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Haus der Zukunft (Mehrgenerationenhaus)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:BremenHDZ.tif
Blick auf das Haus der Zukunft in Bremen Lüssum-Bockhorn. Ausgezeichnet mit dem BDA-Preis Bremen 1998

Das Haus der Zukunft ist ein Mehrgenerationenhaus und Quartierzentrum im Bremer Ortsteil Lüssum-Bockhorn. Es ist das einzige dieser Art im Land Bremen. Träger ist die Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gemeinnützige GmbH.

Das Haus der Zukunft als Mehrgenerationenhaus

Struktur

Das Haus der Zukunft ist auf dem Gelände der ansässigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde entstanden. Im November 2006 wurde es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in das „Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser“ aufgenommen und wird auch weiterhin als Mehrgenerationenhaus vom Bundesministerium gefördert. Das umliegende Quartier wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in den Förderplan für Stadtentwicklung aufgenommen.<ref>Haus der Zukunft: Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. In: www.staedtebaufoerderung.info. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Januar 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/www.staedtebaufoerderung.info (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Das Mehrgenerationenhaus Bremen wurde am 3. April 2007 von Bundesministerin Ursula von der Leyen eröffnet.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Diakonie-Präsident und Bundesfamilienministerin besuchen Mehrgenerationenhaus der Diakonie (Memento vom 30. Dezember 2010 im Internet Archive) auf der Internetseite Diakonisches Werk.</ref> Es ist ein Verbundprojekt, in dem das Haus der Zukunft e. V. (dazu gehören das Quartiersmanagement für die Programme WiN, Soziale Stadt und Stärken vor Ort, das Haus der Familie, der Elternverein für psychomotorische Entwicklungsförderung EPSYMO und die frühe Elternberatung SWIMMY) mit der gegenüberliegenden ev. Kindertagesstätte und dem ev. Gemeindezentrum miteinander kooperieren.<ref>Rolf Prigge, Jendrik Schröder: Quartierszentren in der Stadtgemeinde Bremen. Gutachten über die Ausgangslage, Weiterentwicklung und Förderung, Institut Arbeit und Wirtschaft. Bremen, 2010, ISBN 978-3-939928-52-2, S. 47.</ref>

Der ehemalige Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen Jens Böhrnsen ist Pate des Hauses der Zukunft.<ref>Böhrnsen bangt um das Haus der Zukunft. In: www.weser-kurier.de. Weser-Kurier, 12. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Januar 2016; abgerufen am 22. Juni 2025.</ref> Das von den Architekten Helmut Rabien und Ulrich Helpertz vom Bauamt Bremen-Nord entworfene Gebäude wurde mit dem BDA-Preis Bremen 1998 ausgezeichnet.<ref>Internetseite Baunetz.de: BDA-Preis Bremen 1998.</ref> Die Leiterin der Einrichtung wurde 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit im Haus der Zukunft ausgezeichnet.<ref>Nordbremerin erhält Bundesverdienstkreuz für soziales Engagement. In: www.buergerengagement.bremen.de. Land Bremen, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Juni 2025.@1@2Vorlage:Toter Link/www.buergerengagement.bremen.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Angebote / Dienstleistungen

Beschäftigungsangebote

„Arbeitsgelegenheiten nach AGH-E (Entgeltvariante)“ werden geboten:

Zum einen wird durch das „Küchenprojekt“ wohnortnahe Beschäftigung und Qualifizierung im hauswirtschaftlichen Bereich angeboten. Die Teilnehmer sind oftmals Mütter aus der Kindertagesstätte, denen durch das Küchenprojekt einen (Wieder-)Einstieg in den Beruf ermöglicht werden soll und die durch dieses Projekt etwas über Gesundheit und Ernährung lernen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erproben.

Das zweite Projekt heißt „Frauenwerkstatt / Stadtteilkulturarbeit“ in dem eine Arbeitsgelegenheit nach AGH-E zur Verfügung steht. In der „Internationalen Frauenwerkstatt Lüssum“ gibt es eine Nähwerkstatt und einen Raum, in dem gebastelt, gemalt oder ähnlich kreativ gearbeitet werden kann. Die Aufgaben für die Beschäftigten umfassen das gemeinsame Handarbeiten und Handwerken mit Frauen aus dem Quartier und auch die Unterstützung bzw. Anleitung der Besucherinnen bei verschiedenen Tätigkeiten.

Beratung

Im Haus der Zukunft gibt es eine „Frühe Elternberatungsstelle“, Beratung für Migranten und Familien türkischer Herkunft in Fragen der Erziehung und Entwicklung von Kindern. Neben Problemen in Familie und Erziehung werden auch Hilfestellungen in den Bereichen Kindergarten und Schule angeboten. Ebenfalls wird durch die Arbeitslosen- und Sozialberatung Hilfestellung bei Fragen zu Arbeitslosengeld und bei Ämterangelegenheiten gewährleistet. Darüber hinaus werden Seminare zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit durchgeführt.<ref>Rolf Prigge, Jendrik Schröder: Quartierszentren in der Stadtgemeinde Bremen. Gutachten über die Ausgangslage, Weiterentwicklung und Förderung, Institut Arbeit und Wirtschaft. Bremen, 2010, ISBN 978-3-939928-52-2, S. 48f.</ref>

Generationenübergreifende Angebote

Um den Austausch und Dialog der Generationen zu fördern, bietet das Haus der Zukunft verschiedene gemeinsame Aktivitäten (z. B. Bewegungs- und Bildungsangebote, Ausflüge, Frühstückstreffs usw.) für junge und alte Menschen an.

Das Haus der Zukunft als Verein

Datei:Bremen-Luessum evang-luth-Gemeinde 01.jpg
Blick auf die kooperierende und benachbarte ev.-luth. Kirchengemeinde Bremen-Lüssum. Es handelt sich hierbei um kein Kirchengebäude, sondern um ein größeres Gemeindezentrum in Form eines Mehrzweckgebäudes. Architekt: Carsten Schröck

Der Verein Haus der Zukunft e. V. wurde von Bürgern des Stadtteils und von im Stadtteil tätigen Fachkräften im Jahr 1991 gegründet. Er hatte insgesamt rund 30 Mitglieder. Im Verein waren fast alle im Haus aktiven Initiativen und Einrichtungen sowie die Ev.-luth. Kirchengemeinde Lüssum vertreten. Auch der Vorstand setzte sich entsprechend zusammen. Der Vorstand koordinierte und gestaltet die Arbeit des Quartierszentrums. Den Vorsitz hatte die Quartiersmanagerin inne, und sie trägt damit auch die rechtliche und finanzielle Verantwortung. Der Verein hat sich im Jahr 1993 einem Wohlfahrtsverband angeschlossen und war seitdem Mitglied im Diakonischen Werk in der Bremer Diakonie. Er war vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Der Verein Haus der Zukunft e. V. übernahm für Projekte der Bewohneraktivierung oftmals die Trägerschaft und arbeitet auch aufgrund der Vereinsstruktur eng mit dem Quartiermanagement zusammen. Der Verein war Herausgeber von Schriften.

Zum 1. Januar 2025 ist der Verein mit der Petri & Eichen, Diakonische Kinder- und Jugendhilfe Bremen gemeinnützige GmbH verschmolzen.<ref>Staffelstaabübergabe an Petri & Eichen – Haus der Zukunft Bremen. Abgerufen am 7. März 2025.</ref>

Zitat

„Das Haus ist [...] Verbundprojekt und Netzwerk verschiedener Kooperationspartner. Es versteht sich als Drehscheibe für die an den Lebenslagen der Bewohner des Stadtteils orientierten Angebote, wie soziale Dienstleistungen, Erziehungs- und Familienberatung, Gesundheitsförderung sowie Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte.“ Ingelore Rosenkötter<ref>Haus der Zukunft e.V. (Hrsg.): Zehn Jahre Haus der Zukunft, Bremen, 2007, S. 5.</ref>

Literatur

  • Renate Freericks, Rainer Hartmann, Bernd Stecker: Freizeitwissenschaft. Lehr- und Handbücher der Soziologie, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2008, ISBN 978-34865835-88, S. 88f (bei Google Books einsehbar).
  • Rolf Prigge, Jendrik Schröder: Quartierszentren in der Stadtgemeinde Bremen. Gutachten über die Ausgangslage, Weiterentwicklung und Förderung, Institut Arbeit und Wirtschaft, Bremen, 2010, ISBN 978-3-939928-52-2, S. 47ff.
  • Haus der Zukunft e.V. (Hrsg.): Zehn Jahre Haus der Zukunft, Bremen, 2007.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 11′ 49,1″ N, 8° 33′ 52,1″ O

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