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Hereafter – Das Leben danach

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Produktionsland USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 129 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Clint Eastwood
Drehbuch Peter Morgan
Produktion Clint Eastwood,
Kathleen Kennedy,
Robert Lorenz
Musik Clint Eastwood
Kamera Tom Stern
Schnitt Joel Cox,
Gary D. Roach
Besetzung
Synchronisation

Hereafter – Das Leben danach ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Clint Eastwood aus dem Jahr 2010. Er wurde am 12. September 2010 auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt<ref name= "tiff"/> und kam am 27. Januar 2011 in Deutschland in die Kinos.<ref name= "cinema"/>

Handlung

In Hereafter treffen drei Menschen aufeinander, die jeweils auf unterschiedliche Art mit dem Tod konfrontiert werden. Die drei Handlungsstränge der Protagonisten werden am Ende des Films miteinander verflochten.

Die französische Journalistin Marie Lelay ist nur knapp ihrem Ende in der thailändischen Tsunami-Katastrophe entronnen und muss sich nun mit ihrer Sterblichkeit auseinandersetzen, um ihr Nahtod-Erlebnis zu bewältigen. Anstelle eines Buches über den französischen Präsidenten François Mitterrand schreibt sie Hereafter, das aber von ihrem Verlag abgelehnt wird. Ein amerikanischer Verlag jedoch bietet ihr die Veröffentlichung an und lädt Marie zu einer Buchmesse in London ein.

Der 12-zwölfjährige Brite Marcus hat seinen Zwillingsbruder Jason durch einen Autounfall verloren und leidet sehr darunter. Hinzu kommt, dass ihn seine Mutter Jackie verlässt, um sich in eine Entzugsklinik zu begeben, und Marcus kommt zu Pflegeeltern. Er versucht unbeirrt, Kontakt zu seinem Bruder aufzunehmen, indem er im Internet recherchiert und alle möglichen Medien aufsucht – ohne Erfolg.

Der in San Francisco lebende George Lonegan hat eine besondere Gabe: er kann mit toten Menschen kommunizieren, allerdings nur dann, wenn er einen Verwandten des jeweiligen Verstorbenen berührt. Sein älterer Bruder Billy hat diese Gabe früher vermarktet, George war im Fernsehen aufgetreten, ein Buch war über ihn geschrieben worden und es existiert noch eine Website über seine Tätigkeit als Medium. Nun arbeitet George für ein geringes Gehalt in einer Fabrik. Dort geht das Gerücht um, dass die Arbeitgeber circa ein Drittel der Angestellten entlassen wollen, und man bietet George das Gehalt für ein halbes Jahr als Abfindung an. Eines Tages sucht ihn ein älterer Grieche, ein Geschäftspartner seines Bruders, auf und bittet ihn um ein sogenanntes „Reading“. Bei dieser Prozedur berührt George seine „Kunden“ an den Händen, um mit den verstorbenen Verwandten zu reden. Der Grieche erfährt so wichtige Details über seine tote Ehefrau.

George beginnt, einen Kochkurs zu absolvieren. Bei diesen wöchentlichen Gruppentreffen lernt er eine junge Frau namens Melanie kennen, die eine Beziehung zu ihm aufbauen möchte. George ist zunächst etwas abweisend, weil er denkt, dass eine Beziehung mit einer Frau nicht funktionieren könne, da seine Gabe einer glücklichen Beziehung im Weg stehe. Eines Abends, nach einem weiteren Kochkurs-Treffen, nimmt er Melanie mit zu sich nach Hause, sie wollen zusammen kochen. Als George seinen Anrufbeantworter abhört, hört Melanie eine Nachricht von Billy, der George erklärt, dass er alles arrangiert habe, damit George wieder in sein „altes“ Geschäft zurückkehren könne. Melanie will wissen, was das für ein Geschäft sei, und er erzählt ihr daraufhin von seiner Gabe. Sie ist neugierig und will ein Reading mit George. Dieser willigt nach kurzem Widerwillen ein und beginnt mit der Prozedur. Als Melanie, die von ihrem Vater als Kind missbraucht wurde, auf diese Weise erfährt, dass ihr Vater sich aus dem Jenseits gerne entschuldigen würde für alles, was er ihr angetan hatte, bricht Melanie den Besuch ab und verlässt weinend Georges Wohnung. Sie erscheint nicht mehr zu den Kochkurs-Treffen und setzt die Beziehung zu George auch nicht fort.

Eines Tages, Billy will George zur Arbeit abholen, findet er einen Brief von ihm vor, in dem er ihm erklärt, dass er seine Gabe für einen Fluch halte und eine kleine Auszeit brauche. Er ist nach London geflogen und besucht dort eine Führung durch Charles Dickens’ Haus. Bei der Buchmesse hört er eine Lesung seines Lieblingsschriftstellers Charles Dickens, vorgetragen vom Schauspieler Derek Jacobi. Danach holt George sich ein von Jacobi signiertes Hörbuch. Als er weiter durch die Hallen der Messe schlendert, bemerkt er Marie, die gerade ihr Buch vorstellt. Er lässt sich von ihr ebenfalls ein signiertes Exemplar geben und spürt eine eigenartige Verbundenheit mit ihr. Kurz danach erkennt Marcus ihn und bittet ihn um ein Reading, das dieser jedoch ablehnt. Marcus verfolgt George bis zu seinem Hotel, und als er nicht eingelassen wird, bleibt er draußen in der Kälte stehen, bis es Nacht ist. George bekommt Mitleid mit ihm und bietet ihm nun doch ein Reading an. Nach der Prozedur erzählt George Marcus, wie sehr sein Bruder ihn vermisse, aber Marcus sei nun auf sich allein gestellt und müsse allein durchs Leben kommen. Marcus weint daraufhin, er will nicht, dass sein Bruder ihn vollkommen verlässt. George erklärt ihm, dass er nie ganz allein sein werde, sein Bruder würde immer bei ihm sein. Marcus, nun etwas fröhlicher, wird von George wieder zu seinen Pflegeeltern gebracht. Er verrät George zudem noch den Namen des Hotels, in dem sich Marie aufhält, da ihm Georges Interesse an ihr auf der Messe nicht entgangen war.

George begibt sich am nächsten Tag zu Maries Hotel und lässt ihr einen Brief zukommen, in dem er sie in ein Café einlädt. Als er sie sieht, wie sie sich suchend umschaut, hat er eine Vision, in der beide sich küssen und er frei von Blicken ins Jenseits ihre Hand halten kann. Er steht auf, geht auf sie zu und schüttelt ihre Hand – ohne dass, wie sonst, eine Vision eintritt. Marcus besucht schließlich seine Mutter in der Entzugsklinik. Beiden geht es sichtlich besser als je zuvor.

Hintergrund

Im Film werden die Terroranschläge am 7. Juli 2005 in London sowie der Tsunami infolge des Erdbebens im Indischen Ozean 2004 thematisiert.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Deutsche Synchronfassung

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei der Film- & Fernseh-Synchron in München. Synchronregie führte Marina Köhler.<ref name="synchronkartei" /> In der deutschen Fassung sind auch Szenen mit Cécile de France in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln enthalten.

