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Helvetica (Bibliothekswesen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Helvetica ist ein lateinisches Adjektiv im Neutrum Plural, das allgemein verwendet werden kann, um "Schweizerisches" oder "Helvetisches" zu bezeichnen. Im Buch- und Bibliothekswesen sind damit Veröffentlichungen mit einem Bezug zur Schweiz gemeint. Helvetica gehören zum Sammelauftrag der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB).

Auf die Kantone bezogene Ableitungen

Analog zu den Helvetica bezeichnen Ableitungen, die sich auf die lateinischen Namen der Kantone beziehen, die zentralen Sammlungesgebiete der Kantonsbibliotheken:

Datei:1881 Kantonsbibliothek Thurgau Thurgoviana.jpg
Sachgebiete der Thurgoviana. Ankündigung der Kantonsbibliothek Thurgau, 1881

Helvetica im Sinne des Nationalbibliotheksgesetzes

Der Auftrag der NB ist aktuell im Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbibliothek vom 18. Dezember 1992 festgelegt. Artikel 3 dieses Gesetzes umschreibt den Sammelauftrag der NB wie folgt:

„Die Nationalbibliothek sammelt gedruckte oder auf anderen Informationsträgern gespeicherte Informationen, die:
a. in der Schweiz erscheinen;
b. sich auf die Schweiz oder auf Personen mit schweizerischem Bürgerrecht oder Wohnsitz beziehen oder
c. von schweizerischen oder mit der Schweiz verbundenen Autoren oder Autorinnen geschaffen oder mitgestaltet wurden.“

Der Schweizerische Bundesrat hat die Bestimmungen des Gesetzes in der Verordnung über die Schweizerische Nationalbibliothek detaillierter gefasst. In Artikel 2 dieser Verordnung werden Informationsträger, welche die genannten Eigenschaften erfüllen, als Helvetica bezeichnet und die Kriterien für deren Anschaffung präzisiert.

Weblinks

Einzelnachweise

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