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Herma (Unternehmen)

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HERMA Holding GmbH + Co KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Herma.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1906
Sitz Filderstadt, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Sven Schneller (Vors.)
  • Guido Spachtholz
  • Oguzhan Celil
Mitarbeiterzahl 1.065 (2024)<ref name="Jahresabschluss Herma Holding GmbH & Co.KG">Herma Holding GmbH & Co.KG, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 zum 31. Dezember 2024, veröffentlicht im Bundesanzeiger.</ref>
Umsatz 452,6 Mio. Euro (2024)<ref name="Jahresabschluss Herma Holding GmbH & Co.KG"></ref>
Branche Papier, Maschinenbau, Verpackung
Website www.herma.de
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Herma Bonlanden.jpg
Herma in Filderstadt-Bonlanden

Die Herma Holding GmbH + Co. KG (Eigenschreibweise: HERMA) ist die Konzernobergesellschaft eines deutschen Unternehmens mit Sitz in Filderstadt (Ortsteil Bonlanden), das Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen herstellt.

Der Konzern befindet sich bis heute im Besitz von 30 Familienmitgliedern (Stand: Jan. 2024).

Neben dem deutschen Hauptsitz werden sechs Niederlassungen (fünf in Europa und eine in den USA) unterhalten.

Geschichte

Gründung bis Kriegsende

Den Grundstein für das Unternehmen legte Heinrich Hermann (1870–1939) im Jahre 1906 mit der Gründung einer kleinen Druckerei in Stuttgart-Wangen.<ref name=":0">Eine Perspektive für die Zukunft. In: Stuttgarter Zeitung, S. 22. 9. Juli 2021.</ref><ref name=":4">Mit Fotoecken hat Herma nicht mehr viel zu tun. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 139, S. 18. 19. Juni 2006.</ref> Er produziert von Anfang an vor allem Kleinpapierwaren und Etiketten.<ref name=":5">Nadia Linkenheil: Unternehmensporträt: Herma GmbH & Co. KG, Filderstadt – Dreidimensionale Tiere wackeln mit den Augen. In: Stuttgarter Zeitung, S. 14. 12. Juni 2001.</ref> Hermanns erster Kunde in dieser Branche war das Unternehmen Daimler, an das er Etiketten aus Papier, die an Faden und Draht befestigt waren, verkaufte.<ref name=":6">Marie-Luise Joepgen: Klebrige Erfolgsgeschichte. In: Stuttgarter Nachrichten, S. 14. 20. Mai 2006.</ref><ref name=":7">Dagmar Deckstein: Heinrich Hermanns fixe Ideen. In: Süddeutsche Zeitung, S. 25. 27. März 2006.</ref> Diese produzierte er mit einer Schnellpresse, einer Schneide- und einer Perforiermaschine.<ref name=":7" />

1913 übertrug Hermann erstmals einer Firma die Alleinvertretung für das Geschäft in England.<ref name=":10">Herma - Geschichte eines erfolgreichen Familienunternehmens. herma.de, abgerufen am 17. April 2023.</ref> Als Heinrich Hermann während des Ersten Weltkrieges 1915 als Soldat eingezogen wurde, führte seine Frau Christine Hermann das Unternehmen weiter.<ref name=":10" /> Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage und der folgenden Inflation konnte die Heinrich Hermann Papierwarenfabrik das Geschäft weiter ausbauen und 1925 einen Neubau in Wangen beziehen. Den Durchbruch brachte 1926 die Erfindung der Fotoecke, die über Jahrzehnte der Hauptumsatzträger des Unternehmens war.<ref name=":4" /><ref name=":7" /><ref name=":11">Standort Deizisau aufgegeben: Herma eröffnet neues Werk in Bonlanden - Esslinger Zeitung. In: Eßlinger Zeitung. 19. Februar 2019, abgerufen am 17. April 2023.</ref> Auch weiterhin werden die transparenten Fotoecken unter dem 1931 eingeführten Produktnamen Transparol angeboten, die jedoch nur noch einen Bruchteil des Umsatzes des Unternehmens ausmachen.<ref name=":5" /> Nach Heinrich Hermanns Tod 1939 leiteten seine Frau Christine und sein ältester Sohn Eberhard den Betrieb. Nachdem Eberhard kurz vor Kriegsende gefallen war, übernahmen Hermanns jüngere Söhne Werner und Heinrich jun. die Geschäftsführung.<ref name=":10" />

Nachkriegszeit und Expansion

Ende der 1940er Jahre beschäftigte das Unternehmen mehr als 200 Mitarbeiter.<ref name=":10" /> Als erstes deutsches Unternehmen fertigte die Heinrich Hermann Papierwarenfabrik ab 1951 selbstklebende Etiketten. Die Klebeetiketten zur Preisauszeichnung schufen eine wichtige Voraussetzung für die Selbstbedienung im Einzelhandel.<ref name=":5" /><ref name=":7" /><ref name=":11" />

Im Jahr 1961 wurde ein zweites Werk in Bonlanden auf den Fildern eingeweiht.<ref name=":11" /> Zu diesem Zeitpunkt zählte Herma, so der neue Name, 610 Mitarbeiter. 1964 übernahm Herma die Firma Rex in St. Andreasberg und stieg damit in die Produktion von Buchschonern ein.<ref name=":10" /><ref name=":12">Alles klebt. In: Stuttgarter Zeitung, S. 2. 3. Mai 2012.</ref> Mitte der 1960er-Jahre begann Herma mit der Produktion in Deizisau. Das Unternehmen expandierte weiter, der Exportanteil stieg auf mehr als 25 Prozent. 1971 wurde in Frankreich die erste Tochtergesellschaft gegründet, 1978 folgten Tochtergesellschaften in Österreich und Belgien. Ende der 70er Jahre wurde Herma in eine GmbH & Co. KG umgewandelt.<ref name=":10" />

Nach dem Ausscheiden von Heinrich Hermann jun. 1976 führte Werner Hermann das Unternehmen gemeinsam mit Werner Röhm, der 1982 alleiniger Geschäftsführer wurde. Röhm stand bis 2003 an der Spitze des Unternehmens.<ref>Marco Dalan: Geschäftsführer Werner Röhm leitet künftig den Beirat – Familienfirma will selbstständig bleiben. In: Die Welt, Nr. 156, S. 16. 7. Juli 2000.</ref>

1991 gründete Herma in Haverhill (Großbritannien) eine Tochtergesellschaft für den Bau und Vertrieb von Etikettiermaschinen. Im Jahr 2000 wurde in Newbury unter anderem ein Schneidezentrum für Haftmaterial gegründet. Beide Bereiche wurden dann in der Tochtergesellschaft Herma UK zusammengefasst.<ref name=":10" />

2000 bis heute

2001 wechselte Herma seine Rechtsform. Die Gesellschafterinteressen wurden in der Herma Holding GmbH + Co. KG zusammengefasst, die Herma GmbH ist als 100-prozentige Tochtergesellschaft weiter für das operative Geschäft zuständig.<ref name=":10" />

Im Mai 2004 eröffnete Herma in Filderstadt ein Logistik-Zentrum.<ref name=":8">Birgit Klein: Herma "klebt" am Standort Filderstadt. In: Stuttgarter Nachrichten, S. 31. 3. Dezember 2005.</ref> Im Werk Filderstadt-Bonlanden wurde 2007 ein neues Gebäude mit der modernsten Beschichtungsanlage der Welt<ref>Günther H. Oettinger: Erfolgreich durch drei T: Technologie, Talent und Toleranz. Im Südwesten ist vieles besser - Baden-Württemberg ist in Europa die Region mit der höchsten Innovationskraft. In: Börsen-Zeitung, Nr. 183, S. 1. 22. September 2007.</ref><ref>Herma plant weitere Großinvestition. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 118, S. 16. 22. Mai 2006.</ref> mit einem integrierten Rollenlager gebaut. Die 35 Mio. Euro teure Beschichtungsanlage<ref name=":9">Andreas Schröder: Herma verlässt Standort Stuttgart-Wangen. In: Stuttgarter Zeitung, S. 13. 27. Juli 2007.</ref><ref>Herma baut mehr Kapazität. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 108, S. 22. 9. Mai 2008.</ref> produziert Haftmaterial mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.200 m/min, was einer Geschwindigkeit von 70 km/h entspricht.<ref name=":8" /> Auch auf der neuen Beschichtungsanlage verwendete das Unternehmen branchenweit als erstes das sog. „Curtain-Coating“ für die Produktion von Haftmaterial, das es um die Jahrtausendwende eingeführt hatte. Dabei fällt der Etikettenhaftkleber aus einer Düse wie eine Art Vorhang senkrecht auf die Papierbahn, die darunter mit hoher Geschwindigkeit läuft.<ref name=":4" /><ref name=":7" /> Erstmalig war Herma damit auch in der Lage, mehrere verschiedene Schichten von Haftklebern gleichzeitig aufzubringen.<ref>Herma weiht neues Beschichtungswerk ein. In: Allgemeine Papierrundschau, 8. April 2008.</ref> Aufgrund fehlender Erweiterungsmöglichkeiten wurde das Stammhaus in Stuttgart-Wangen im Juni 2008 aufgelöst.<ref>Norbert J. Leven: Herma investiert zehn Millionen Euro in den Werksausbau. In: Stuttgarter Zeitung, S. 1. 7. Mai 2008.</ref> Der Geschäftsbereich Etiketten sowie zentrale Unternehmenseinheiten wurden komplett in den Standort Filderstadt-Bonlanden integriert, der seitdem Hauptsitz des Unternehmens ist.<ref name=":1">Herma landet einen Überraschungscoup. In: Stuttgarter Zeitung, S. 35. 6. August 2015.</ref> Der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen zog an den Standort Deizisau.<ref name=":9" />

