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Heinrich von Mendel-Steinfels

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Heinrich von Mendel-Steinfels

Heinrich Carl Joseph Ritter von Mendel, Edler von Steinfels (* 2. Januar 1849 in Jetzendorf, Oberbayern; † 25. August 1902 in Griesbach, Niederbayern)<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. In: GGT. "Der Gotha". 16. Auflage. Mendel-Steinfels, Stammreihe. Justus Perthes, Gotha 1921, S. 500–501 (archive.org [abgerufen am 16. April 2023]).</ref> war preußischer Landesökonomierat und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.

Leben

Seine Eltern waren Eduard Ritter von Mendl (* 16. April 1812; † 24. September 1869) und dessen Ehefrau Anna Hutter (* etwa 1825; † 24. Januar 1897).

Mendel-Steinfels war gelernter Landwirt und lebte zunächst einige Jahre in den USA. Im Jahr 1880 wurde er Generalsekretär der „Oldenburgischen Landwirtschaftsgesellschaft“, 1887 wurde er Generalsekretär im „Landwirtschaftlichen Central-Verein“<ref>H. von Mendel-Steinfels: Fünfzig Jahre der Landwirthschaft der Provinz Sachsen im Lichte der Thätigkeit des Landwirtschaftlichen Central-Vereins 1894. Festschrift. Paul Parey, Berlin 1894, S. 63 (google.de [abgerufen am 16. April 2023]).</ref> und ab 1896 der Landwirtschaftskammer der Provinz Sachsen.

Im Jahr 1893 wurde er königlich preußischer Landesökonomierat. Mendel-Steinfels war im Bund der Landwirte aktiv, Mitglied im Vorstand des „Bimetallistenbundes“ und Dozent für Landwirtschaft an der Universität Halle. Von 1894 bis 1902 war er für die Deutschkonservative Partei (DkP) Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.<ref>Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 267; zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 399–401 und S. 453–455.</ref>

Er beschäftigte sich intensiv mit der Idee der Genossenschaften und war bei der Gründung von Raiffeisen-Vereinen beteiligt. Außerdem verfasste er diverse Schriften zu landwirtschaftlichen Themen.

Mendel-Steinfels heiratete in erster Ehe am 12. September 1871 in Freising (Oberbayern) Anna Ludowika May (* 18. Juli 1852 in Augsburg; † 23. Juni 1885 in Oldenburg (Oldenburg)). Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Eduard Georg Heinrich (* 14. März 1873), Amtsrichter in Spandau
  • Alexis (* 1. August 1877; † 3. November 1899)

In zweiter Ehe heiratete er am 1. Dezember 1887 in Essen Laura Berghaus (* 23. November 1855; † ?).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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