Heinrich Köhler (Politiker, 1859)
Heinrich Wilhelm Georg Köhler (* 26. November 1859 in Bingen; † 2. Juni 1924 in Mainz) war ein hessischer Politiker (NLP, DVP), Abgeordneter und Präsident der Zweiten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen sowie des Landtags des Volksstaates Hessen und Oberbürgermeister von Worms.
Familie
Heinrich Köhler war der Sohn des Baurates Eduard Köhler (1822–1882) und seiner Frau Wilhelmine geborene Kühn (1822–1880). Am 15. August 1889 heiratete er Eugenie (gen. Jenny) Cäcilie geborene Weber. Heinrich Köhler war evangelisch.
Ausbildung und Beruf
Heinrich Köhler studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften in Leipzig, München und Gießen. Nach dem Studienabschluss war er Akzessist am Amts- und Landgericht Darmstadt und von 1886 bis 1894 Rechtsanwalt in Darmstadt. 1894 wurde er in Gießen mit einer Arbeit über die hessische Kirchenverfassung im Zeitalter der Reformation promoviert.<ref>Jahres-Verzeichniss der an den Deutschen Universitäten erschienen Schriften X (1894/95), S. 78.</ref> Betreuer der Arbeit war Arthur Benno Schmidt.
Abgeordneter
Heinrich Köhler rückte am 2. September 1898 für Otto Wolfskehl in die 2. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen nach. Er vertrat in der 30. und 31. Landtagssession den Wahlbezirk der Stadt Darmstadt im Landtag. In der 34. Session rückte er für Andreas Reinhart erneut in den Landtag (diesmal für den Wahlbezirk Stadt Worms) nach und verteidigte das Mandat für Worms auch bei den Wahlen von 1911, so dass er bis 1918 Mitglied der Kammer blieb. Von 1911 bis 1918 war er Präsident der zweiten Kammer der Landstände.
In den ersten Landtag des Volksstaates Hessen wurde er für die DVP gewählt. Sein Mandat in der zweiten Wahlperiode gab er zu Gunsten von Karl Laufer auf.
Kommunalpolitiker
Von 1894 bis 1898 war er besoldeter Beigeordneter der Stadt Darmstadt und von 1898 bis 1924 war er Bürgermeister von Worms. Ab 1900 trug er den Titel Oberbürgermeister. Ab dem Jahr 1910 war er Oberbürgermeister auf Lebenszeit.
Literatur
- Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen (= Darmstädter Archivschriften. Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 156–157.
- Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933 (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 19 = Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission. NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, Nr. 460.
- Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 220.
Weblinks
- Köhler, Heinrich Wilhelm Georg. Hessische Biografie. (Stand: 26. November 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
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Einzelnachweise
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Wilhelm Küchler | Heinrich Köhler | Wilhelm Rahn | Otto Schwebel | Gustav Adolf Körbel | Heinrich Bartholomäus | Ludwig von Heyl zu Herrnsheim | Ernst Kilb | Christian Eckert | Heinrich Völker | Günter Kuhfuß | Wilhelm Neuß | Gernot Fischer | Michael Kissel | Adolf Kessel
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Rudolf Eickemeyer | Karl Christian Eigenbrodt | Johann Friedrich Knapp | Ernst Schenck | Moritz Schmitt Jun. | Karl Christian Eigenbrodt | Ernst Schenck | Andreas von Hesse | Joseph Hillebrand | Martin Mohr | Wilhelm Goldmann | Friedrich Lotheissen | Friedrich Ludwig Klipstein | August Strecker | Wilhelm Gottlieb Soldan | Georg Buff | Carl Johann Hoffmann | Joseph Görz | August Kugler | Hermann Weber | Wilhelm Haas | Heinrich Köhler
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Claus Kröncke (1820–1821) | Friedrich Ludwig Wiener (1823–1824) | Ernst Schenck (1826–1833) | Karl Köhler (1835–1836) | August Görtz (1838–1841) | Justus Georg Kahlert (1841–1850) | Moritz Breidenbach (1851–1856) | Justus Georg Kahlert (1856–1862) | Karl Ferdinand Schulz (1862–1866) | Franz Fink (1866–1872) | Carl Johann Hoffmann (1850, 1872–1874) | Franz Weber (1874–1875) | Otto Wolfskehl (1875–1898) | Heinrich Köhler (1898–1902) | Ludwig Saeng (1902–1903) | Heinrich Müller (1903–1906) | Arthur Osann (1906–1918) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Franz Ludwig von Maubuisson (1820–1824) | Johann Georg Zimmer (1826–1827) | Johann Baptist Pitschaft (1829–1830) | Georg Hallwachs (1832–1833) | Philipp Rauschert (1834) | Johann Jacob Parcus (1835–1841) | Wilhelm Valckenberg (1841–1847) | Heinrich von Gagern (1847) | Eduard Lehne (1847–1849) | Heinrich von Gagern (1849–1850) | Andreas Matty (1850) | Friedrich Eich (1851–1856) | Jakob Millet (1856–1859) | Cornelius Valckenberg (1859–1862) | Jakob Finger (1862–1865) | Marcus Edinger (1865–1878) | Nikolaus Andreas Reinhart (1878–1910) | Heinrich Köhler (1910–1918)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Köhler, Heinrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Köhler, Heinrich Wilhelm Georg (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker, Landtagsabgeordneter Großherzogtum Hessen |
| GEBURTSDATUM | 26. November 1859 |
| GEBURTSORT | Bingen |
| STERBEDATUM | 2. Juni 1924 |
| STERBEORT | Mainz |
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