Hermann Hans Wetzler
Hermann Hans Wetzler [<templatestyles src="IPA/styles.css" />
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}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}] (* 8. September 1870 in Frankfurt am Main; † 29. Mai 1943 in New York) war ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Musiker (Bratschist, Organist und Pianist) mit deutsch-böhmischen Wurzeln.
Von 1897 bis 1901 war er Associate Organist an der Trinity Church in Manhattan. Bestens in der New Yorker Oberschicht vernetzt, organisierte er um die Jahrhundertwende die Wetzler Orchestral Concerts. In Deutschland hatte er ab 1904 mehrere Kapellmeisterposten inne, wobei Halle (1913–1915) sein Sprungbrett nach Lübeck (1915–1919) war. Gemeinsam mit seinem Widersacher Otto Klemperer wirkte er zuletzt in Köln (1919–1923). Nach einer kurzen Schaffensphase in der Schweiz kehrte der jüdischstämmige Wetzler aus Furcht vor dem Nationalsozialismus 1940 in die USA zurück. Als Komponist gilt er der Postromantik zugehörig. Zu seinem Œuvre gehören 20 Werke mit Opuszahl, darunter eine Oper.
Wetzler war Vorbild für die Romanfigur Wendell Kretzschmar in Thomas Manns Doktor Faustus (1947).
Leben
Hermann Hans Wetzler wurde 1870 als Sohn von Charles Wetzler und dessen Frau Anna, geb. Rothschild, in Frankfurt am Main geboren.<ref name="Aerni18">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 18.</ref> Wenig später zog die jüdische Familie nach Chicago, Illinois, wo Hermann mit seiner 1874 geborenen Schwester Minna zunächst aufwuchs.<ref name="Aerni18" /> Sein Vater war in den 1840er Jahren aus Böhmen in die USA ausgewandert.<ref name="Jahrbuch173">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 173.</ref>
Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Wetzler wohl von seiner Mutter, einer ausgebildeten Pianistin.<ref name="Aerni18" /> Da diese aber früh verstarb, lebte er mit seiner Schwester zwischenzeitlich bei der Chicagoer Tante Charlotte Rudolpg-Wetzler.<ref name="Aerni18" /> 1881 verzog die Familie Wetzler nach Cincinnati, Ohio.<ref name="Aerni19">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 19.</ref> Musikalisch wurde er von Charles Baetens (Theorie) und Simon E. Jacobsohn (Violine) unterwiesen.<ref name="Aerni19" /> Den ersten öffentlichen Auftritt (Klavier und Violine) hatten die als „Wunderkinder“ gehandelten Wetzlers 1881 in Cincinnati.<ref name="Aerni19" /> 1883 spielten sie erfolgreich den Sängerinnen Adelina Patti<ref name="Aerni19" /> und Marcella Sembrich<ref name="Aerni21">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 21.</ref> vor. Am Cincinnati Conservatory of Music waren die Wetzlers Klavierschüler von George Magrath.<ref name="Aerni21" /> 1884 zog die Familie nach New York City, wo die musikalische Ausbildung Edmund Neupert (Klavier) und Sam Franko (Violine) übernahmen.<ref name="Aerni21" />
Der Vater, mittlerweile mit einer deutschen Köchin verheiratet, arrangierte ein Vorspiel bei Clara Schumann in Frankfurt am Main.<ref name="Aerni21" /> Beide Kinder konnten daraufhin 1885 am dortigen Dr. Hoch’schen Konservatorium ein Musikstudium aufnehmen.<ref name="Aerni21" /> Zu seinen Lehrern gehörten u. a. Marie Schumann und Lazzaro Uzielli (Klavier), Heinrich Gelhaar (Orgel), Hugo Heermann (Violine) sowie Bernhard Scholz, Arthur Egidi und Iwan Knorr (Komposition und Kontrapunkt).<ref name="Aerni22">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 22.</ref> Weiterhin erhielt er privaten Kompositionsunterricht bei Engelbert Humperdinck.<ref name="Aerni22" /> Die Schwester Minna wurde von Eugenie Schumann unterrichtet.<ref name="Aerni23">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 23.</ref> Zu seinem engen Freundeskreis am Konservatorium gehörten Hans Pfitzner und Paul Nikolaus Cossmann.<ref name="Jahrbuch173"/> In Frankfurt verkehrte Wetzler mit bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit wie Hans Thoma, Henry Thode und Daniela Thode.<ref name="Aerni24f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 24f.</ref> In diesem „gesellschaftlichen und geitigen Umfeld mit nationalistischer Kunstauffassung“ traf er auch seine Frau Lini Dienstbach und seinen späteren Schwager Carl Dienstbach.<ref name="Aerni24f" /> Ein Theaterengagement in Deutschland blieb aus.<ref name="Jahrbuch174">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 174.</ref>
1892 kehrte er in die USA zurück und erhielt sein erstes Engagement als Bratschist in der New York Symphony Society von Walter Damrosch.<ref name="Aerni32">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 32.</ref> In New York schloss er Kontakte mit Anton Seidl und William Steinway.<ref name="Aerni33">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 33.</ref> 1893 wurde er Organist an der Church of the Holy Communion.<ref name="Aerni34">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 34.</ref> Im Zuge seiner Verlobung mit Lini Dienstbach ließ er sich evangelisch taufen.<ref name="Aerni35">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 35.</ref> Von 1897 bis 1901 war er Associate Organist an der Trinity Church.<ref name="Aerni37">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 37.</ref> Darüber hinaus war er u. a. auch an der St. Agnes Chapel und der All Angels’ Church tätig.<ref name="Aerni38">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 38.</ref> Von 1901 bis 1903 arbeitete er als Organist und Musical Director an der Collegiate Church.<ref name="Aerni38" /> In Lieder- und Kammermusikabenden trat er in New York als Pianist auf; er begleitete Sänger wie David Bispham, Lillian Nordica und Anton van Rooy.<ref name="Aerni41">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 41.</ref> Auch war er bei der Musical Art Society of New York zu Gast.<ref name="Aerni43">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 43.</ref> Sein besonderes Interesse galt der Musik des Barockkomponisten Johann Sebastian Bach.<ref name="Aerni42">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 42.</ref>
1897 trat er mit einem Studentenorchester der Columbia University als Dirigent in Erscheinung.<ref name="Aerni44">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 44.</ref> Die größte Wirkung entfaltete allerdings sein Auftritt mit ca. 30 Musikern in der Mendelssohn Hall.<ref name="Aerni44"/> Er konnte auf „zahlungskräftige Geldgeber“ setzen.<ref name="Aerni45">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 45.</ref> Um 1898/99 trat zum ersten Mal der Name Wetzler Orchestra an die Öffentlichkeit.<ref name="Aerni46">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 46.</ref> Der Tod seiner Schwester und ihrer Familie beim Untergang des Passagierschiffs La Bourgogne bei Überfahrt von New York nach Le Havre aber und die schwierigen Arbeitsbedingungen in New York beendeten vorerst sein Musikprojekt.<ref name="Aerni46f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 46f.</ref>
Auf Empfehlung des Theaterintendanten Georg Graf von Hülsen-Haeseler absolvierte Wetzler im Sommer 1901 ein Volontariat am Königlichen Hoftheater in Wiesbaden.<ref name="Aerni48f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 48f.</ref> In New York machte sich unterdessen der ehemalige Marineminister und Millionär William Collins Whitney für Wetzlers Orchesterprojekt stark.<ref name="Aerni48f"/> Wetzler dirigierte zwischen 1902 und 1904 unter dem Namen Wetzler Orchestral Concerts mehrere Konzerte in der Carnegie Hall.<ref name="Jahrbuch174"/> Zu den namhaften Förderern gehörten u. a. J. P. Morgan, Henry William Poor, George Washington Vanderbilt II und Stanford White.<ref name="Aerni50f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 50f.</ref> Die Organisation des Orchesters im engeren Sinne übernahm Rawlins Lowndes Cottenet.<ref name="Aerni50f"/> Eng arbeitete Wetzler bei seinen Konzerten mit der Firma Steinway & Sons zusammen.<ref name="Aerni65">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 65.</ref> Der deutsche Dirigent und Komponist Richard Strauss gab 1904 sein US-Debüt mit dem Orchester und brachte hier seine „Sinfonia domestica“ zu Uraufführung.<ref name="Aerni54f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 54f.</ref> Viele der deutschen Orchestermusiker hatten wegen eines notwendigen Zweitjobs schwankende Leistungen.<ref name="Aerni60">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 60.</ref> Mit dem Tod William Collins Whitneys 1904 wurde „dem ohnehin unprofitablen Unternehmen die finanzielle Basis entzogen“.<ref name="Aerni65"/>
Erneut orientierte sich Wetzler nach Deutschland.<ref name="Aerni66f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 66f.</ref> Nachdem ein Studienaufenthalt in Wien nicht zustande gekommen war, ging er zu Gustav Brecher an das Hamburger Stadttheater, wo er mit Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ seine erste Oper dirigierte.<ref name="Aerni66f"/> Beide Dirigenten hatten einen „stark ausgeprägten analytischen Zugang zu den Partituren“ gemein.<ref name="Aerni66f"/> Gastdirigate führten ihn zum Berliner Philharmonischen Orchester (1906)<ref name="Aerni69">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 69.</ref> und an die Hofoper St. Petersburg (1908).<ref name="Aerni72">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 72.</ref> Bis die Wetzlers in Hamburg-Rotherbaum eine Mietwohnung fanden, wohnten sie im Luxushotel Hamburger Hof am Jungfernsteg.<ref name="Aerni71">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 71.</ref> Linis Absicht, Schauspielerin zu werden, stieß bei Hermann auf Ablehnung.<ref name="Aerni71"/> Dennoch nahm sie nach Schauspielunterricht in Hamburg ein Engagement in Köln an, wo sie trotz gemeinsamer Sommerurlaube fortan lebte.<ref name="Aerni71"/> Finanziell gefördert wurde Wetzler während seiner Hamburger Jahre durch Henry Ammon James.<ref name="Aerni72"/>
In der Spielzeit 1908/09 wechselte er an das Stadttheater Elberfeld in der preußischen Rheinprovinz.<ref name="Aerni72"/> Für ihren Mann gab Lini 1909 wehmütig ihre Schauspielkarriere auf.<ref name="Aerni74">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 74.</ref> Sie zogen nach Riga, wo Wetzler Kapellmeister am Deutschen Stadttheater wurde.<ref name="Aerni74"/> Gastspiele führten ihn nach St. Petersburg, Berlin und München.<ref>Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 80, 83.</ref> Zuletzt wohnten die Wetzlers im Haus von Robert von Buengner.<ref name="Aerni83">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 83.</ref> Das Paar freute sich, das für sie fremde Baltikum 1913 verlassen zu können.<ref name="Aerni86">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 86.</ref>
Auf Empfehlung von Clemens von Franckenstein erhielt er eine Kapellmeisterstelle am Stadttheater Halle.<ref name="Aerni86"/> Dort war ihm Direktor Max Richards anfangs wohlgesonnen.<ref name="Aerni86"/> Wetzler dirigierte hier 1914 die erste Aufführung von Richard Wagners „Parsifal“ außerhalb Bayreuths.<ref name="Aerni86"/> Außerdem übernahm er in Halle die Erstaufführung von Christoph Willibald Glucks „Orpheus“ in der Neuübersetzung von Hermann Abert.<ref name="Aerni86"/> Später wurde das Werk auch erfolgreich im Goethe-Theater in Bad Lauchstädt aufgeführt.<ref name="Aerni87">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 87.</ref> Während des Ersten Weltkriegs fiel er in Halle durch „Improvisationskünste“ auf.<ref name="Aerni92">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 92.</ref> Heinrich Aerni (2015) bezeichnete Wetzlers „Hallenser Zeit als seine bisher erfolgreichste“ – sie diente ihm als Sprungbrett.<ref name="Aerni93f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 93f.</ref>
