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Hansjörg Tauscher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hansjörg Tauscher Vorlage:SportPicto
Nation Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland
Geburtstag 15. September 1967 (58 Jahre)
Geburtsort Oberstdorf, Deutschland
Größe 178<ref name="sportbild">"Sport-Bild & Audi präsentieren die Ski-WM '93 - Alles über die spannenden Rennen vom 3. bis 14. Februar in Morioka (Japan)", Sport-Bild vom 3. Februar 1993, S. 31ff, 37</ref> cm
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G
Status zurückgetreten
Karriereende 1994
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold Vail 1989 Abfahrt
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Silber Jasna 1985 Abfahrt
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Gesamtweltcup 28. (1988/89)
 Abfahrtsweltcup 14. (1991/92)
 Super-G-Weltcup 14. (1991/92)
 Kombinationsweltcup 12. (1990/91)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 0 1
 

Hansjörg Tauscher<ref>Thomas Lelgemann: Tauscher - ein vergessener Weltmeister. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 5. April 2011, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> (* 15. September 1967 in Oberstdorf) ist ein ehemaliger deutscher Skirennläufer.

Biografie

Tauscher begann mit zweieinhalb Jahren mit dem Skifahren. Beim FC Oberstdorf spielte er auch Fußball.<ref>Menschlich gesehen. Glück und Erschrecken. In: Hamburger Abendblatt. 8. Februar 1989, abgerufen am 20. Juli 2022.</ref>

In seiner Karriere als Weltcupabfahrtsläufer blieben ihm vordere Plätze bei Weltcup-Rennen weitgehend versagt, seine beste Position war ein dritter Platz. Völlig überraschend gewann er jedoch 1989 den Abfahrtslauf bei den Weltmeisterschaften in Vail. Der Grund lag darin, dass es ihm als einzigem Fahrer gelang, die als Schikane eingebaute, bobbahnähnliche Doppel-S-Kurve, welche auch als „rattle snake alley“ (Klapperschlangengasse) bezeichnet wurde, in optimaler Linie zu durchfahren. Tauscher lag vor diesem Streckenabschnitt zwar recht gut im Rennen, war aber nicht auf Medaillenkurs. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern hatte er diese Stelle jedoch nicht unterschätzt, sondern bis ins Detail besichtigt und im Wettbewerb später eine besonders flache Linie gewählt, die ihm Zeit und Tempovorsprung verschaffte. Entscheidenden Anteil an seinem Erfolg wurde auch der Materialauswahl zugesprochen.<ref name=":0">Abfahrt zum großen Geld. In: Hamburger Abendblatt. 8. Februar 1989, abgerufen am 20. Juli 2022.</ref> Diese goldbringende Fahrt Tauschers gilt neben den Erfolgen von Markus Wasmeier als eine der Sternstunden des deutschen Männer-Skisports jener Zeit. Tauscher wurde zum Zeitpunkt seines WM-Titels von Harti Weirather vermarktet.<ref name=":0" />

Heute lebt Tauscher, der auch 1991 im Super-G und 1992 in der Abfahrt Deutscher Meister war und zudem die Bronzemedaille im 1992er Wettbewerb auf der Super-G-Strecke gewann<ref>Statistik auf www.sport-komplett.de</ref> und bei den Olympischen Spielen 1992 einen siebten Platz belegte<ref name="sportbild" />, als Polizeihauptkommissar in seinem Heimatort Oberstdorf und ist Vater von zwei Kindern.

Für seine sportlichen Leistungen wurde er 1989 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Vor 20 Jahren schaffte er etwas Einmaliges Hansjörg Tauscher immer noch alleiniger Deutscher als Abfahrtsweltmeister. Oberstdorf Magazin 2/2009, S. 17, 27. Februar 2009</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1931: Walter Prager | 1932: Gustav Lantschner | 1933: Walter Prager | 1934: David Zogg | 1935: Franz Zingerle | 1936: Rudolf Rominger | 1937: Émile Allais | 1938: James Couttet | 1939: Hellmut Lantschner | 1948: Henri Oreiller | 1950: Zeno Colò | 1952: Zeno Colò | 1954: Christian Pravda | 1956: Toni Sailer | 1958: Toni Sailer | 1960: Jean Vuarnet | 1962: Karl Schranz | 1964: Egon Zimmermann | 1966: Jean-Claude Killy | 1968: Jean-Claude Killy | 1970: Bernhard Russi | 1972: Bernhard Russi | 1974: David Zwilling | 1976: Franz Klammer | 1978: Josef Walcher | 1980: Leonhard Stock | 1982: Harti Weirather | 1985: Pirmin Zurbriggen | 1987: Peter Müller | 1989: Hansjörg Tauscher | 1991: Franz Heinzer | 1993: Urs Lehmann | 1996: Patrick Ortlieb | 1997: Bruno Kernen | 1999: Hermann Maier | 2001: Hannes Trinkl | 2003: Michael Walchhofer | 2005: Bode Miller | 2007: Aksel Lund Svindal | 2009: John Kucera | 2011: Erik Guay | 2013: Aksel Lund Svindal | 2015: Patrick Küng | 2017: Beat Feuz | 2019: Kjetil Jansrud | 2021: Vincent Kriechmayr | 2023: Marco Odermatt | 2025: Franjo von Allmen Vorlage:Klappleiste/Ende