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Heinrich Junker (Politiker, 1923)

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Heinrich Junker (* 15. April 1923 in Liemke; † 30. Dezember 2012<ref>Senne: Heinz Junker gestorben. Weggefährten schätzten seine direkte Art und klaren politischen Analysen. In: www.nw-news.de. Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 2. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2013; abgerufen am 6. Juli 2025.</ref>) war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1961 bis 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Junker in den Jahren 1937 bis 1939 eine kaufmännische Ausbildung im Süßwarengroßhandel und arbeitete anschließend als Kaufmannsgehilfe. Er nahm von 1941 bis 1945 als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, wurde bei der Infanterie eingesetzt und zweimal verwundet. Im Jahr 1943 besuchte er die Heeresfeuerwerkerschule in Berlin-Lichterfelde.

Junker arbeitete von 1945 bis 1949 als Verwaltungsangestellter und schloss sich 1947 der ÖTV an. Er studierte von 1949 bis 1951 an der Akademie für Gemeinwirtschaft Hamburg, graduierte dort zum Volkswirt und war anschließend bis 1952 Gewerkschaftssekretär bei der ÖTV-Kreisverwaltung Bielefeld. 1956 wurde er Lehrer für Wirtschaftspolitik an der Heimvolkshochschule der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bergneustadt, die er später bis 1961 leitete.

Partei

Junker war bis 1941 in der Katholischen Jugendbewegung tätig. Er trat im Jahr 1947 in die SPD ein, schloss sich den Jungsozialisten an und wurde 1948 Unterbezirksvorsitzender der Jungsozialisten. In den Jahren 1953 bis 1955 war er Referent beim Parteivorstand der SPD, von 1962 bis 1965 stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Ostwestfalen-Lippe.

Vereine

Heinrich Junker war im Jahr 1967 Gründungsmitglied des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock, welcher sich für die Erinnerung an die Kriegsgefangenen der des Stalag 326 einsetzt.<ref>Blumen für Stukenbrock: Werner Höner setzt sich weiter für Arbeitskreis ein Mindener Tageblatt, 31. August 2012</ref>

Abgeordneter

Junker war von 1961 bis 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Parlament vertrat er von 1961 bis 1965 den Wahlkreis Bielefeld – Halle und anschließend bis 1976 den Wahlkreis Bielefeld-Land. Bei der Bundestagswahl 1976 zog er über die Landesliste der SPD Nordrhein-Westfalen in den Bundestag ein.

Vorwurf der Stasi-Tätigkeit

Helmut Müller-Enbergs hat in Rosenholz. Eine Quellenkritik (2007) Junker als einen von „mindestens zehn“ Abgeordneten genannt, der im Deutschen Bundestag von 1969 bis 1972 in direktem Kontakt mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR gestanden habe.<ref>Die Zeit 24/2009 vom 4. Juni 2009: Spitzenquellen West, S. 44 und Helmut Müller-Enbergs: Rosenholz. Eine Quellenkritik. (PDF; 1,52 MB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 3. Mai 2014.</ref> So soll dieser als IM „Bismark“ für die Hauptverwaltung A tätig gewesen sein.<ref>Vgl. Netzeitung.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., eingesehen am 12. Juli 2010.</ref> Der BStU stellte 2013 fest: „Ob Junker lediglich als Kontaktperson ausgenutzt wurde, ob er unter einer Legende abgeschöpft wurde, oder ob er zeitweilig bewusst mit der Hauptverwaltung A (HV A) kooperierte, lässt sich allein anhand der vorliegenden Unterlagen nicht feststellen.“<ref>Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen: Der Deutsche Bundestag 1949 bis 1989 in den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Gutachten an den Deutschen Bundestag gemäß § 37 (3) des Stasi-Unterlagen-Gesetzes, Berlin 2013, S. 230. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gutachten (PDF) (Memento vom 8. November 2013 im Internet Archive)).</ref>

Einzelnachweise

<references />

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