2015 erwarb Herma das Gutperle-Areal in Filderstadt-Bonlanden, um seine Fachkenntnisse im Bereich der Kennzeichnungstechnologie an einem Standort zu bündeln und um Flächen für den weiteren Unternehmensausbau zur Verfügung zu haben.<ref name=":0" /><ref name=":2">Sascha Schmierer: Herma drückt bei Standortausbau aufs Tempo. In: Stuttgarter Zeitung, S. 69. 24. Februar 2016.</ref><ref>Herma investiert 100 Millionen in Filderstadt. In: Stuttgarter Zeitung, S. 14. 29. Januar 2016.</ref> Herma investierte in den folgenden Jahren über 100 Millionen Euro, um in Filderstadt-Bonlanden weitere Produktionsstätten zu errichten. Zunächst entstand eine neue Fertigung für Etikettiermaschinen. Mit deren Inbetriebnahme Anfang 2019 löste Herma den Standort Deizisau auf.<ref>Theresa Ritzer: Herma sucht 100 neue Mitarbeiter. In: Stuttgarter Nachrichten, S. 3. 27. September 2018.</ref> Zusätzlich errichtete Herma auf dem neu erworbenen Gelände ein weiteres, eigenständiges Haftmaterialwerk. Dessen Inbetriebnahme erfolgte ab Mai 2020.<ref name=":1" /><ref>Herma – neues Werk für Haftmaterial in Teilen in Betrieb. In: Etiketten-Labels. 8. Mai 2020, abgerufen am 19. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Straße, in der der Hauptsitz von Herma liegt, wurde im Jahr 2021 zur Ehrung des Firmengründers in Heinrich-Hermann-Straße umbenannt.<ref>Eva Middendorf: Unternehmensgründer Heinrich Hermann posthum geehrt. In: neue-verpackung.de. 20. Januar 2021, abgerufen am 17. April 2023.</ref>

Unternehmensstruktur

Herma unterhält eine Produktionsstätte für Etikettiermaschinen in England, ein weiterer Standort dort vertreibt Haftmaterial. Bei den Tochtergesellschaften in Frankreich, den Niederlanden und in Österreich handelt es sich um Vertriebsniederlassungen. Mitte 2016 wurde eine neue Vertriebs- und Service-Niederlassung in den USA eröffnet, die Etikettiermaschinen vertreibt.<ref name=":2" />

  • Deutschland: Herma GmbH, Filderstadt
  • Deutschland: Herma Holding Geschäftsführung GmbH, Filderstadt
  • Deutschland: Herma Holding GmbH + Co. KG, Filderstadt
  • England: Herma UK Ltd., Haverhill und Newbury
  • Frankreich: Herma France S.A.R.L, Beinheim
  • Niederlande: Herma Benelux B.V., Barneveld
  • Österreich: Herma Etikettiersysteme Ges.m.b.H., Herzogenburg
  • USA: Herma US Inc., Fairfield (NJ)<ref name=":0" /><ref name="Jahresabschluss Herma Holding GmbH & Co.KG" />

Produkte

Die Tätigkeiten von Herma gliedern sich in die drei Geschäftsbereiche Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen.<ref name=":12" /><ref name="Jahresabschluss Herma Holding GmbH & Co.KG" />

Der Geschäftsbereich Haftmaterial fertigt auf mehreren Beschichtungsanlagen selbstklebende Papier- und Folienverbunde und bildet damit die Grundlage für den Bereich Etiketten. Aus dem Haftmaterial fertigen Druckereien Etiketten für verschiedene andere Branchen.<ref name=":3" /> Durch die sog. „Mehrschichttechnologie“ soll ermöglicht werden, mehrere Haftkleber gleichzeitig aufzubringen, um deren Hafteigenschaften zu kombinieren.<ref>"Wir wollen die Innovativsten sein". In: Neue Verpackung, Heft 3/2016, S. 46.</ref><ref>Mehrschichttechnologie ist Trumpf. In: Packreport, Nr. 3, S. 26. 11. März 2013.</ref>

Im Geschäftsbereich Etiketten produziert Herma einerseits Standardetiketten auf A4-Bogen. Dazu kommen Produkte zum Kleben, Archivieren und Schützen sowie Schmücken und Dekorieren. Andererseits entstehen in diesem Geschäftsbereich Etikettenlösungen für verschiedene industrielle Anwendungen, etwa für Logistik, Versandaufgaben und Produktkennzeichnung.<ref>Weltweit starke Nachfrage: Herma baut Produktion aus. In: Business Partner, Nr. 06/2016, S. 54 (online; abgerufen am 22. Juni 2023).</ref><ref name=":3">Etikettenhersteller plant Großinvestitionen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 89, S. 23. 15. April 2017.</ref><ref>Herma wächst weiter. In: Stuttgarter Zeitung, S. 39. 14. April 2015.</ref>

Der dritte Geschäftsbereich Maschinen entwickelt und produziert Etikettiermaschinen und Etikettierer.<ref name=":3" /><ref>Pionier der Selbstklebetechnik. In: Packaging Journal. 7. November 2020, abgerufen am 22. Juni 2023.</ref>

Soziales Engagement

Herma unterstützt die Christine-Hermann-Kindertagesstätte, die von Heinrich Hermanns Ehefrau Christine Hermann initiiert und 1928 in Stuttgart-Wangen errichtet wurde.<ref>KiTas. In: wangen-evangelisch.de. Abgerufen am 17. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Herma ist ebenfalls seit mehreren Jahren einer der Förderer der Hochschule Esslingen und vergibt darüber Deutschlandstipendien.<ref>Deutschlandstipendiaten der Hochschule Esslingen erhalten ihre Urkunden. In: idw Informationsdienst Wissenschaft. 30. November 2012, abgerufen am 17. April 2023.</ref><ref>Wir machen mit - BMBF Deutschlandstipendium. In: Deutschlandstipendium. Abgerufen am 17. April 2023.</ref> Außerdem ist das Unternehmen „Partnerbetrieb des Spitzensportes“ und fördert junge sportliche Menschen, ihre Ausbildung oder ihr Studium erfolgreich mit ihrem Leistungssport zu verbinden.<ref>Partnerbetrieb des Spitzensports. In: lsvbw.de. Abgerufen am 17. April 2023.</ref><ref>Zwischen Hörsaal und Rennsattel- Weltklasse-Mountainbiker Luca Schwarzbauer. In: Regio TV. Abgerufen am 17. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2018 unterstützte Herma ein sozial-kulturelles Projekt des Berliner Pop-Art Künstlers Andora, bei dem dieser für und mit den Werkstätten der Karl-Schubert-Gemeinschaft (KSG) besonders gestaltete Sitztrommeln entwickelte. Die KSG beschäftigt in ihrer sozialtherapeutischen Werkstatt Menschen mit Behinderung.<ref>Filderstadt – Andora - KulturRegion Stuttgart. In: KulturRegion Stuttgart. Abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 20 Sitztrommeln aus dieser Aktion spendete Herma der Musikschule Filderstadt Filum.<ref>Herma spendet 20 Sitztrommeln. In: Stuttgarter Zeitung, S. 4. 10. Juni 2022.</ref>

2021 beteiligte sich Herma mit 888 Bäumen zur Aufforstung an der Aktion „Zukunft schenken – Bäume pflanzen“. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des baden-württembergischen Landesministeriums für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der Cleven-Stiftung sowie von Hitradio Antenne 1.<ref>Baumspende für große Aufforst-Aktion. In: LabelPack. 20. Januar 2021, abgerufen am 17. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Herma unterhält eine Bildungspartnerschaft mit dem Elisabeth-Selbert-Gymnasium in Filderstadt, die 2021 im Rahmen des Wettbewerbs „Bildungspartnerschaften digital“ ausgezeichnet wurde.<ref>Preisgeld geht ans Selbert-Gymnasium. In: Stuttgarter Zeitung, S. 3. 2. März 2021.</ref>