In der Nachfolge von Wilhelm Furtwängler wurde er 1915 am Stadt-Theater Lübeck als Erster Kapellmeister verpflichtet.<ref name="Aerni94">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 94.</ref> Wetzler konnte „in Lübeck, den Namen als vielseitiger Kapellmeister, den er sich in Halle bereits erworben hatte, weiter“ ausbauen.<ref name="Aerni95">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 95.</ref> Engagiert dirigierte er Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Giuseppe Verdi.<ref name="Aerni95"/> 1916 erholte er sich im Sanatorium in Königstein im Taunus des Psychiaters Oskar Kohnstamm, wo er zum ersten Mal auf Otto Klemperer traf.<ref name="Aerni96f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 96f.</ref> Engen Kontakt pflegte Wetzler mit Arthur und Amélie Nikisch, wobei ihn letztere zum Komponieren anhielt.<ref name="Aerni96f"/> Das „Zentrum seines sozialen Netzes“ war die Familie von Siegfried Buchenau.<ref name="Aerni116">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 116.</ref> Gastauftritte als Dirigent hatte Wetzler 1919 am Hoftheater Dessau, wo ihm zu seinem Bedauern Hans Knappertsbusch als Kapellmeister vorgezogen wurde.<ref name="Aerni111">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 111.</ref>
Entsprechend war seine erfolgreiche Bewerbung in Köln 1919 eine Art „Befreiungsschlag“.<ref name="Aerni112">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 112.</ref> Gemeinsam mit Otto Klemperer fungierte er dort als erster Kapellmeister.<ref name="Aerni114">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 114.</ref> Beide aber galten als gegensätzliche Charaktere und Klemperer sah in Wetzler „eine Bedrohung“.<ref name="Aerni114"/> Wetzler verkehrte in Köln in Zentrums-Kreisen um die Familie Bachem.<ref name="Aerni116"/> Nachdem der Vertrag zum Ende der Spielzeit 1922/23 nicht mehr verlängert worden war, lebte er als freischaffender Komponist und Dirigent in Köln.<ref name="Aerni125f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 125f.</ref> Wetzler schrieb ab 1917 größere Werke für Orchester und schließlich auch die Oper „Die baskische Venus“ auf ein Libretto seiner Frau.<ref name="Aerni130">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 130.</ref> Nach dem Skiunfall von Lini Wetzler 1930 und seiner Affäre mit der Frau des Bankiers Eduard August Heinrich von Nicolai lösten die Wetzlers 1931 ihre gemeinsame Wohnung in Köln auf.<ref name="Aerni144f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 144f.</ref>
Wetzler verzog nun in die Italienische Schweiz, wo er in der „Villa dei Fiori“ der Eltern der besagten Bankiersgattin Anneliese von Nicolai in Brissago im Kanton Tessin aufgenommen wurde.<ref name="Aerni144f"/> Alleine machte er sich 1932 nach Basel auf.<ref name="Aerni144f"/> An der dortigen Universität hielt er Vorträge.<ref name="Aerni144f"/> In Wiesbaden besuchte er im gleichen Jahr Meisterkurse der Pianisten Karl Leimer und Walter Gieseking.<ref name="Aerni144f"/> Mehrmals begegnete er in der Schweiz dem deutschen Exilanten und Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann,<ref name="Aerni146ff">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 146ff.</ref> den er bereits aus Sylt 1927 kannte.<ref name="Jahrbuch196">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 196.</ref> 1934/35 stand er im Briefkontakt mit dem Schriftsteller.<ref name="Jahrbuch196"/> Wetzler wurde zur Vorlage für Manns spätere Romanfigur Wendell Kretzschmar in Doktor Faustus (1947).<ref name="Jahrbuch197">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 197.</ref> Auf eigenen Wunsch hin trat Wetzler 1934 dem „Berufsstand Deutscher Komponisten“ der Reichsmusikkammer bei.<ref name="Aerni150">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 150.</ref> Trotz seiner Bemühungen wurde am 26. März 1934 vorerst das letzte Mal ein Werk von ihm in Deutschland aufgeführt.<ref name="Aerni150"/> 1935 erhielt er wegen seiner jüdischen Herkunft Aufführungsverbot.<ref>Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 181.</ref> Mit seiner Schweizer Lebensgefährtin Doris Oehmigen lebte er ab 1935 in Ascona im Kanton Tessin, wo sie sich am Monte Verità ein Haus bauten.<ref name="Aerni149">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 149.