Herkenhähn
Herkenhähn Gemeinde Lindlar
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Herkenh%C3%A4hn 50° 59′ N, 7° 20′ O
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| Höhe: | 210 m ü. NN | |||||
| Postleitzahl: | 51789 | |||||
| Vorwahl: | 02266 | |||||
Lage von Herkenhähn in Lindlar
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Die Hofschaft Herkenhähn ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindlar, Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Lage und Beschreibung
Herkenhähn liegt westlich von Lindlar nordöstlich von Hohkeppel. Der Wohnplatz liegt nur wenig von der Gemeindegrenze zu Engelskirchen entfernt.
Geschichte
Herkenhöhn wurde 1467 das erste Mal als erckenhain erwähnt.<ref>Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderband 1). Oberbergische Abteilung 1924 e. V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.</ref>
In Herkenhähn befindet sich ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert und ein Wegekreuz von 1711. Der Hof unterstand um 1500 dem Rentmeister auf Georghausen.
Der Ort lag nahe der Heidenstraße, einer bedeutenden mittelalterlichen Altfernstraße von Köln über Kassel nach Leipzig.<ref>Herbert Nicke: Die Heidenstraße. Geschichte und Landschaft entlang der historischen Landstraße von Köln nach Kassel. In: Land und Geschichte zwischen Berg, Wildenburg und Südwestfalen. Band 6. Galunder, Wiehl 2001, ISBN 3-931251-74-8, S. 38 f.</ref>
Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Steinbach, belegt, dass der Wohnplatz bereits 1715 einen Freihof besaß, der als Herckenhehn beschriftet ist. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Herkenhan. Aus ihr geht hervor, dass der Ort zu dieser Zeit Teil der Honschaft Vellingen im Kirchspiel Hohkeppel war.<ref name="Fabricius">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.</ref>
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1817 als Herkenhain verzeichnet. Die Preußische Uraufnahme von 1845 zeigt den Wohnplatz unter dem Namen Herkenhähn. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist der Ort auf Messtischblättern regelmäßig als Herkenhähn verzeichnet.
1822 lebten 9 Menschen im als Haus kategorisierten und als Herkenhain bezeichneten Ort, der nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Administration und deren Ablösung zur Gemeinde Hohkeppel der Bürgermeisterei Engelskirchen im Kreis Wipperfürth gehörte.<ref>Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2. Karl August Künnel, Halle 1821.</ref> Für das Jahr 1830 werden für den als Herkenhain bezeichneten Ort 43 Einwohner angegeben.<ref name="restorff">Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin / Stettin 1830.</ref> Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit ein Wohngebäude mit acht Einwohnern, alle katholischen Bekenntnisses.<ref name="Uebersicht">Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. Herausgegeben von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845].</ref>
Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Herkenhähn 1871 mit zwei Wohnhäusern und 14 Einwohnern auf.<ref>Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Herkenhähn zwei Wohnhäuser mit 15 Einwohnern angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII). Berlin 1888.</ref> 1895 besitzt der Ort zwei Wohnhäuser mit 10 Einwohnern,<ref name="Gemeindelexikon1897">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII). Berlin 1897.</ref> 1905 werden ein Wohnhaus und zehn Einwohner angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII). Berlin 1909.</ref>
Aufgrund § 10 und § 14 des Köln-Gesetzes wurde 1975 die Gemeinde Hohkeppel aufgelöst und umfangreiche Teile in Lindlar eingemeindet. Darunter auch Herkenhähn.<ref>Das Köln-Gesetz im Wortlaut. Abgerufen am 7. Juni 2016.</ref>
Sehenswürdigkeiten
In der Hofschaft existieren zwei Baudenkmäler:
- Fachwerkhof Herkenhähn 2
- Wegekreuz
Busverbindungen
Die nächste Haltestelle ist Unterfrielinghausen.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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