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Hermann Lodemann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:1911 circa Sitzung des Magistrats der Stadt Linden mit Hermann Lodemann; Archiv Historisches Museum Hannover.jpg
Hermann Lodemann (hinten Mitte stehend) während einer Sitzung des Magistrats der Stadt Linden;
um 1911; Historisches Museum Hannover

Hermann Georg August Lodemann (geboren 4. Dezember 1869 in Hannover; gestorben 25. Dezember 1944 in Coppenbrügge) war ein deutscher Jurist, Bürgermeister der Stadt Linden, Dezernent der Stadt Hannover und Autor.<ref name="SLH">Klaus Mlynek: Lodemann, Hermann. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 414.</ref>

Leben

Hermann Lodemann war der Sohn des Kronanwaltes und Geheimen Regierungsrates Adolf Lodemann.<ref name="SLH" />

Nach seinem Abitur am Lyzeum I (dem späteren Ratsgymnasium) studierte Hermann Lodemann Rechtswissenschaft und Staatswissenschaft an den Universitäten in Tübingen, Leipzig, Universität Göttingen und Berlin. 1893 legte er seine Referendariatsprüfung ab, 1897 die große juristische Staatsprüfung.<ref name="SLH" />

Datei:Anonymer Fotograf PC 0661 Hannover-Linden Badenstedterstrasse, Bildseite.jpg
Blick in die Badenstedter Straße um 1905; ganz links das 1905 von dem Architekten Georg Fröhlich als Dienstwohnhaus für Bürgermeister Lodemann errichtete Gebäude
Ansichtskarte, anonymer Fotograf, um 1905
Datei:Badenstedter Straße 12 Hannover-Linden Dienstwohnung für Bürgermeister Hermann Lodemann Architekt Georg Fröhlich 1905.jpg
Die instandgesetzte und heute denkmalgeschützteDienstwohnung“ in der Badenstedter Straße 12

Zum 11. Mai 1898 wurde Lodemann in Linden,<ref name="SLH" /> einer seinerzeit noch selbständigen Industriestadt vor Hannover,<ref>Klaus Mlynek: Linden. In: Stadtlexikon Hannover, S. 406ff.</ref> zum Stadtsyndikus gewählt und nur wenige Jahre später am 9. März 1901 zum Bürgermeister in der Nachfolge von Karl Lichtenberg<ref name="SLH" /> (* 29. April 1862, Bruder von Georg Lichtenberg).<ref>Klaus Mlynek: Lichtenberg, Georg. In: Stadtlexikon Hannover, S. 402f.</ref> Um 1905 bezog Lodemann seine durch den Lindener Stadtbaumeister Georg Fröhlich errichtete Dienstwohnung<ref>Helmut Knocke: Fröhlich, (1) Georg, in: Stadtlexikon Hannover, S. 196f.</ref> in der Badenstedter Straße 12; das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.<ref>Linden-Mitte in Anlage Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand: 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalpflege, S. 22f. in: Hans-Herbert Möller (Hrsg.), Wolfgang Neß (Bearb.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, [Bd.] 10.2; Braunschweig/Wiesbaden: Friedr. Vieweg und Sohn, 1985, ISBN 3-528-06208-8</ref>

Am 16. Juli 1909 wurde Hermann Lodemann der Titel des „Oberbürgermeisters“ der Stadt Linden verliehen. Doch schon zuvor war Lodemann 1904 in den Provinziallandtag der Provinz Hannover gewählt worden und übte dieses Amt parallel zu seinen Bürgermeister-Pflichten bis zum 1. September 1919 aus.<ref name="SLH" /> Nachrücker im Landtag wurde Joseph Hartleib.

Während der Amtszeit Lodemanns als Bürgermeister von Linden wurden

Nachdem die Stadt Linden zum 1. Januar 1920 in das Stadtgebiet von Hannover eingemeindet worden war, wechselte Hermann Lodemann – unter Beibehaltung seines Titels als „Oberbürgermeister“ – in den hannoverschen Magistrat über und nahm dort die Aufgaben des Dezernenten für Personal- und Grundstückssachen wahr. Dieses Amt übte er über das Ende der Weimarer Republik hinaus aus; erst nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wurde er zum 31. Dezember 1933 in den Ruhestand versetzt.<ref name="SLH" />

Als Pensionär veröffentlichte er 1939 seine Erinnerungen „Im Dienste der Stadt Linden ...“ (siehe Werke), die heute eine wertvolle historische Quelle zur Geschichte des Stadtbezirks Linden-Limmer darstellen.<ref name="SLH" />

Hermann Georg August Lodemann starb kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sein Grabmal findet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde.<ref name="SLH" />

Werke

  • Hermann Lodemann: Im Dienst der Stadt Linden 1898 bis 1920, Berlin, 1939

Ehrungen

Gleich zweimal wurde Hermann Lodemann posthum durch die Stadt Hannover geehrt:

  • Die 1963 erbaute Lodemannbrücke über die Ihme zwischen Linden-Süd und der Calenberger Neustadt wurde nach dem „Oberbürgermeister“ benannt.<ref>Helmut Zimmermann: Lodemannbrücke. In: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 162</ref>
  • Der 1963 angelegte Weg zur Lodemannbrücke ehrt seit seiner offiziellen Namensgebung 1970 den Autor „im Dienste Lindens“<ref>Helmut Zimmermann: Lodemannweg. In: Die Straßennamen ..., S. 163</ref>

Literatur

  • Beatrix Herlemann, Helga Schatz: Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919–1945 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Band 222). Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2004, ISBN 3-7752-6022-6, S. 221.
  • Klaus Mlynek: LODEMANN, Hermann. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 236f.

Weblinks

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Einzelnachweise

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