Zum Inhalt springen

Harald Gustaf Fleetwood

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Fleetwood, Harald i VJs julnummer 1942.jpg
Freiherr Harald Gustaf Fleetwood (1942)

Freiherr Harald Gustaf Fleetwood (* 1879; † 1960) war ein schwedischer Heraldiker und der letzte schwedische Reichsheraldiker.

Leben

Zu Beginn seiner Laufbahn schloss Fleetwood eine Offiziersausbildung erfolgreich ab. Es folgte ein Studium der historischen Hilfswissenschaften. Sein besonderes Interesse galt der Siegelkunde und es folgten später Bücher (1936; 1951) über die mittelalterlichen Königs- und Bischofssiegel. Er arbeitete am Museum von Lund. Ab 1910 war er in Stockholm als Sekretär im Reichsheroldsamt beschäftigt. Es folgte eine Anstellung im Reichsarchiv ab 1915. Ein Jahr vorher trat er bereits in den Dienst eines Zeremonienmeisters.

In der 1931 erfolgten Ernennung zum schwedischen Reichsheraldiker sah er die Erfüllung seiner Lebensaufgabe. Er folgte damit dem zuvor amtierten Grafen Adam Ludvig Carl Lewenhaupt, der das Amt seit 1903 innegehabt hatte. In dieser Position veröffentlichte Fleetwood von 1933 bis 1945 die zehnbändige Ausgabe Meddelanden fran Riksheraldikerämbete. Im Jahre 1941 gründete er zusammen mit Freunden die Heraldische Gesellschaft in Stockholm und war auch deren Vorstand.

Arbeiten über die schwedische Krone (1943), Staat- und Städtewappen (1932), aber auch über die königlichen Siegel (1936) und das Drei-Kronen-Wappen (1939) sowie über die mittelalterlichen Bischofssiegel (1951) bilden einen reichhaltigen Nachlass. Am 1. Juli 1953 ging er in den Ruhestand und das Amt des Reichsheroldes wurde nicht mehr besetzt.

Schriften

  • Meddelanden fran Riksheraldikerämbete. 1933–1945.
  • Handbook of American Heraldik. Stockholm 1917.
  • Handbuch „Schwedische Heraldik“. 1917.

Literatur

  • Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984.

Vorlage:Hinweisbaustein