In Kooperation mit den Organisationen Stelp e. V. und Waisenkinder Tansania e. V. finanziert und begleitet Herma seit 2022 den Bau eines Waisenhauses in Tansania.<ref>Helfen, wo die Not besonders groß ist. In: LabelPack. 16. Juni 2022, abgerufen am 17. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2023 unterstützt Herma die Stadtbibliothek Filderstadt mit Buchschonern, damit diese auf eine Klebefolierung von festen Bucheinbänden verzichten kann. Damit soll sich der Eintrag von Mikroplastik verringern, wenn diese Bücher später einem Recycling zugeführt werden müssen.<ref>Buchschoner. In: Filderstadt. 23. März 2023, abgerufen am 22. Juni 2023.</ref>

Nachhaltigkeit

Herma entwickelt und fertigt Produkte, die den Anspruch haben, den durch Verpackungsmaterialien entstandenen Restmüll zu verringern. Dazu gehört etwa das InNo-Liner System, bei dem Versandetiketten ohne jegliches Unterlagenmaterial entstehen<ref>Versandetiketten völlig trägerlos. In: Packreport, Nr. 7–8, S. 31. 14. August 2019.</ref> oder das PE-Folienetikett, das zu 100 Prozent aus Rezyklat besteht und gemeinsam mit schaefer-etiketten sowie Polifilm entwickelt wurde.<ref>Nachhaltiges Haftmaterial für Verpackungen. In: Packaktuell, Nr. 9, 4. Juli 2019.</ref> Etiketten aus einem speziellen Haftmaterial von Herma sind auch für die industrielle Kompostierung und die Gartenkompostierung freigegeben.<ref>Für den Kompost im Garten. In: Wochenblatt für Papierfabrikation, Nr. 4, S. 54. 16. Mai 2023.</ref> Außerdem kann durch einen Wash-off-Haftkleber von Herma besonders reines Rezyklat, etwa aus PET-Flaschen, zurückgewonnen werden.<ref>Flasche zu Flasche. In: Pack & Log, Heft 1/2020, S. 29.</ref>

Eine Haftmaterialsorte von Herma nutzt Papier aus Fasern der Silphie-Pflanze, das mittels eines biothermischen Verfahrens vor der Bioenergieerzeugung separiert und zu einem nachhaltigen Rohstoff aufbereitet wird. Die daraus produzierten Etiketten können unbehandelt bedruckt werden.<ref>Blühende Landschaften, nachhaltige Etiketten. In: Wochenblatt für Papierfabrikation, Nr. 8, S. 463. 30. August 2021.</ref><ref>Natur-Materialien für Verpackungsindustrie. In: Packaging, Nr. 04, S. 28–30. 19. August 2021.</ref><ref>Gary Huck: Verpackungstechnik: Aufbereiten, Erneuern, Umdenken. In: Maschinenmarkt. 16. Februar 2021.</ref>

Auszeichnungen

  • 2017: Innovation Award bei den Label Industry Global Awards<ref>Herma Haftmaterial gewinnt bei Label Industry Global Awards. In: Kompack. 10. Oktober 2017, abgerufen am 22. Juni 2023.</ref>
  • 2019: Deutscher Verpackungspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit<ref>Nachhaltigkeit im Doppelpack. In: Pack & Log, Nr. 4/2019, S. 16.</ref><ref name=":13">Herma: Erneuter Sieg beim Deutschen Verpackungspreis. In: Packreport. 7. September 2020.</ref>
  • 2020: Deutscher Verpackungspreis in der Kategorie Nachhaltigkeit für ein gemeinsames Projekt mit schaefer-etiketten und Polifilm<ref>Herma: Another victory at the German Packaging Award. In: Coating Converting. 7. September 2020, abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":13" />
  • 2020: Green Packaging Star Award, für ein gemeinsames Projekt mit schaefer-etiketten und Polifilm<ref>Nachhaltigkeitspreis überreicht. In: LabelPack. 25. Oktober 2021, abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2023: Gold-Auszeichnung beim Australian Packaging Innovation & Design (PIDA) Award in der Kategorie Sustainable Packaging Design – Labelling und Silber-Award in der Kategorie Labelling & Decoration Design of the Year<ref>2023 PIDA Awards winners announced. In: Foodprocessing. 17. April 2023, abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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