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Hans von Könneritz

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Datei:Hans Heinrich von Könneritz.jpg
Hans von Könneritz, 1910
Datei:Rittergut Erdmannsdorf.jpg
Das Rittergut Erdmannsdorf Mitt d. 19. Jh.

Hans Heinrich Freiherr von Könneritz (* 24. Juli 1864 in Laubegast<ref>Hans Heinr. Freih. v. Könneritz. In: Der sächsische Landtag 1909–1915. Biographisch-statistisches Handbuch mit den Porträts aller Mitglieder der ersten und zweiten Ständekammer und einer Einleitung über die Sächsische Verfassung. Verlag „Salonblatt“ GmbH, Dresden 1910, S. 36.</ref>; † 21. September 1924 in Erdmannsdorf<ref>Zwönitztaler Anzeiger vom 26. September 1924, S. 1 (Digitalisat).</ref>) war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker.

Leben und Wirken

Der älteste Sohn des sächsischen Finanzministers Léonce von Könneritz (1835–1890) und dessen Ehefrau Marie Violande Auguste Erdmuthe geb. Gräfin von Beust (1845–1926) übernahm nach dem Tod seines Vaters dessen Rittergut in Erdmannsdorf.<ref name="Erdmannsdf">Gemeindeverwaltung Erdmannsdorf (Hrsg.): 1196–1996, 800 Jahre Erdmannsdorf. Erdmannsdorf 1996, S. 25.</ref> Während seiner Patronatszeit wurde 1892/93 die Trinitatiskirche in Erdmannsdorf neu erbaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Von 1899 bis zur Abschaffung der Monarchie im Königreich Sachsen im Rahmen der Novemberrevolution 1918 gehörte er als gewählter Rittergutsbesitzer des Erzgebirgischen Kreises der I. Kammer des Sächsischen Landtags an.<ref>Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, Hrsg. Sächsischer Landtag, Selbstverlag, Dresden 2001, S. 110.</ref> Er war sächsischer Kammerherr und im Vorstand des Bezirks-Armen-Arbeitshauses tätig. Nach seinem Tod übernahm 1924 sein Bruder Ferdinand Richard von Könneritz (1867–1943), verheiratet mit der Generalstochter Ilse Freiin von Uslar-Gleichen (1880–1967), den Besitz.<ref>Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser, A (Uradel), Band VII, Band 56 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1973, S. 253. ISSN 0435-2408</ref> Das in der Amtshauptmannschaft Flöha gelegene, damals 334 ha<ref>Ernst Ullrich, Ernst Seyfert: Landwirtschaftliches Adressbuch Freistaat Sachsen 1925, 3. Auflage, in: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band IX, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1925, S. 91.</ref> große und bald verpachtete Rittergut, geriet u. a. wegen der Erbauseinandersetzung und den hohen Erbschaftssteuern derart in finanzielle Schwierigkeiten, dass das Schloss im Dezember 1932 und der dazugehörige Landwirtschaftsbetrieb 1936 versteigert werden mussten.<ref name="Erdmannsdf" />

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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