Zum Inhalt springen

Hephthemimeres

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hephthemimeres (Vorlage:GrcS, ‚sieben halbe Teile‘, nämlich halbe Versfüße) ist in der antiken Verslehre eine Zäsur nach dem siebten Halbfuß eines Verses, also im vierten Versfuß. Zum Beispiel im Hexameter

Vorlage:Vers

und im jambischen Trimeter:

Vorlage:Vers

Die Hephthemimeres tritt beim Hexameter zumeist gemeinsam mit einer Trithemimeres nach dem dritten Halbfuß als Nebenzäsur auf, hier mit Vorlage:Vers markiert:

Vorlage:Vers

So auch in diesem Vers von Catull<ref>Catull Carmina 64, 193.</ref>:

Vorlage:Vers

sowie dieser Nachbildung des Hexameters von Hölderlin<ref>Friedrich Hölderlin: Heimkunft. 4. Strophe, V. 1. In: (ders.): Sämtliche Werke. 6 Bände. Bd. 2, Stuttgart 1953, S. 101, online.</ref>: Vorlage:Vers Das Metrum im deutschen Hexameter kann mit Doppelkürze (Vorlage:Vers, daktylisch) oder kurzer Silbe (Vorlage:Vers, trochäisch) realisiert werden.

Oder bei Goethes Reineke Fuchs<ref>Goethe: Reineke Fuchs I, v. 6, online</ref>: Vorlage:Vers

Siehe auch

Literatur

  • Otto Knörrich: Lexikon lyrischer Formen (= Kröners Taschenausgabe. Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S. 91.
  • Günther Schweikle, Dieter Burdorf (Hrsg.): Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S. 312.

Einzelnachweise

<references />