Hendrik Dirk Kruseman van Elten
Hendrik Dirk Kruseman van Elten (* 14. November 1829 in Alkmaar; † 12. Juli 1904 in Paris) war ein niederländischer Landschaftsmaler, Radierer und Lithograf.
Leben
Van Elten war ein Sohn des Notars Daniël Nicolaas van Elten und dessen Frau Elisabeth Frederica (geborene Kruseman). Er studierte nach erlangter Schulbildung fünf Jahre lang in Haarlem und anschließend in Wolfheze Malerei bei dem Landschaftsmaler Cornelis Lieste und auf häufigen Ausflügen die Natur. Danach bereiste er Deutschland, die Schweiz und Tirol, setzte dann seine Studien zwei Jahre lang in Brüssel fort. In dieser Zeit entstand ein Gemälde mit dem Titel Een hunnebed in de provincie Drenthe (‚Ein Dolmen in der Provinz Drenthe‘) für die Amsterdamer Kunstgalerie „Arti et Amicitiae“. 1863 ließ er sich zunächst in Amsterdam nieder. Hier hatte er bereits 1860 bei einer Ausstellung eine Goldmedaille gewonnen.
Angesichts der vielen anderen Maler sah Kruseman van Elten keine Perspektive sich hier zu etablieren und reiste er 1865 nach New York, wo er seine aus Holland mitgebrachten Skizzen verwertete und sie durch unablässige landschaftliche Studien vermehrte. Es gelang ihm dort die mitgebrachten Werke zu verkaufen. Sein großformatiges Gemälde Gezicht in het Shawangukgebergte op een najaarsdag („Ansicht der Shawanguk-Berge an einem Herbsttag“), das er im März 1868 in Utica ausstellte, wurde für 3.000 Dollar verkauft.
Auch seine Werke als Radierer waren gefragt. Dabei führte er stets nur Auftragsarbeiten aus, so dass rund 70 Radierungen entstanden, zu denen viele kolossale Wald- und Flusslandschaften gehören. Von 1870 bis 1873 bereiste er Europa, kam nach Belgien, Deutschland, Frankreich, England und in die Niederlande, wo er zahlreiche Ehrungen in Amsterdam und Rotterdam erhielt. Kruseman van Elten stiftete dem Museum in Alkmaar, das auch das Porträt seiner Tochter besitzt, 1892 seine Radierungen und vermachte ihr zwei Gemälde. Im Juli 1897 verließ er die Vereinigten Staaten und ließ sich in Paris nieder. Neben Landschaftsbildern aus den Vereinigten Staaten und seiner niederländischen Heimat fertigte er auch Ansichten vom Rhein und aus dem Harz.<ref name="NieuwNederlBioWoord"></ref>
Familie
Seit dem 9. Juli 1874 war er mit Margaretha Rudolpha (geborene Westerman Holsteyn; * 1838), die Direktorin der ersten höheren städtischen Mädchenschule in Amsterdam, die er auf einer Reise in die Heimat kennengelernt hatte. Sie war eine Tochter des Kaufmanns Pieter Westerman Holstijn und dessen Frau Maria (geborene Vermande).
- Elisabeth Frederika Kruseman van Elten (1875–1934) ⚭ 1905 mit dem Tierarzt Albert Duprez, wurde Bildnis-, Genre- und Landschaftsmalerin.<ref>Kruseman van Elten, Elisabeth Frederika. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
Kruseman van Elten wurde am 21. Juli 1904 in Alkmaar begraben.
Ehrungen (Auswahl)
- 1860: Goldene Medaille auf der Internationalen Kunstausstellung in Amsterdam
- Orden vom Niederländischen Löwen<ref></ref>
- Ehrenmitglied der Brüsseler Aquarellgesellschaft
- Mitglied der Amerikanischen Aquarellgesellschaft
- 1861: Mitglied der Königlichen Akademie in Amsterdam
- 1862: Mitglied der Kunstakademie Rotterdam<ref>Kruseman van Elten, Hendrik Dirk. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
- 1871: Mitglied des Etching Clubs New York
- 1871: Mitglied der National Academy of Design in New York<ref name="NieuwNederlBioWoord" />
Werke
Seine Landschaften von kräftiger Färbung sind getreue, stimmungsvolle Nachbildungen der Natur; zu den besten derselben aus seiner ersten (holländischen) Zeit gehören:
- Früher Morgen in den Wäldern
- Der Sonntagsmorgen
- Landschaft in Gelderland
- Das Wäldchen in der Heide
- Partie aus dem Harz
Aus der späteren Zeit:
- Hereinbrechende Nacht in den Shawagunkbergen
- Stimmungsbilder
- Morgen in den Wiesen
- Landschaft am Fluss Farmington (Connecticut)
- Dämmerung bei Kulmbach
Literatur
- Kruseman van Elten, H. D., holländ. Maler. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 10, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 266.
- H. M. Krabbé: H.D. Kruseman van Elten. In: Elsevier’s Geïllustreerd Maandschrift. Jahrgang 3, 1893, S. 341–356 (niederländisch, dbnl.org).
- Kruseman van Elten, Hendrik Dirk. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).
Weblinks
- Hendrik Dirk Kruseman van Elten bei Google Arts & Culture
- Hendrik Dirk Kruseman van Elten (niederländisch, 1829–1904) artnet.de
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kruseman van Elten, Hendrik Dirk |
| ALTERNATIVNAMEN | Kruseman van Elten, H. D. |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Landschaftsmaler, Radierer und Lithograf |
| GEBURTSDATUM | 14. November 1829 |
| GEBURTSORT | Alkmaar |
| STERBEDATUM | 12. Juli 1904 |
| STERBEORT | Paris |
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