</ref> Beruflich betätigte er sich weiterhin als Pianist und Komponist.<ref name="Aerni152f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 152f.</ref> Eine berufliche Perspektive suchend, hielt er sich längere Zeit in England und den USA auf.<ref name="Aerni151">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 151.</ref> Dortige Begegnungen mit Neuer Musik missfielen ihm.<ref name="Aerni153f">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 153f.</ref> Aus Sorge um eine deutsche Besetzung der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs verließ er seine Wahlheimat im Mai 1940.<ref name="Aerni155">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 155.</ref>
Über Genua reiste er im Juni 1940 in die USA aus.<ref name="Aerni155"/> Er ließ sich am Central Park in New York nieder.<ref name="Aerni155"/> Vereinzelt gab Wetzler Klavierstunden und hielt Vorlesungen.<ref name="Aerni156">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 156.</ref> Wetzler war „so sehr von der deutschen Musikkultur geprägt“,<ref name="Aerni159">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 159.</ref> dass er sich mittlerweile „fremd im eigenen Land“ fühlte.<ref>Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 182.</ref> So lehnte er auch die Musikgattung Jazz ab.<ref name="Aerni159"/> Im Frühjahr 1943 starb er 72-jährig in seiner New Yorker Zwei-Zimmer-Wohnung.<ref name="Aerni160">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 160.</ref> Wetzler war ab 1896 mit der wohlhabenden Gerberstochter<ref name="Aerni35"/> Lini Dienstbach (1876–1933) verheiratet, die er in Usingen in Hessen-Nassau ehelichte; das Paar blieb kinderlos.<ref name="Aerni40">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 40.</ref>
Sein Nachlass wurde in einem Ferienhaus im Appenzellerland entdeckt und befindet sich seit 2006 in der Zentralbibliothek Zürich.<ref name="Jahrbuch172"/> Er enthält neben Musikautographen und Schriften rund 10.000 Briefe, 6000 Rezensionen und Photographien.<ref name="Jahrbuch172">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 172.</ref>
Zu Wetzlers wenigen Privatschülern gehörten Justine Ward (in New York) und Kurt Overhoff (in Köln).<ref name="Jahrbuch190">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 190.</ref>
Bedeutung
Sein wichtigster Bezugspunkt als Dirigent war Hans von Bülow.<ref name="Aerni172">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 172.</ref> Weiterhin hatten ihn Hermann Levi, Felix Mottl, Karl Muck und Hans Richter beeinflusst.<ref name="Aerni172"/> Wie auch Sergei Kussewizki und Ossip Gabrilowitsch kam er infolge seiner Orchestergründung vergleichsweise spät zum Dirigieren.<ref name="Aerni176">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 176.</ref> Er galt als kraftaufwändig und ungestüm.<ref name="Aerni189">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 189.</ref>
Der Komponist Hermann Wetzler ist der Postromantik zuzuordnen.<ref>Vorlage:Grove Music Online</ref> In Riemanns Musiklexikon (1929) wurde er als „einer der nachstraußschen ‚Virtuosen‘ der Orchester-Komposition von funkelnder Eleganz der Fraktur und frischer Musikalität“ beschrieben.<ref>Hugo Riemann: Musiklexikon. Bearbeitet von Alfred Einstein. 11. Auflage, M. Hesse, Berlin 1929.</ref> Wetzler hatte einen Hang für „symphonische Programmusik“, weswegen er bereits zu Lebzeiten als ein Nachfolger von Richard Wagner, Franz Liszt und Richard Strauss gegolten hatte.<ref name="MGG"/> Bisweilen wurde seiner Musik eine „gewisse Rückwärtsgewandtheit“ attestiert.<ref name="MGG">Vorlage:MGG2</ref> Als wenig förderlich für die Rezeption seiner Werke erwies sich seine Internationalität und in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus seine jüdische Herkunft.<ref name="MGG"/>
Von seinen frühen Werken herauszuheben sind das kirchenlastige<ref name="Aerni200">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 200.</ref> Engelskonzert für Orchester (1895) und die in Liedtradition<ref name="Aerni204">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 204.</ref> stehende Fairye Queene op. 1 (1896), die beide während seiner ersten Station in den USA entstanden sind.<ref name="Aerni192">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 192.</ref> Hier war er noch auf der „Suche nach musikalischen Mitteln“.<ref name="Aerni192"/> Weiterhin bearbeitete er einzelne Bach-Werke, etwa instrumentierte er die Orgelsonate Es-Dur BWV 525 (1900),<ref name="Aerni192"/> welche in Recitals Gehör fand.<ref name="Aerni200"/>
Ab 1917 wurde sein Schaffen „künstlerisch und wirtschaftlich zur existenziellen Tätigkeit“.<ref name="Aerni192"/> So komponierte er Visionen. Sechs symphonische Sätze für Orchester op. 12 (1923) und Assisi. Legende für Orchester op. 13 (1924).<ref name="Jahrbuch175f">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 175f.</ref> Für Heinrich Aerni (2014) handelt es sich um „programmatisch angelegte Musik, tonal gehalten, in Harmonik und Klanglichkeit, stilistisch leichtfüßig zwischen deutscher französischer Symphonik.“<ref name="Jahrbuch175f"/> Geschätzt wurde Wetzler für seine „Instrumentationskunst“.<ref name="Jahrbuch175f"/> 1925 gewann er mit Assisi schließlich den Kompositionswettbewerb der Chicago North Shore Festival Association.<ref name="Jahrbuch175f"/> Sein Opus magnum sollte die Oper Baskische Venus (1928) werden.<ref name="Aerni225">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 225.</ref> Sie wurde nach Eva Martina Hanke (2007) „positiv aufgenommen, konnte sich aber auf Dauer nicht etablieren“.<ref name="MGG"/> Entgegenhalten kann man dem Werk seine „klangschwere Musik und die romantisierende Handlung“, wie Heinrich Aerni konstatierte.<ref name="Jahrbuch178">Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197, hier: S. 178.</ref>
Isoliert in der Schweiz, widmete sich Wetzler immer mehr geistlichen Motiven, die an seinen früheren Kirchendienst erinnern.<ref name="Aerni192"/> Am Lebensende war er um den „Anschluss an die Strömungen der Zeit“ bemüht.<ref name="Aerni192"/> So arbeitete er mit dem ihm freundschaftlich verbundenen Paul Hindemith zusammen.<ref name="Aerni250">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 250.</ref> Bei seinem letzten Werk, American Rhapsody (1943), hatte er „moderne synkopierte Rhythmen, zu Fugen verarbeitet“<ref name="Aerni159"/> und Anklänge an Filmmusik hörbar gemacht.<ref name="Aerni252">Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Kassel 2015, S. 252.</ref>
Werke (Auswahl)
Bühnenmusik
- Musik zu Shakespeares „Wie es euch gefällt“ (1916), op. 7; UA: Lübeck 1917 (Stadttheater)
- Die baskische Venus. Oper in fünf Bildern. Text: Lini Wetzler nach Prosper Mérimée (1928), op. 14 (Digitalisate: Text und Klavierauszug); UA: Leipzig 1928 (Neues Theater)
- Magnificat (1936), op. 16; UA: Salzburg 1937 (Wiener Sängerknaben)
- Nunc dimittis (1939), op. 20; UA: Basel 1940 (Basler Liedertafel)
Orchestermusik
- Engelskonzert. Tondichtung nach einem Gemälde von Hans Thoma (1895); UA: New York 1895
- Symphonische Phantasie (1922), op. 10; UA: Köln 1922 (Gürzenich-Orchester)
- Visionen. Sechs Symphonische Sätze für Orchester (1923), op. 12; UA: Köln 1923 (Gürzenich-Orchester)
- Assisi. Legende für Orchester (1924), op. 13; UA: Chicago 1925 (Chicago Symphony Orchestra)
- Symphonie Concertante für Solo-Violine und Orchester (1932), op. 15; UA: Berlin 1932 (Orchester der Funk-Stunde Berlin mit Gustav Havemann)
- American Rhapsody (1943)
Kammermusik
- String Quartet in c-minor (1938), op. 18; UA: Philadelphia 1941 (Curtis String Quartet)
Vokalmusik
- The Fairye Queens. An Ancient English Ballad (1896), op. 1. Aus: Thomas Percys Reliques of Ancient English Poetry
- Fünf deutsche Lieder (1902), op. 2
- Four Scottish Ballads (1902), op. 3. Text: Robert Burns
- Zwölf Kinderlieder (1902), op. 4
- Two German Volkslieder (1904), op. 5
- Fünf Lieder (1905/07), op. 6
- Fünf Gedichte von Robert Burns (1905/09/10/17), o. 8. Text: Robert Burns (Übersetzung von Lini Wetzler u. a.)
