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Heilbronn (Familienname)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Heilbronn, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.,<ref>modern Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.</ref> respektive Heilbronner ist ein jüdischer Name, der in zahlreichen verschiedenen Varianten bzw. Schreibweisen existiert.

Geschichte

Der Familienname leitet sich vom Namen der Stadt Heilbronn ab. Im Mittelalter befand sich dort eine bedeutende jüdische Gemeinde.<ref name="alemannia-judaica">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref><ref name="jewishencyclopediaH">Heilbronn , Eintrag in jewishencyclopedia.com (englisch).</ref> Schon bevor Familiennamen amtlich verbindlich wurden, nahmen viele jüdische Familien den Namen der Stadt als Herkunftsname an oder fügten ihn ihrem Namen bei, und daraus entwickelten sich zahlreiche Abwandlungen und Schreibarten. Der Name selbst ist ab etwa dem 16. Jahrhundert nachgewiesen.<ref name="jewishencyclopedia">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Im Zuge der späteren Wanderungsbewegungen der mittel- und osteuropäischen Juden sind diese Namen heute weltweit verbreitet.<ref name="jewishencyclopedia"/>

Varianten

Ausgangspunkt der Namensvarianten ist die Namensform "Heilbrunn". Der Name machte in Osteuropa die jeweiligen jiddischen Vokalveränderungen mit, wobei in den südlichen und zentralen ostjiddischen Dialekten "u" zu "i" wurde und "ai" (deutsch ei geschrieben) zu "a", womit aus lautlich "Hailbrun" "Halbrin" wurde. Da der Wandel von "u" zu "i" weiter verbreitet ist als der Wandel von "ai" zu "a", entstand auch die Form "Hailbrin". Weil der Unterschied zwischen "br" und "pr" im Silbenanlaut des Dialekts von Heilbronn nicht existiert, entstehen daraus leicht Formen mit "p" statt "b". Im Russischen wird der nicht vorhandene Laut "h" regelmäßig durch "g" ersetzt (beispielsweise Гамбург [Gamburg] für Hamburg), was die Formen mit Anlautendem "g" erklärt. In etlichen jiddischen Dialekten fällt das "h" ersatzlos weg, was die Formen mit vokalischem Anlaut erklärt.

mit «H»:

  • Heilbronn, Heilbron<ref name="jewishencyclopedia"/> – diese Namen können genauso auch nicht-jüdischer Wurzel sein
  • Heilbronner,<ref name="jewishencyclopedia"/> Heilbroner – ebenfalls auch nicht-jüdisch
  • Heilbrunn, Heilbrun<ref name="jewishencyclopedia"/> – auch zu anderen Orten dieses Namens möglich
  • Heilprun<ref name="jewishencyclopedia"/>
  • Heilprin
  • Heilpern
  • Halprin (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.)
  • Halperin,
  • Halpern (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.), Halper
  • Halpert

mit «A» (west- und ostjiddisch)

mit «G» (ostjiddisch/russisch)

Namensträger

Bekanntere Familien

Zu den bedeutenderen nachweisbaren Familien des Namens gehören:

  • Zebulun Eliezer Heilprin und Nachfahren (Wende 16./17. Jahrhundert):<ref name="jewishencyclopedia2">Heilprin. In: jewishencyclopedia.com – dort mit Stammbaum</ref> sein Sohn Moses von Brest-Litovsk (Moshe Livshitz), Av Bet Din (Rabbinatsrichter) in Minsk, verfasste das Zichron Moshe (Lublin, 1611)
  • Lipman Heilprin und Nachfahren (Wende 16./17. Jahrhundert):<ref name="jewishencyclopedia2" /> mehrere Rabbiner und bedeutende Personen im Rat der vier Länder (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.) in Polen<ref>vergl. → Geschichte der Juden in Polen: Die polnisch-litauische Union: 1572–1795</ref>
  • Jekuthiel Heilprin und Nachfahren in Minsk:<ref name="jewishencyclopedia"/> darunter Jechiel (ben Salomon) Heilprin (um 1660–1746), Autor des Seder ha-Dorot
  • Jehiel Hirsch Heilprin und Nachfahren:<ref name="jewishencyclopedia"/> Die Familie ging 1821 von Brody nach Odessa

Einzelnachweise

<references />