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Harpe (Waffe)

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Datei:Marcus Nonius Sufenas Denarius.jpg
M. Nonius Sufenas Denar 59 v. Chr., Rom. Kopf des Saturn mit Harpa und ovalem Stein<ref>Crawford: Roman Republican Coinage. 2 Bände. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1974, ISBN 0-521-07492-4., Nummer 421/1</ref>
Datei:Saturnus fig274.png
Kronos mit einer Harpe

Die Harpe (auch Harpa; griechisch ἅρπη, lateinisch harpe ‚Sichel‘<ref>Val. Flacc. 7, 364</ref>) beschreibt ein Schwert, das an seiner geraden Klinge einen sichelförmigen Ansatz hat, das Hakenschwert, Sichelschwert,<ref>(rein lat. falcatus oder hamatus ensis, lunatum ferrum)</ref> welches als eine mythologische Waffe, hauptsächlich in griechischen und lateinischen Sagen vorkommt.

Etymologie

Die Termini harpē und falx bezeichneten, sowohl im Griechischen und Lateinischen, jedes konkav schneidende Werkzeug, ein spezifischer Terminus für die Sichel existierte noch nicht. Hingegen bezeichnet drepanon (gr. »Sichel«, »krumme Spitze«) jedwedes gekrümmtes Erntewerkzeug. Das griechische {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ist ursprünglich von einem semitischen Wort entlehnt, welches im biblischen Hebräisch als חרב „Schwert“ wiedergeben ist. Der heutige Begriff für die Sichel leitet sich (im germanischen Sprachraum) von den erst im Spätlatein auftauchenden Termini sīcula,<ref>ae, f. (Demin. v. sica), der »kleine Dolch«; daher meton. scherzhaft = mentula, Catull. 67, 21</ref> falcicula<ref>ae, f. (Demin. v. falx), die »kleine Sichel«, Pallad. 1, 43, 5. Augustin. c. Faust. 6, 4. Arnob. 6, 26</ref> ab.

Kunst und Mythologie

Datei:The Mutilation of Uranus by Saturn.jpg
Kronos entmannt seinen Vater Uranus mit einer Harpe

Der Sage nach ist dieses Schwert die von Merkur geliehene Waffe,<ref>Val. Flacc. 4, 390</ref> mit der Perseus Medusa enthauptet<ref>Ovid, Metamorphosen 5, 69</ref> (daher Cyllenis harpe<ref>Ovid, Metamorphosen 5, 176; Lucan. 9, 662. – II, der Edelfalke (Falco gentilis, L.), Plin. 10, 204 [1]</ref>). In einer anderen Sage der griechischen Mythologie kastriert der Titan Kronos mit einer Harpe seinen Göttervater Uranos.<ref name="tatios">Achilleus Tatios: Leukippen kai Kleitophonta 3.7.8 – 3.7.9 „ὥπλισται δὲ καὶ τὴν δεξιὰν διφυεῖ σιδήρῳ εἰς δρέπανον καὶ ξίφος ἐσχισμένῳ. ἄρχεται μὲν γὰρ ἡ κώπη κάτωθεν ἀμφοῖν ἐκ μιᾶς, καὶ ἔστιν ἐφ’ ἥμισυ τοῦ σιδήρου ξίφος, ἐντεῦθεν δὲ ἀπορραγὲν τὸ μὲν ὀξύνεται, τὸ δὲ ἐπικάμπτεται. καὶ τὸ μὲν ἀπωξυμμένον μένει ξίφος, ὡς ἤρξατο, τὸ δὲ καμπτόμενον δρέπανον γίνεται, ἵνα μιᾷ πληγῇ τὸ μὲν ἐρείδῃ τὴν σφαγήν, τὸ δὲ κρατῇ τὴν τομήν.“ Vergleiche den Nachweis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek</ref> Die Harpe findet sich gelegentlich auf römischen oder griechischen Skulpturen. Diesen Abbildungen zufolge ist es ein Schwert mit einer gebogenen Klinge. Diese Darstellung wird explizit im Werk Leukippe und Kleitophon des 2. Jahrhunderts beschrieben.<ref name="tatios" />

In späteren Abbildungen ist die Harpe eher eine Sichel als ein Schwert. Auf dieser sehr künstlerischen Abbildung einer Harpe, welche die Entmannung des Uranos zeigt, wird diese als Kriegssense dargestellt. Der griechische Held Perseus wird traditionell mit einer Harpe in der Hand abgebildet, mit der er den Kopf der Medusa abschlug.

Weitere Sichelschwerter

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />