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Hasel (Werra)

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Hasel ist ein über den nominellen Quellarm 26,4 km, über die Lauter 32,5 km und über die Schwarza nebst Schönau sogar 38,1 km langer<ref name="Längen" /> rechter Zufluss der Werra aus dem Thüringer Wald in Südthüringen.

Name

Der Fluss wird im Jahr 824 als Hasalaha erstmals schriftlich genannt. Der Name ist ein Kompositum mit dem Hydronym -aha für 'Fließgewässer' und dem althochdeutschen Wort hasal für 'Haselstrauch, -nuss, -gebüsch'.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geografie

Datei:Hasel Werra catchment.png
Einzugsgebiet der Hasel

Verlauf

Die Hasel entspringt in Suhl unterhalb des Friedberges. Bereits in Suhl münden schon einige Nebenflüsse in die Hasel. Sie wird von der Talbrücke Haseltal überspannt. Nach wenigen Kilometern fließen dann der Steinbach und die Lauter in die Hasel. Die Hasel fließt dann weiter durch das Haseltal. Nach Verschmutzung durch Industrieabwässer in den vergangenen Jahrzehnten ist der Fluss mittlerweile wieder sehr sauber. Bei Ellingshausen sollte in den 1980er Jahren eine Talsperre gebaut werden, aber man stellte das Projekt ein. Nach 26,4 km<ref name="Längen" /> mündet die Hasel bei Einhausen in die Werra.

Nebenflüsse

Das Flusssystem der Hasel legt sich fächerförmig um den südwestlichen Thüringer Wald. Dabei wird das Mittelgebirge markant durch die Flussarme in einzelne Bergrücken aufgeteilt.

Nachfolgend findet sich eine im Uhrzeigersinn von Westen nach Osten geordnete Aufstellung, die auch Zuflüsse höherer Ordnung berücksichtigt. Für eine Ordnung in Fließrichtung der Hasel ist die Tabelle nach den Fließgewässerkennziffern (DGKZ) zu ordnen.

Name


Vorfluter
(Zufluss-
seite)
Länge

[km]
<ref name="Längen" />
Einzugs-
gebiet
[km²]
<ref name="GKZ" />
EZG/
Vorfluter
[km²]
<ref>Zum Vergleich von Vorfluter und Nebenfluss ist hier je das Einzugsgebiet des Vorfluters beim Zusammenfließen aufgeführt.</ref>
Mündungs-
höhe
[m. ü. NN]
Vorlage:GeoQuelle
Mündungs-
ort
(bei)
DGKZ
<ref name="GKZ" /><ref>Zur besseren Sortierbarkeit sind hinter der Vorfluter-Kennziffer je Bindestriche eingefügt.</ref>

Christeser Wasser Schwarza (r) 8,5 23,8 76,3 358 Schwarza 4128-6
Schwarza<ref>Die Schwarza heißt im Oberlauf Haselbach und im Mittellauf Schönau.</ref> Hasel (r) 30,0 173,3 139,0 322 Rohr 412-8
Häselbach<ref>Der Häselbach wird, insbesondere im Quellverlauf, auch Dürre Hasel genannt.</ref> Schwarza (l) 6,4 13,1 55,0 384 Viernau 4128-4
Lichtenau Schwarza (l) 20,7 49,4 102,0 353 Schwarza 4128-8
Albrechtser Wasser Hasel (r) 5,6 10,5 68,4 384 Suhl-Heinrichs/Mäbendorf 412-4
Mühlwasser Lauter (r) 7,0 17,0 18,1 447 Suhl-Goldlauter 4122-8
Steinsfelder Wasser Mühlwasser (l) 4,9 494 Suhl 41228-?
Dürre Lauter Lauter (r) 2,1 5,6 3,9 563 Suhl-Goldlauter 4122-2
Lauter Hasel (r) 10,5 41,5 12,1 412 Suhl-Heinrichs 412-2
Lange Lauter Lauter (l) 3,4 544 Suhl-Goldlauter 4122-4
Rimbach Lauter (l) 4,9 530 Suhl 4122-?
Hasel Werra (r) 26,4 330,9 653,6 295 Einhausen 41-2
Bach aus Suhler Neundorf Hasel (l) 2,8 5,1 3,4 428 Suhl 412-12
Dreisbach Hasel (l) 5,4 9,0 59,0 390 Suhl-Heinrichs 412-32
Spring Hasel (l) 10,1 31,4 137,9 328 Dillstädt 412-6
Datei:Dillstaedt-Hasel1-Bubo.JPG
Die Hasel in Dillstädt

Zur Hochzeit mit der Werra trägt die Hasel mehr als ein Drittel des Wassers bei; etwa die gleiche Menge war zuvor aus dem Fächer der Schleuse der Werra zugeflossen, der sich unmittelbar südöstlich dem der Hasel anschließt. Dieses belegt die Dominanz der beiden Flusssysteme innerhalb der unteren Werra.

Zur Hauptflussfrage

Von den insgesamt 4,65 m³/s, die die Hasel an Wasser fördert, kommen allein 2,35 vom System der SchwarzaVorlage:GeoQuelle, deren Einzugsgebiet bis zur Mündung auch größer ist als das der Hasel bis dorthin. Auch ist die Hasel über die Schwarza mit 38,1 km gegenüber 26,4 km deutlich länger.<ref name="Längen" />

Innerhalb der Oberen Hasel ist der offizielle Quellarm eigentlich ein Nebenfluss der Lauter (Abfluss: 0,895 m³/sVorlage:GeoQuelle, Länge der Hasel über die Lauter 32,5 km<ref name="Längen" />), die wiederum aus dem gleichberechtigten Zusammenfluss von Lauter und Mühlwasser entstanden ist (vgl. obige Tabelle).

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Commonscat