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Heinrich Fabricius (Mediziner)

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Heinrich Fabricius (* um 1547 in Bergzabern; † 28. März 1612 in Hornbach) war ein deutscher Mediziner, Dichter und Philosoph. Sein eigentlicher Name war Heinrich Faber, nach seiner Ernennung zum Poeta laureatus latinisierte er den Namen zu Fabricius.

Leben

Fabricius erhielt ab 1559 Unterricht bei Immanuel Tremellius am neu gegründeten Hornbacher Gymnasium und ging am 1. April 1565 nach Wittenberg ab. Am 2. Mai 1565 immatrikulierte er sich in Wittenberg, 1566 nahm er ein Studium an der Akademie von Johannes Sturm in Straßburg auf.

Am 6. November 1567 wurde er Lehrer in Zweibrücken. Als Erzieher bei der Familie Friedrich von Scharffensteins ging er mit den Kindern Ostern 1568 nach Heidelberg und nahm dort das Studium der Medizin auf.<ref name="Iselin 1742">Iselin et al. 1742, S. 407.</ref> 1570 wurde er als Redner oder Übersetzer für eine Gesandtschaft auf den Reichstag zu Speyer geschickt, wo er auffiel und 1572 von Kaiser Maximilian II. zum Poeta laureatus gekrönt wurde.

1573 setzte Fabricius sein Medizinstudium in Padua fort, wo er sich am 8. Januar immatrikulierte<ref>Matricula Nationis Germanicae Artistarum in Gymnasio Patavino (1553–1721), hrsg. von Lucia Rossetti, Padova 1986, S. 34, Nr. 283.</ref>. Schon am 30. März desselben Jahres erhielt er in Basel den Doktortitel in Medizin<ref>Matrikel der Universität Basel II, Basel 1956, hrsg. von Hans Georg Wackernagel, S. 220, Nr. 13.</ref>, kehrte nach Hornbach zurück und unterrichtet dort Philosophie am Gymnasium. 1577 wurde er von Herzog Johann I. von Pfalz-Zweibrücken zum Rektor des Gymnasiums in Hornbach ernannt, dieses Amt legte er 1600 gezwungenermaßen nieder und arbeitete als Arzt.

Am 21. Oktober 1583 schrieb er einen Brief an Herzog Johann I. über die Auswirkungen der Pest auf das Hornbacher Gymnasium.

Am 28. Oktober 1597 wurde sein Sohn Heinrich Rupert Fabricius geboren.

1601 wurde Fabricius Leibarzt in Nürnberg.

Er verstarb 1612 im Alter von 65 Jahren. Man errichtete ihm in Hornbach ein Grabmal mit der Inschrift: Montanæ Henricum civem genuere Tabernæ / Fabricium, Hornbacum fovit & Italia / Inde redit duplices edoctus Apollinis artes: / Hic Rector lustrus quinque obit emeritus. / Corpus habet fanum Ioannis, ut ipse volebat: / Hæc tabula hæredum testis amoris adest.<ref name="Adam 1620">Adam 1620, S. 418.</ref>

Seine Grabinschrift lautete weiter: Qui Christum coluit coletque in ævum / Ista Fabricius recumbit urna / Summus philosophus, poëta summus / Et summus medicus: dolete amici.<ref name="Adam 1620" /> (Hier liegt Fabricius begraben, / Ein Mann mit christlich frommem Sinn / Ein Philosoph geschmückt mit Dichtergaben, / Ein guter Arzt, o Freunde, weint um ihn.)<ref>Finckenstein 1864, S. 164.</ref>

Werke

Literatur

Einzelnachweise

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