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Headcount-Index

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Headcount-Index (deutsch etwa Kopfzahlindex) ist ein von der Weltbank in der Entwicklungsökonomie genutzter Armutsindikator. Der Headcount-Index gibt den Anteil der Bevölkerung eines Landes in Prozent an, der nach dem Pro-Kopf-Konsum unter eine vorher festgelegte Armutsgrenze fällt.

Berechnung

Sei <math>Y = (y_1, y_2, \ldots y_n)</math> ein Einkommensprofil. Sei weiterhin die Anzahl der beim Einkommensprofil <math>Y</math> gemäß der Armutsgrenze <math>A</math> als arm geltenden Individuen gegeben durch <math>k_A(Y)</math>. Der Headcount-Index ist dann gegeben durch den Anteil der gemäß der Armutsgrenze als arm geltenden an der Gesamtbevölkerung <math>n</math>

<math>H = \frac{k_A(Y)}{n}</math>.

Bestimmung der Armutsgrenze

Diese Armutsgrenze wird auf Landesebene anhand der regionalen Gegebenheiten angepasst, diese richtet sich an dem notwendigen Minimum für die Konsumausgaben, entweder nach der Cost-of-basic-needs-Methode auf Basis eines Warenkorbs oder der Food-energy-Methode, welche nur den Mindestkalorienbedarf nach der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation oder Weltgesundheitsorganisation umfasst.

Im Gegensatz zur nationalen ist die internationale Armutsgrenze nach der Weltbank definiert als 1 US-Dollar pro Tag (kaufkraftbereinigt) und Person. Diese Armutsgrenze basiert auf der Kaufkraftparität aus dem Jahr 1985, 1 US-Dollar KKP besitzt in jedem Land die gleiche reale Kaufkraft.

Weblinks