Zum Inhalt springen

Heinrich Douffet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karl Heinrich Douffet (* 25. Mai 1934 in Teplitz-Schönau,<ref group="Anm.">Abweichend hiervon findet sich für den Geburtsort auch die Angabe Ossegg (Bezirk Teplitz-Schönau).</ref> Tschechoslowakei; † 2. Mai 2017 in Freiberg)<ref name="PM_Freiberg"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. Karl Heinrich Douffet gestorben. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiberg.de Pressemitteilung der Stadt Freiberg, 2. Mai 2017, abgerufen am 3. Mai 2017.</ref><ref>Freiberg: Früherer Stadt- und Kreisrat Heinrich Douffet gestorben. Freie Presse Online, 2. Mai 2017, abgerufen am 2. Mai 2017.</ref> war ein deutscher Geologe, Denkmalpfleger und Kommunalpolitiker (CDU). Er war 1990 Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR.

Leben

Douffet besuchte die Volksschule in Potsdam und Ladowitz sowie die Oberschule in Dux und Freiberg. Er studierte von 1952 bis 1957 an der Bergakademie Freiberg Geologie. Anschließend war er bis 1983 als kartierender Geologe und Gruppenleiter beim Geologischen Dienst Freiberg tätig.<ref name="DBGT">Technische Universität Dresden (Hrsg.): Dresdener Beiträge zur Geschichte der Technikwissenschaften, Bände 23–26. Dresden 1994, S. 63.</ref> 1975 wurde er an der Universität Greifswald zur Thematik Stratigraphie und Tektonik des südvogtländischen Ordoviziums promoviert.<ref>Eintrag in der Deutschen Nationalbibliothek.</ref>

Von 1963 bis 1989 war er Kreisbeauftragter für Denkmalpflege im Kreis Freiberg.<ref name="DBGT"/> Er setzte sich in dieser Zeit erfolgreich für den Erhalt der historischen Innenstadt in Freiberg ein und konnte sozialistische Wohnungsbauplanungen im Stadtzentrum verhindern, indem er die Aufnahme der Altstadt und Bergbauanlagen in die Bezirksdenkmalliste und zentrale Denkmalliste der DDR durchsetzte.<ref name="Laudatio">Ulrich Thiel: @1@2Vorlage:Toter Link/www.freiberg.deLaudatio für den Bürgerpreisträger 2005 – Dr. Heinrich Douffet: „Nimmermüde, mutig und erfolgreich zum Wohle der Heimatstadt“. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Website der Stadt Freiberg, abgerufen am 3. Mai 2017.</ref> Von 1983 bis 1990 war er Mitarbeiter im Bezirkskunstzentrum Karl-Marx-Stadt und war dort verantwortlich für die technischen Museen des Bezirkes.<ref name="DBGT"/> Gleichzeitig war er Abgeordneter des Kreistages Freiberg<ref> Unionsfreund Dr. Douffet zum Aufbau des Bergbaumuseums in Oelsnitz/Erzgeb. In: Neue Zeit, 8. Juli 1986, S. 3.</ref> und Mitglied des Zentralvorstandes für Denkmalpflege beim Kulturbund der DDR.<ref>Gespräch mit Unionsfreund Dr. Heinrich Douffet. In: Neue Zeit, 18. Oktober 1986, S. 3.</ref>

Douffet, ab 1982 Mitglied der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands, wurde bei der Volkskammerwahl am 18. März 1990 in die erste freie Volkskammer der DDR gewählt. Am 30. September 1990 wurde er bei der Wahl der 63 CDU-Abgeordneten für den gesamtdeutschen Bundestag durch die Volkskammer zum Nachfolgekandidaten gewählt.<ref>Für das gesamtdeutsche Parlament gewählt. In: Neue Zeit, 1. Oktober 1990, S. 2. </ref>

Bis zu seiner Pensionierung war er danach von 1991 bis 1999 als Referatsleiter für Museen und Denkmalpflege im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst tätig. Von 1994 bis 2014 war Douffet, zeitweise als Vorsitzender der CDU-Fraktion, Mitglied des Stadtrates von Freiberg und engagierte sich umfassend für den Erhalt des Schlosses Freudenstein.

Ehrungen

Datei:Heinrich Douffet Gedenktafel Freiberg.jpg
Gedenktafel in Freiberg

Zu Douffets Ehrungen in der DDR zählen die Stadtehrenplakette der Stadt in Silber (1982) und der Architekturpreis des Bezirkes Karl-Marx-Stadt (1986).<ref name="PM_Freiberg" /> Im Jahre 2004 zeichnete ihn die Stadt Freiberg mit dem Andreas-Möller-Geschichtspreis und im Jahre 2005 mit dem Bürgerpreis aus.<ref name="Laudatio" /> Douffet war Ehrenmitglied des Freiberger Altertumsvereins. Am 4. Mai 2017 wurde ihm – zwei Tage nach seinem Tod – postum die Ehrenbürgerwürde der Stadt Freiberg verliehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. Karl Heinrich Douffet mit Ehrenbürgerwürde geehrt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. November 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiberg.de. Pressemitteilung der Stadt Freiberg, 5. Mai 2017, abgerufen am 5. Mai 2017.</ref>

Literatur

  • Christopher Hausmann: Biographisches Handbuch der 10. Volkskammer der DDR (1990). Böhlau Verlag, Köln 2000, ISBN 3-412-02597-6, S. 40.
  • Werner Lauterbach: Dr. Heinrich Douffet zum Fünfundsechzigsten. In: Sächsische Heimatblätter 45 (1999), Heft 5, S. 345. ISSN 0486-8234
  • Ulrich Thiel: Heinrich Douffet zum 70. Geburtstag. In: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 94/95 (2004), S. 5–12. ISSN 1611-5759
  • Christel Grau: Bibliographie Heinrich Douffet. In: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 94/95 (2004), S. 13–18. ISSN 1611-5759
  • Uwe Richter und Ulrich Thiel: Dr. Heinrich Douffet † (1934–2017). In: ACAMONTA 24 (2017), S. 165–166. ISSN 2193-309X

Weblinks

Anmerkung

<references group="Anm." />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein