Zum Inhalt springen

Heinrich Eddelbüttel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Heinrich Eddelbüttel (* 12. November 1888 in Hamburg; † 1945) war ein deutscher Biologiedidaktiker und Rassenideologe.

Leben

Nach einem Studium der Naturwissenschaften und der Promotion 1911 an der Universität Göttingen arbeitete er ein Jahr als Assistent dort, bevor er als Oberlehrer bis 1927 in den Hamburger Schuldienst eintrat. Dann wirkte er als Dozent und seit 1928 als Professor am Pädagogischen Institut für Lehrerbildung bzw. an der Hochschule für Lehrerbildung in Rostock. Nach ihrer Schließung lehrte er weiter an der 1942 neu eröffneten Lehrerbildungsanstalt Güstrow.

Zum 1. Mai 1933 trat er in die NSDAP (Mitgliedsnummer 2.807.178)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7300974</ref> und im selben Jahr in den NSLB ein und wirkte von Rostock aus reichsweit an Lehrerfortbildungen zur Rassenlehre mit. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Er war Mitverfasser des neuen Biologielehrbuchs im Sinne der nationalsozialistischen Rassenlehre und veröffentlichte in Lehrerzeitschriften. 1945 beendete er sein Leben durch Selbstmord.<ref>Hermann Langer: Zur Ausbildung von Mecklenburgs Volksschullehrern unterm Hakenkreuz (1932-1945), in: Zeitgeschichte regional, 1/2012, S. 84</ref>

Schriften

Literatur

  • Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt: Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs, Bio-bibliographisches Handbuch, Berlin 2006, ISBN 978-3050040943
  • Göttinger Biologen 1737 - 1945. Eine biographisch-bibliographische Liste. Hrsg. von Gerhard Wagenitz. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1988

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein