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Hans von Lenke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Johannes (Hans) Georg Lenke, seit 1896 von Lenke (* 5. Januar 1837 in Stettin; † 26. Oktober 1917 in Wiesbaden) war ein preußischer General der Kavallerie.

Leben

Er war ein Sohn des Justizrats Sigismund Heinrich Lenke (1806–1864) und Jenny Mathilde Roos (1814–1875), die aus Artern stammte. Zur Schule ging Lenke in Stettin, Königliches Marienstift-Gymnasium.<ref>Festschrift zum dreihundertfünfzigjährigen Jubiläum des Königlichen Marienstifts-Gymnasiums zu Stettin am 24. und 25. September 1894. Noch lebende Abiturienten, Verlag Herrcke & Lebeling, Stettin 1894, S. 10.</ref>

Lenke studierte zunächst an der Universität Bonn, wo er Mitglied<ref>F. W. Bredt: Das Corps Hansea zu Bonn. Fünfzig Jahre seiner Geschichte. Verlag Albert Ahn, Köln 1899, S. 231.</ref> des Corps Hansea<ref>Siehe Literatur: Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten. 1960. Kassel 1961, 11 (Corps), 90 (Lfd. Nr. dort).</ref> war, und trat 1858 als Einjährig-Freiwilliger in das 2. Garde-Regiment zu Fuß der Preußischen Armee ein. 1859 wurde er Sekondeleutnant im 2. Landwehr-Regiment und im Jahr darauf in das 2. Pommersche Ulanen-Regiment versetzt. Mit diesem nahm er 1866 am Deutschen Krieg teil und wurde mit dem Roten Adlerorden VI. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Während des Krieges gegen Frankreich 1870/71 war er zum Generalstab der 3. Armee kommandiert und erwarb das Eiserne Kreuz I. Klasse. Nach dem Krieg wurde er längere Zeit im Großen Generalstab beschäftigt. 1878 kommandierte man ihn zu Übungen einer italienischen Kavalleriedivision.

1882 wurde er Kommandeur des 2. Rheinischen Husaren-Regiments Nr. 9. Ab 4. Dezember 1888 war Lenke Kommandeur der 14. Kavallerie-Brigade in Düsseldorf und wurde am 22. Mai 1889 Generalmajor. Mit seiner Beförderung zum Generalleutnant folgte am 27. Januar 1892 die Ernennung zum Kommandeur der 19. Division in Hannover. In dieser Stellung wurde er am 24. Januar 1894 mit dem Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe ausgezeichnet.<ref>Militär-Wochenblatt. Nr. 7, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin vom 24. Januar 1894. S. 153.</ref>

Wilhelm II. erhob ihn am 18. Januar 1896 in den erblichen preußischen Adelsstand.<ref>A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873-1918. C. A. Starke, Görlitz 1939, S. 99.</ref>

Am 20. Mai 1896 wurde Lenke in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.<ref>Militär-Wochenblatt. Nr. 46, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin vom 23. Mai 1896. S. 1272.</ref> Lenke erhielt am 10. September 1897 noch den Charakter als General der Kavallerie.<ref>Militär-Wochenblatt. Nr. 82, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin vom 12. September 1897. S. 2189.</ref> Seinen Ruhestand verbrachte er in Wiesbaden. Nach nachmaliger Würdigung seiner langjährigen Verdienste wurde er am 19. Oktober 1904 mit dem Roten Adlerorden I. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe ausgezeichnet.<ref>Militär-Wochenblatt. Nr. 1330, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, vom 25. Oktober 1904. S. 3103.</ref>

Lenke blieb, bis 1908 nachweislich, unvermählt.<ref>Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1929. Justus Perthes, Gotha 1928.</ref>

Literatur

  • Karl Rügemer (Hrsg.): Academische Monatshefte. Organ der Deutschen Corpsstudenten. XIII. Jahrgang, (Sommer-Semester 1896), Nr. 149/150, Heft 4 u. 5, Selbstverlag Karl Rügemer, Starnberg-München, Sonntag, 30. August 1896, S. 247. (Vita)
  • Karl Rügemer (Hrsg.): Academische Monatshefte. 25 (1908/09), Selbstverlag, Starnberg 1908/1909, S. 31.
  • Mitglieder-Verzeichnis des Corps Hansea zu Bonn. 1849-1909. L. Schwann-Düsseldorf, Krefeld/Kassel Pfingsten 1909, S. 21. Nr. 90.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 473.
  • Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten. 1960. C. L. Mettcker & Söhne-Jever-Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 11, 90.

Einzelnachweise

<references />

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