- Zwei Gedichte von Michelangelo (1914/15), op. 9. Text: Michelangelo (Übersetzung von Henry Thode)
- Fünf Lieder (1917/18/19/21), op. 11; UA: Karlsruhe 1919
- Vier schottische Duette (1936), op. 17. Text: Robert Burns; UA: Radio Beromünster 1936
Schriften
- Wege zur Musik. Niehans, Zürich 1938 (Digitalisat).
Literatur
- Heinrich Aerni: Thomas Mann und Hermann Hans Wetzler: Neue Quellen zum deutsch-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Hermann Hans Wetzler (1870–1943) als Modell für Wendell Kretzschmar in "Doktor Faustus". In: Thomas Mann Jahrbuch 27 (2014), S. 171–197.
- Heinrich Aerni: Zwischen USA und Deutschem Reich. Hermann Hans Wetzler (1870–1943). Dirigent und Komponist (= Schweizer Beiträge zur Musikforschung. Bd. 22). Bärenreiter, Kassel 2015, ISBN 978-3-7618-2358-3.
- Hermann Abert (Hrsg.): Illustriertes Musik-Lexikon. J. Engelhorns Nachf., Stuttgart 1927.
- Winton James Baltzell: Dictionary Of Musicians. Containing Concise Biographical Sketches of Musicians of the Past and Present, with the Pronunciation of Foreign Names. Überarbeitete Auflage, Oliver Ditson Co., Boston 1914, S. 266.
- Vorlage:Grove Music Online
- Vorlage:MGG2
- Isaac Landman (Hrsg.): The Universal Jewish Encyclopedia. Band 10: Spicebox–Zweig. Universal Jewish Encyclopedia, New York 1948.
- Erich H. Müller (Hrsg.): Deutsches Musiker-Lexikon. W. Limpert-Verlag, Dresden 1929.
- Claire Raphael Reis: Composers in America. Biographical Sketches of Contemporary Composers with a Record of their Works, 1912–1937. Macmillan, New York 1938.
- Hugo Riemann: Musiklexikon. Bearbeitet von Alfred Einstein. 11. Auflage, M. Hesse, Berlin 1929.
- Helmut Scheunchen: Lexikon deutschbaltischer Musik (= Schriftenreihe der Georg-Dehio-Gesellschaft). v. Hirschheydt, Wedemark-Elze 2002, ISBN 978-3-7777-0730-3.
- Nicolas Slonimsky, Laura Kuhn, Dennis McIntire: Wetzler, Hermann (Hans). In: Laura Kuhn (Hrsg.): Baker’s Biographical Dictionary of Musicians. Band 6: Stre-Zyli. Schirmer Reference, New York 2001, ISBN 978-0-02-865571-0, S. 399.
Weblinks
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- Nachlass von Herrmann Hans Wetzler in der Zentralbibliothek Zürich (mit Nachlassverzeichnis und Porträt)
Einzelnachweise
<references />
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