Heinrich Luden (Historiker)
Heinrich (Hinrich) Luden (* 10. April 1778<ref name=Hinr1778 >Vgl. E. Rosendahl, Die Ludens, 1933, S. 526–529; H. E. Hansen, Heinrich Luden, 1964.</ref> in Loxstedt bei Bremerhaven; † 23. Mai 1847 in Jena) war ein deutscher Historiker und politischer Publizist.
Leben
Heinrich Luden stammte aus bäuerlichen Verhältnissen. Er war das jüngste Kind des Bauern Claus Luden (* 1728 in Loxstedt; † 3. Mai 1780 ebd.) und seiner Ehefrau (und Cousine) Catrine Luden geb. Luden (* 1734; † 21. Dezember 1811 in Loxstedt). Am 12. April 1778 erhielt er in der Taufe den Namen „Hinrich“.<ref name=Hinr1778 /> Als Erwachsener nannte er sich jedoch immer „Heinrich“; als sein Geburtsjahr galt bis lange nach seinem Tod das Jahr 1780.
Luden besuchte ab 1796 die Domschule in Bremen und studierte 1799 zunächst Theologie an der Universität Göttingen<ref>Eingeschrieben am 11. April 1799 als „Heinrich Luden“ aus Loxstedt und erneut am 11. April 1806 als „Heinr. Luden, Doct. Philos. aus Bremen“ (Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1734–1837. Hildesheim 1937, S. 393 und 460).</ref>. Nach kurzer theologischer Tätigkeit wandte er sich jedoch, durch die Historiker August Ludwig von Schlözer und später Johannes von Müller angeregt, historischen Studien zu. Nach einer Hauslehrerstelle in Bremen (1802) ging er 1804 als Hauslehrer bei dem Staatsrat Christoph Wilhelm Hufeland nach Berlin. 1805 promovierte er in Jena über Christian Thomasius. Weiterhin verfasste er Biographien über Hugo Grotius (1806), Sir William Temple (1808) und Friedrich Alexander Bran (1831).
1806 wurde er als außerordentlicher Professor der Geschichte an die Friedrich-Schiller-Universität nach Jena berufen. Bei ihrer Anreise nach Jena wurden die Eheleute Luden zu Augenzeugen der Schlacht von Jena. Die Kriegsfolgen waren allgegenwärtig und die Wohnung der Ludens wurde verwüstet. Heinrich Luden beschrieb das Ereignis ausführlich in seinen Lebenserinnerungen.<ref>Rückblicke in mein Leben, Jena 1847, S. 133 ff.; vgl. hierzu auch die berühmte Darstellung von Johanna Schopenhauer. In: Heinrich Luden, Johanna Schopenhauer: Die Schlacht von Jena. Heidelberg 2006, S. 75 ff.</ref>
1808 wurde Luden zum Honorarprofessor sowie 1810 zum ordentlichen Professor der Geschichte ernannt.<ref>Klaus Goebel: Heinrich Luden. 1968, S. 19.</ref> Er beteiligte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Universität und war im Sommersemester 1822 sowie im Wintersemester 1829/30 Rektor der Universität. Von 1823 bis 1832 war er für die Universität Mitglied im Landtag des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach für den Stand der Rittergutsbesitzer im Weimar-jenaischen Kreis. Er wurde zum Hofrat von Sachsen-Weimar und zum Geheimen Hofrat von Sachsen-Gotha ernannt und erhielt das Ritter- sowie das Komturkreuz des Weißen Falkenordens.<ref>Großherzogl. S. Weimar-Eisenachʼsches Regierungs-Blatt vom 14. März 1828, S. 21; Weimarische Zeitung vom 26. Februar 1845, S. 61.</ref> Er wandte sich der deutschen Geschichte zu, um die Entwicklung eines deutschen Nationalbewusstseins zu fördern. Dieses Motiv führte in der Folge zu mehreren Publikationen zum Thema Einheit und Freiheit. Von 1814 bis 1818 war er Herausgeber der Zeitschrift „Nemesis“ sowie von 1816 bis 1817 des „Allgemeinen Staatsverfassungs-Archivs“, des sogenannten „Beiwagens der Nemesis“. Die Publikation der Nemesis wurde von dem Weimarer Verleger Friedrich Justin Bertuch unterstützt.<ref>G. Müller: Heinrich Luden als Parlamentarier, 1998, S. 21 f.</ref>
Wirken
In seinen von den Studenten vielbesuchten, „geradezu legendären“ Vorlesungen forderte er unter anderem die Volkssouveränität.<ref>G. Müller: Heinrich Luden als Parlamentarier, 1998, S. 16.</ref> Diese wichtige Forderung zeigt den geistigen Einfluss der französischen Aufklärung, insbesondere Jean-Jacques Rousseaus. Es ist ziemlich sicher, dass er mit diesem Gedanken wohl über Johann Gottlieb Fichte in Berührung kam, der bis 1799 in Jena Philosophie lehrte und diese Forderung vertrat. Im Gegensatz zu einigen anderen Jenaer Professoren wie etwa dem Mediziner Dietrich Georg Kieser (1779–1862), dem Mediziner und Naturforscher Lorenz Oken oder dem Philosophen und Mathematiker Jakob Friedrich Fries (1773–1843) nahm er 1817 nicht persönlich am Wartburgfest teil; doch stehen seine Ideen und Schriften damit unmittelbar in Zusammenhang. Die nach der Versammlung auf der Wartburg 1818 veröffentlichten „Grundsätze und Beschlüsse des achtzehnten Oktobers“ gehen zum Gutteil auf Luden zurück.<ref>Gustav Seibt: Freiheitsdrang und Feuerstank. Das berühmte Wartburg-Fest vor 200 Jahren war ein Meilenstein auf dem Weg zu einer deutschen Demokratie. In: Süddeutsche Zeitung vom 14. Oktober 2017, S. 55.</ref> 1820 trat Luden als Deputierter in die Landstände des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach ein und blieb bis 1832 eines der aktivsten Mitglieder. In der Folge der Karlsbader Beschlüsse von 1819 wurde auf Druck Preußens eine Untersuchung der „revolutionäre Umtriebe“ der Burschenschaften und ihrer Unterstützer beim Deutschen Bund durchgeführt. Gegen Heinrich Luden und andere Professoren wurden Disziplinarverfahren eingeleitet. Luden wurde verwarnt und seine Politikvorlesungen 1823 verboten. Eine Anfrage an das Großherzogtum, die Ludens Lehrtätigkeit ganz beendigen sollte, blieb jedoch ergebnislos. Luden agierte von da an deutlich vorsichtiger und stellte vor allem die Arbeit an der „Geschichte des teutschen Volkes“ in den Mittelpunkt seines Tuns. Politische Schriften veröffentlichte er nun nicht mehr.
Insofern stellten die Beschlüsse von Karlsbad nicht nur für Heinrich Luden persönlich, sondern auch für Jena eine wichtige Zäsur dar, die u. a. durch die radikale Einschränkung der Pressefreiheit das politische und kulturelle Leben der Stadt nachhaltig veränderten. Um seine politischen Vorstellungen umzusetzen, musste Luden nach neuen Wegen suchen. Unter den veränderten Bedingungen strebte Luden ein Parlamentsmandat an und saß ab 1823 als Abgeordneter im Landtag von Weimar.<ref>G. Müller: Heinrich Luden als Parlamentarier, 1998, S. 64 ff.</ref>
Luden bezog in seinen Vorlesungen in Jena Stellung gegen die französische Fremdherrschaft und seine antinapoleonische Haltung wird auch in den „Ansichten des Rheinbundes“ (1808/09) überdeutlich. Als Ausdruck seiner deutsch-nationalen Haltung widmete Luden die dreibändige „Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten“ dem bayrischen Kronprinzen Ludwig. Dieser hatte öffentlich Kritik an der frankreichfreundlichen Politik der bayrischen Regierung geübt und seine Ansichten als „Teutschtum“ bezeichnet. Den Plan, sich als preußischer Soldat am Befreiungskampf zu beteiligen, gab Luden allerdings auf.<ref>Klaus Goebel: Heinrich Luden. 1968, S. 22.</ref> 1825 erschien der erste Band seines Hauptwerks, der „Geschichte des teutschen Volkes“, das unvollendet blieb und in Band 12 mit der Zeit des Hochmittelalters endet. Diese Publikation steht zwar unter dem Eindruck eines neuen deutschen Nationalgefühls, allerdings ist Luden mit seinem Werk keineswegs in die im 19. Jahrhundert vorherrschende romantisierende Geschichtsdarstellung des deutschen Mittelalters einzuordnen. Vor allem die Ranke-Schule hat ihm vorgeworfen, keine historisch-kritische Methode angewandt zu haben. Inzwischen gilt aber seine deutsche Geschichte als eine weitaus neutralere Darstellung als die der nachfolgenden nationaldeutschen Historiker, die das deutsche Königtum der Ottonen, Salier und Staufer im Einigungsstreben politisch überhöhten.
Luden zählt neben Lorenz Oken, Jakob Friedrich Fries, Dietrich Georg Kieser und Christian Wilhelm Schweitzer zu den sogenannten politischen Professoren an der Universität Jena um 1800. Er gilt als einer der ‚spiritus rectores‘ der Jenaer Urburschenschaft, deren Gründungsstatuten er zumindest mit formulierte. Zu Ludens Schülern zählte der spätere Königsberger Geschichtsprofessor und Universitätsarchivar Johannes Voigt, welcher sich um die Geschichtsschreibung Preußens verdient machte, sowie auch Arnold Ruge.
1806 kam es zu einer Begegnung mit Johann Wolfgang von Goethe in Jena, die aufgrund kritischer Äußerungen Ludens zum Faust zur „Verstimmung“ Goethes führten. Über das Gespräch berichtete Luden ausführlich in dem posthum erschienenen Buch Rückblicke in mein Leben.<ref>Vgl. hierzu auch: Ralph Marks: Die Entwicklung nationaler Geschichtsschreibung, 1987, S. 262ff.</ref>
Familie
Luden verheiratete sich 1804 mit Johanna Catharina Sophia Köhler (* 1. Dezember 1780 in Celle; † 24. November 1847<ref>E. Rosendahl, Die Ludens, 1933, S. 539.</ref>), Tochter des Gastwirts Johann Gottlieb Köhler in Celle und dessen Frau Anna Louise Dorothea geb. Voß. In der Ehe wurden zehn Kinder geboren (nach 1805 alle in Jena):<ref>E. Rosendahl, Die Ludens, 1933, S. 540–545.</ref>
- Johanna Dorothea Luden (* 12. März 1805) verheiratete sich am 23. Juni 1829 in Jena mit dem Pfarrer Friedrich Wilhelm Tod (* 14. November 1801 in Niederreißen; † 1881)
- Johannes Bernhard Luden (* 2. Oktober 1807<ref>Getauft am 13. Oktober 1807 (Jenaische Wöchentliche Anzeigen vom 16. Oktober 1807, 4. Seite).</ref>) wurde Arzt und ging 1833 als Passagier der Bremen Packet nach Baltimore (USA)<ref>Immigrant Ships Transcribers Guild NGSS Bremen, Nr. 108.</ref>
- Johann Heinrich Gottlieb Luden (* 9. März 1810; † 24. Dezember 1880), Professor der Rechte an der Universität Jena
- Carl Ludwig Friedrich Luden (* 25. Januar 1812; † 1869<ref>Staats-Handbuch für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach 1869, S. 260 (zu S. 147).</ref>) Rechtsanwalt in Weimar, verh. Auguste de la Croix
- Johanne Sophie Bernhardine Sigismunde Clotilde Luden (* 2. Juli 1813; † 9. Januar 1884 in Hanau) verh. 24. April 1832<ref>Privilegirte Jenaische Wöchentliche Anzeigen vom 27. April 1832, S. 131.</ref> mit dem Gießener Theologieprofessor Karl August Credner (1797–1857)<ref name=To1 >Das erste Kind der Ehe, die Tochter Johanne Caroline Clotilde Credner, wurde am 28. Februar 1833 in Gießen geboren.</ref>
- Bernhardine Louise Wilhelmine Luden (* 16. Juli 1815; † 6. März 1902<ref>Todesanzeige in Jenaische Zeitung vom 9. März 1902, Erstes Blatt, 4. Seite, 5. Spalte.</ref>) verh. 24. April 1834<ref>Privilegirte Jenaische Wöchentliche Anzeigen. 25. April 1834, S. 126 (uni-jena.de).</ref> mit dem Jenaer Chemieprofessor Heinrich Wackenroder (1798–1854)
