirche in Berlin. Zwei Jahre später lehrte von Soden als Privatdozent für das Neue Testament an der Berliner Universität. Im September 1893 wurde er dort zum außerordentlichen Professor und 1913 zum ordentlichen Professor ernannt.

Äußerst großzügige finanzielle Unterstützung erhielt er in den folgenden Jahren durch Elise König, die unter seinem Einfluss vom Judentum zum Christentum übergetreten war.<ref name="books-JSftAAAAMAAJ-">Ernst Weidner: Archiv für Orientforschung.Bd. 44, Teil 1, 1998, S. 588 ({{#if: JSftAAAAMAAJ | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: JSftAAAAMAAJ ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA|&pg=}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: JSftAAAAMAAJ |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=JSftAAAAMAAJ |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}).</ref> Durch diese Förderung war es von Soden zusammen mit Hans Lietzmann möglich, viele Mitarbeiter in Bibliotheken zu schicken und durch deren Vorarbeiten das Neue Testament mit seiner Entwicklungsgeschichte in vielen Lesarten umfassend darzustellen. Die Ergebnisse mündeten in der umfangreichen Publikation Die Schriften des Neuen Testaments in ihrer ältesten erreichbaren Textgestalt hergestellt auf Grund ihrer Textgeschichte. Seine Ausgabe des griechischen Neuen Testaments „hat auf die Handausgaben des 20. Jahrhunderts die stärksten Auswirkungen gehabt“.<ref>Kurt Aland, Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Stuttgart 1982, S. 37.</ref> Allerdings war das von ihm eingeführte Sigelsystem sehr kompliziert in der Handhabung.<ref>Kurt Aland, Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Stuttgart 1982, S. 50.</ref>

Neben seiner wissenschaftlichen Aufgabe widmete von Soden sich ehrenamtlich der Sozialarbeit: Er war Vorsitzender des Berliner Vereins zum Schutz der Kinder vor Ausnutzung und Mißhandlung, eines regionalen Vorläufers des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) sowie des Deutschen Jung-Helfer-Bundes.<ref>Ida von Klockow: Deutscher Jung-Helfer-Bund e. V. In: Die deutschen Jugendpflegeverbände: ihre Ziele, Geschichte und Organisation; ein Handbuch im Auftrage der Zentralstelle für Volkswohlfahrt. Heymann, 1918, S. 348.</ref>

Datei:Berlin, Kreuzberg, Zossener Strasse, Friedhof II Jerusalems- und Neue Kirche, Grab Hermann von Soden.jpg
Das Grab von Hermann von Soden

Als Kirchentheoretiker entwickelte von Soden die Ideen von Emil Sulze weiter, forderte aber ebenso eine Reform der parochialen Strukturen gerade von großstädtischen Gemeinden.

Im Alter von 62 Jahren starb Hermann von Soden am 15. Januar 1914 in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof II der Jerusalems- und Neuen Kirche in Berlin-Kreuzberg.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 235.</ref> Er ruht dort neben seiner Gattin Gabriele, geb. von Schaedtler (1852–1925).

Sein Sohn Hans von Soden war ein bedeutender Kirchenhistoriker, und der Altorientalist Wolfram von Soden war sein Enkel.

Veröffentlichungen

  • Die Schriften des Neuen Testaments in ihrer ältesten erreichbaren Textgestalt hergestellt auf Grund ihrer Textgeschichte. 4 Bände, Berlin 1902–1913.
  • Palästina und seine Geschichte, sechs volkstümliche Vorträge, Leipzig 1899. 3., verbesserte Aufl. 1911.
  • Die Briefe an die Kolosser, Epheser, Philemon; die Pastoralbriefe, 2. verbesserte und vermehrte Aufl. bearbeitet von H. von Soden. Freiburg i. Br. 1893.
  • Die wichtigsten Fragen im Leben Jesu, Ferienkurs-Vorträge Berlin 1904, 2. verb. Aufl., Berlin 1909.
  • Hebräerbrief, Briefe des Petrus, Jakobus, Judas, 3. verbesserte und vermehrte Aufl., Freiburg i. Br. 1899.
  • Hat Jesus gelebt? aus den geschichtlichen Urkunden beantwortet von Hermann von Soden, Berlin 1910.
  • Urchristliche Literaturgeschichte, die Schriften des Neuen Testaments, Berlin 1905.

Literatur

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:722-727|, Sp. {{#iferror:{{#expr:722-727}}|722-727|{{#expr:1*722-727*0}}–{{#expr:-(0*722-727*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070609085725/http://www.bautz.de/bbkl/s/soden_he.shtml%7C}}.{{#if: 10 | |{{#ifeq:||}}}}

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1893, S. 880f

Weblinks

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Einzelnachweise

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