Rolle Darsteller Synchronsprecher
George Lonegan Matt Damon Simon Jäger
Marie Lelay Cécile de France Arezou Saffari-Dürr
Marcus / Jason Frankie McLaren Marco Roda
Marcus / Jason George McLaren Marco Roda
Melanie Bryce Dallas Howard Claudia Jacobacci
Billy Lonegan Jay Mohr Christian Weygand
Jackie Lyndsey Marshal Elisabeth von Koch
Dr. Rousseau Marthe Keller Viktoria Brams
Christos Andreou Richard Kind Thomas Rauscher
Kochlehrer Carlo Steve Schirripa Hartmut Neugebauer
Candace Jenifer Lewis Sandra Schwittau
Aufseher John Nielsen Claus Brockmeyer
College-Rezeptionist Mathew Baynton Alex Turrek
Derek Jacobi Derek Jacobi Michael Brennicke
Ellen Joyce Selina Cadell Uschi Wolff
Kondensatormikrophon-Medium Tom Price Ulrich Frank
Nachbarin Celia Shuman Marina Köhler
Pflegemutter Angela Niamh Cusack Ulla Wagener
Pflegevater Dennis George Costigan Tobias Lelle
Rezeptionistin Chloe Bale Ilena Gwisdalla
Sozialarbeiterin Clare Rebekah Staton Sonja Reichelt
Spiegel-Spiritistin Meg Wynn Owen Angelika Bender
Touristenführerin Joanna Croll Petra Einhoff
Werftarbeiter Calum Grant Thomas Wenke

Kritiken

„Er filmt den Tod mit einer Leichtigkeit, einer Nonchalance, wie sonst nur Cocteau.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Fritz Göttler: Süddeutsche Zeitung<ref Name = "sz_20110128"/>

„[Die] ersten Minuten sind zugleich die dramatischsten und haben nicht viel mit dem übrigen Film gemein. Dort irritiert die Abwesenheit jeglicher Dramatik innerhalb der drei Geschichten, war diese doch selbst in Eastwoods schwächeren Filmen stets spürbar. Die wenig inspirierte Inszenierung sowie die gehemmt wirkenden Darsteller können dem schon schwachen Drehbuch kaum entgegenwirken.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Till Kadritzke: Critic.de<ref name= "critic"/>

„So war die Ernsthaftigkeit, seine vollkommene No-Nonsense-Annäherung an ein Thema, das so voller Falltüren ins Unsägliche ist, erwartbar, ebenso, dass diese Falltüren bei Eastwood sicher verschlossen bleiben. Er hat ja schon aus anderen Stoffen, die tief im Sentimentalen, also in falschen Gefühlen und falschem Bewusstsein und jeder Menge Klischees hätten versumpfen können, kleinere oder auch größere Meisterwerke gemacht, The Bridges of Madison County etwa oder Million Dollar Baby. Und so ist auch die Frage, die sich jeder stellt, der die Erfahrung des Todes eines Nächsten in den Knochen hat – die Frage, was bleibt, wo die Erinnerung und der Schmerz ihren Ort haben und ob dieser Ort in dieser Welt oder halb schon jenseits ihrer Grenzen liegt –, bei Eastwood in besten Händen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Verena Lueken: Frankfurter Allgemeine Zeitung<ref name= "faz_20110126"/>

Auszeichnungen

Hereafter war bei der Oscarverleihung 2011 in der Kategorie Beste visuelle Effekte nominiert.

Weblinks

Einzelnachweise

<references>

<ref name= "cinema">Der 1. Trailer (OF): Hereafter. Der neue Film von Clint Eastwood. In: Cinema. 14. September 2010, abgerufen am 1. März 2017.</ref>

<ref name= "critic">Till Kadritzk: Hereafter. critic.de, 25. Januar 2011, abgerufen am 1. März 2017.</ref>

<ref name= "faz_20110126">Verena Lueken: Was uns die Toten erzählen: „Hereafter“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. Januar 2011, abgerufen am 1. März 2017.</ref>

<ref name= "synchronkartei">Hereafter – Das Leben danach. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 22. April 2026.</ref>

<ref Name = "sz_20110128">Fritz Göttler: Hereafter. In: Süddeutsche Zeitung. 28. Januar 2011, abgerufen am 1. März 2017: „Der Tod steht ihm gut“</ref>

<ref name= "tiff">Piers Handling: Hereafter. Toronto International Film Festival, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. August 2010; abgerufen am 17. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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