- Carl Friedrich Alexander Luden (* 24. Oktober 1816;<ref>Getauft am 6. November 1816 (Privilegirte Jenaische Wöchentliche Anzeigen vom 15. November, 2. Seite uni-jena.de).</ref> † 11. Juni 1882<ref>Todesanzeige in Jenaische Zeitung vom 13. Juni 1882, 4. Seite, 4. Spalte.</ref>) wurde Buchhändler und Verleger<ref>Er verlegte u. a. mehrere Werke seines Vaters und seines Bruders Heinrich; vgl. Gesammt-Verlags-Katalog des Deutschen Buchhandels, VI. Münster i/W. 1881, Spalte 123–128.</ref>; Verlobung mit Emilie Gröbe (* 26. Februar 1826) am 26. November 1849.<ref>Verlobungsanzeige in Leipziger Zeitung, Beilage zu Nr. 333 vom 29. November 1849, S. 6356, 3. Spalte.</ref>
- Tochter NN. (*† 6. November 1818)
- Caroline Christiane Sophie Luden (* 29. April 1820;<ref>Getauft am 19. Mai 1820 (Privilegirte Jenausche Wöchentliche Anzeigen vom 19. Mai 1820, 2. Seite).</ref> † 19. August 1899<ref>Todesanzeige in Jenaische Zeitung vom 20. August 1899, 4. Seite, 5. Spalte.</ref>) verh. 9. Oktober 1842<ref>Privilegirte Jenaische Wochenblätter vom 22. November 1842, S. 376.</ref> mit dem Botanikprofessor Christian Eduard Langethal (1806–1878) in Jena
- Dorothea Emilie Philippine (* 1. Dezember 1821;<ref>Getauft am 27. Dezember 1821 (Jenaische Wöchentliche Anzeigen vom 4. Januar 1822, 3. Seite).</ref> † 20. Juli 1827)
Werke (Auswahl)
- Über den Glauben an den Sieg des guten. Eine Predigt in der Universitätskirche zu Göttingen 1801 gehalten. Göttingen 1802 (Bibliotheksnachweis).
- Christian Thomasius nach seinen Schicksalen und Schriften dargestellt. Berlin 1805 (Digitalisat).
- Hugo Grotius nach seinen Schicksalen und Schriften dargestellt. Berlin 1806 (Digitalisat).
- Kleine Aufsätze, meist historischen Inhalts. Göttingen 1807 (Digitalisat).
- Die letzten Briefe des Jacopo Ortis. Aus dem Italiänischen. Göttingen 1807 (Digitalisat).
- Sir William Temple. Biographie. Göttingen 1808 (Digitalisat).
- Ansichten des Rheinbundes. Briefe zweyer Staatsmänner. Göttingen 1808 und 1809.
- Grundzüge ästhetischer Vorlesungen zum akademischen Gebrauche. Göttingen 1808 (Digitalisat).
- Einige Worte über das Studium der vaterländischen Geschichte. Vier Vorlesungen. Jena 1810 (Digitalisat); Neuausgabe: Gotha 1828.
- Ueber Sinn und Inhalt des Handbuchs der Staatsweisheit von H. Luden. Friedrich Frommann, Jena 1811 (Digitalisat). Darin enthalten, aber auch separat erschienen:
- Handbuch der Staatsweisheit oder der Politik. Ein wissenschaftlicher Versuch. Friedrich Frommann, Jena 1811 (Digitalisat).
- Meletematum historico-criticorum ad antiquam Germanorum statum spectantium specimen primum. Jena 1811 (Digitalisat).
- Johann Gottfried von Herderʼs Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. Mit einer Einleitung von Heinrich Luden. Erster Band (Digitalisat).
- Nemesis. Zeitschrift für Politik und Geschichte. 12 Bände, Weimar 1814–1818 (Digitalisate).
- Tagesgeschichte. Zu den teutschen Blättern. Altenburg 1815.
- Allgemeines Staatsverfassungs-Archiv. Zeitschrift für die Theorie und Praxis gemäßigter Regierungsformen. 3 Bände, Weimar 1816–1817 (Digitalisate).
- Das Königreich Hannover nach seinen öffentlichen Verhältnissen, besonders die Verhandlungen der allgemeinen Stände-Versammlung in den Jahren 1814, 1815 und 1816. Nordhausen 1818 (Digitalisat).
- Heinrich Ludens Verurtheilung und Rechtfertigung in der Kotzebue’schen Bülletin-Sache. Mit einer Einleitungsvorrede von J. C. Gensler. Heidelberg 1818 (Digitalisat).
- Darstellung der Provisorischen Verwaltungen am Rhein vom Jahr 1813 bis 1819, von Neigebauer. Mit einer Vorrede vom Geheimen Hofrath Dr. Luden. Köln 1821 (Digitalisat).
- Der Landtag des Grossherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1820. Verhandlung über die Oeffentlichkeit der Sitzungen. Jena 1821.
- Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten, 3 Bände. Friedrich Frommann, Jena 1814–1824.
- Bd. 1, Allgemeine Geschichte des Alterthums, Jena 1814 (Digitalisat), 2., verbesserte Aufl. Jena 1819 (Digitalisat), eine 3. verbesserte u. vermehrte Auflage erscheint 1824.
- Bd. 2, Allgemeine Geschichte des Mittel-Alters, Erste Abteilung, 2., verbesserte u. vermehrte Aufl. Jena 1822 (Digitalisat).
- Bd. 3, Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten des Mittel-Alters. Zweite Abtheilung, 2., verbesserte u. vermehrte Aufl. Jena 1824 (Digitalisat).
- J. C. L. Simonde de Sismondi, Geschichte der Franzosen. Mit Anmerkungen und einer Vorbemerkung von Heinrich Luden. Erster Band. Jena 1822 (Digitalisat).
- Geschichte des teutschen Volkes, 12 Bände, Julius Perthes, Gotha 1825 bis 1837.
- Erster Band, Gotha 1825, 752 Seiten, online.
- Zweiter Band, Gotha 1826, 600 Seiten, online.
- Dritter Band, Gotha 1827, 810 Seiten, online.
- Vierter Band, Gotha 1828, 567 Seiten, online.
- Fünfter Band, Gotha 1830, 642 Seiten, online.
- Sechster Band, Gotha 1831, 650 Seiten, online.
- Siebenter Band, Gotha 1832, 634 Seiten, online.
- Achter Band, Gotha 1833, 721 Seiten, online.
- Neunter Band, Gotha 1834, 666 Seiten, online.
- Zehnter Band, Gotha 1835, 666 Seiten, online.
- Elfter Band, Gotha 1836, 716 Seiten, online.
- Zwölfter Band, Gotha 1837, 718 Seiten, online.
- Reise Sr. Hoheit des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach durch Nordamerika in den Jahren 1825 und 1826. 2 Bände. Wilhelm Hoffmann, Weimar 1828 (Digitalisate).
- Dr. Friedrich Alexander Bran. In: Minerva. Ein Journal historischen und politischen Inhalts, 4. Band für das Jahr 1831 [= Band 160 der Gesamtfolge], S. I–XXIV.
- Geschichte der Teutschen, 3 Bände. Friedrich Luden, Jena 1842 bis 1843 (Digitalisate).
- Übersetzung von und Vorwort zu Joseph Droz: Geschichte der Regierung Ludwig’s XVI., in den Jahren, da die französische Revolution verhütet oder geleitet werden konnte. Aus dem Französischen, mit einer Vorrede von Heinrich Luden. 3 Bände, Friedrich Luden, Jena 1842–1843 (Digitalisate).
- Hauptmann von Gerlach (General von Grolman). 1812 Student in Jena. Aus den ungedruckten „Rückblicken in mein Leben“. Friedrich Luden, Jena 1843 (Digitalisat).
- Rückblicke in mein Leben. Aus dem Nachlasse von Heinrich Luden. [Herausgegeben von „L.“, vermutlich der Sohn und Verleger Friedrich Luden.] Friedrich Luden, Jena 1847 (Digitalisat).
Gedenken
- Nach Luden benannte Örtlichkeiten
- Heinrich-Luden-Straße in Loxstedt
- Heinrich-Luden-Schule in Loxstedt
- Ludenhütte in Wanhöden (Landkreis Cuxhaven).<ref>Archiv des Vereins für Geschichte und Altertümer der Herzogtümer Bremen und Verden und des Landes Hadeln zu Stade, Band 4, S. 357.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Auszüge aus dem Buch „Nordholz in alten Ansichten“, auf europese-bibliotheek.nl ( vom 4. März 2016 im Internet Archive).</ref> Am Ortsausgang von Wanhöden befand sich früher ein Gebäude, in dem sich angeblich ein Professor Luden vor französischen Soldaten versteckt haben soll. Die Geschichte lebt bis heute und der Name ‚Ludenhütte‘ ist auf vielen Wanderkarte verzeichnet. Auch die nahegelegene Bushaltestelle heißt ‚An der Ludenhütte‘.
- Denkmale und Gedenktafel
- Luden-Denkmal in Jena, gestaltet von Jo Jastram, Fürstengraben 28–30
- Gedenktafel in Jena; am Gebäude von Ludens letzter Wohnung, Unterm Markt 2; drei weitere Gedenktafeln ging im 20. Jahrhundert verloren<ref>Gedenktafeln in Jena. Abgerufen am 25. September 2024.</ref>
- Tafel und eingemeißelter Name im Burschenschaftsdenkmal in Eisenach
- Gedenkstein mit Relief in Loxstedt, gestaltet von Christoph Fischer (siehe Foto rechte Spalte)
- Erbbegräbnisstätte für Heinrich Luden und seine Familie in Jena (siehe Foto rechte Spalte)
- Die Gedenktafel, die ursprünglich am Geburtshaus Heinrich Ludens ihren Platz hatte, wurde beim Abriss des Gebäudes gesichert und befindet sich seit 1995 im Inneren der Heinrich-Luden-Grundschule in Loxstedt.<ref>Joachim Bauer: Zwei Denkmäler für Heinrich Luden. Februar 1995, S. 1.</ref>
Heinrich-Luden-Preis
Die Neue Deutsche Burschenschaft vergibt seit 2008 jährlich den mit mittlerweile 2000 € dotierten Heinrich-Luden-Preis für akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement an engagierte Studenten, wobei der Förderpreis den Anspruch der Neuen DB-Burschenschafter unterstreichen soll, „im Studium gute Leistungen zu erbringen sowie sich im Sinne der burschenschaftlichen Ideale aktiv in unserer Gesellschaft einzusetzen“.<ref>Heinrich-Luden Preis. In: Webseite Neue Deutsche Burschenschaft e. V. Abgerufen am 23. Oktober 2018.</ref>
Literatur (alphabetisch geordnet)
- Gerd Althoff: Die Rezeption des Reiches seit dem Ende des Mittelalters. In: Matthias Puhle, Claus-Peter Hasse (Hrsg.): Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 bis 1806: Von Otto dem Großen bis zum Ausgang des Mittelalters, Dresden 2006, S. 477–485.
- Joachim Bauer: Zwei Denkmäler für Heinrich Luden. In: Niederdeutsches Heimatblatt. Mitteilungsblatt der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V., Nr. 542, Februar 1995, S. 1.
- H. Boe.: Luden, Heinrich (der Ältere). In: Lebenswege in Thüringen. Sechste Sammlung, Hg. Titus Marwinski. Verlag Vopelius, Jena 2025, ISBN 978-3-947303-43-4, S. 172–175.
- Irene Crusius: Luden, Heinrich (Hinrich). In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 15. Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
- Heinrich Döring: Dr. Heinrich Luden. In: Jenaischer Universitäts-Almanach 1845, S. 125–128.
- Heinrich Carl Abraham Eichstädt: Henricvs Lvden. In: Annales Academiae Ienensis. Croecker, Jena 1823, S. 42f.
- Klaus Goebel: Heinrich Luden. Sein Staatsbegriff und sein Einfluß auf die deutsche Verfassungsbewegung. Dissertation. Heidelberg 1968.
- Johannes Haage: Heinrich Luden – seine Persönlichkeit und seine Geschichtsauffassung. Dissertation. Leipzig 1930.
- Heinrich E. Hansen: Heinrich Luden – Loxstedts bedeutender Sohn. In: Niederdeutsches Heimatblatt. Mitteilungsblatt der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V., Nr. 171, März 1964, S. 4.
- Traugott Keßler: Heinrich Luden – Historiker (Reihe Lebensskizzen. Schriftenreihe zu Gräbern bekannter Jenaer Persönlichkeiten auf dem Johannisfriedhof, Nr. 31). DNB 1255096063. Jena [2022].
- [Heinrich Luden.] In: Neue Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung vom 14. Juni 1847, S. 561f.. (Nachgedruckt in Neuer Nekrolog der Deutschen. 25. Jg. 1847, Weimar 1849, S. 375–378.)
- Heinrich Luden. In: Meyer’s Groschen-Bibliothek der Deutschen Classiker. Bd. 131, Herman J. Meyer, Hildburghausen 1870, S. 5–11.
- Ralph Marks: Die Entwicklung nationaler Geschichtsschreibung – Luden und seine Zeit. Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, Bern, New York Paris 1987, ISBN 3-8204-0069-9.
- Gerhard Müller: Heinrich Luden als Parlamentarier. In: Schriften zur Geschichte des Parlamentarismus in Thüringen, Bd. 10., Wartburg-Verlag, Weimar 1998, ISBN 3-86160-510-4, S. 11–177.
- Elisabeth Reissig: Heinrich Luden als Publizist und Politiker. Diss. phil. Jena 1917. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde. Gustav Fischer, Jena 1918 (Teil 1 Online), 1920 (Teil 2 Online; Teil 3 Online).
- Erich Rosendahl: Die Ludens. Geschichte einer Jenaischen Professorenfamilie. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde. Neue Folge 30. Band [= 38. Band der Gesamtfolge], 1933, S. 526–546.
- Dietrich Schäfer: Heinrich Luden. Akademische Festrede, gehalten in der Aula zu Jena am 12. Juni 1880 zur hundertjährigen Gedächtnisfeier Ludens. In: Preußische Jahrbücher, Band 46, Berlin 1880, S. 379–400.
- Johanna Schopenhauer: Brief an ihren Sohn Arthur. In: Heinrich Luden, Johanna Schopenhauer: Die Schlacht von Jena und die Plünderung Weimars im Oktober 1806. Herausgegeben von Klaus von See u. Helena Lisa Wiessner. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2006, ISBN 978-3-8253-5268-4, S. 75–109.
- Benno Eide Siebs: Lebensbilder von der Elb- und Wesermündung. Ein Querschnitt durch acht Jahrhunderte. Sonderveröffentlichung der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung, Bremerhaven 1966.
- Friedrich Thieme: Ein echter, deutscher Mann. In: Altes und Neues aus der Heimat. Beilage zum Jenaer Volksblatt. Jena, 25. Juli 1921 (Online).
- Franz Xaver von Wegele: Luden, Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 19, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 370–375.
Weblinks
- Literatur von und über Heinrich Luden im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Heinrich Luden in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Nachlassstücke zu Heinrich Luden in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Anmerkungen
<references group="Anm" />
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Luden, Heinrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Luden, Hinrich (Taufname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1778 |
| GEBURTSORT | Loxstedt |
| STERBEDATUM | 23. Mai 1847 |
| STERBEORT | Jena |
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- Historiker
- Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
- Rektor (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
- Herausgeber
- Landtagsabgeordneter (Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach)
- Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Kommandeur)
- Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
- Teilnehmer am Wartburgfest (1817)
- Deutscher
- Geboren 1778
- Gestorben 1847
- Mann