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Hans Weddo von Glümer

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Hans Weddo von Glümer (* 18. August 1867 in Pyritz; † nach 1918<ref>Glümer, Hans Weddo v. In: Berliner Adreßbuch, 1915, Teil 1, S. 866 (v. Glümer bis 1915 in Berlin nachweisbar).</ref>) war ein preußischer Bildhauer.

Leben

Seine Eltern waren Anton Wilhelm Ludwig Weddo von Glümer (1842–1918) und Malwine Erdmandine Therese von Heidewald (1844–1918).<ref>Eltern ermittelt aus dem Taufregister Bromberg.</ref> Das Paar hatte sechs weitere Kinder.

Der in eine Familie von Preußischen Militärs geborene Glümer besuchte zunächst das Gröning-Gymnasium<ref>G. Lothholz: Programm des Königlichen und Gröning'schen Gymnasiums zu Stargard in Pomm. von Ostern 1876 - 1877. 1877. Nr. 107, Jahresbericht. Vorschule I, Stargard 1877, S. 27.</ref> im pommerschen Stargard, ging dann in die Kadettenanstalt Wahlstatt, wechselte dann aber als Schüler an die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und gehörte als Meisterschüler von Reinhold Begas der Berliner Bildhauerschule an. Er war ab 1884 in Berlin tätig. Glümer nahm an vielen Ausstellungen teil und fertigte Kleinplastiken, Bildnisbüsten und Denkmäler, u. a. in Zeitz und Magdeburg.<ref>Coinarchives.com., Stand 12. Oktober 2008.</ref>

Datei:2006-01-10 Stralsund, Schilldenkmal.jpg
Denkmal für Ferdinand von Schill in Stralsund.
Datei:Loewe St-Privat 1900.jpg
Denkmal für die Gefallenen des 3. Garderegiments zu Fuß in Gravelotte.

Glümer heiratete am 4. Juni 1896 in Stettin Louise Richter (* 1869; geschieden am 18. Oktober 1918), in zweiter Ehe am 18. Dezember 1918 in Heringsdorf Lucie Luise Schwartze (1878–1965).<ref>Daten ermittelt am 1. Oktober 2025 auf Ancestry.com.</ref>

Werke (Auswahl)

  • um 1895: Bronzebüsten von Friedrich Wilhelm Bessel (1784–1846), Carl Friedrich Gauß (1777–1855) und Friedrich Robert Helmert (1886–1917), heute im Helmert-Haus, Telegrafenberg, Potsdam<ref>Karin Reich: Bessel, Gauß und Baeyer: Drei Büsten im ehemaligen Königkich Geodätischen Institut Potsdam, heute Helmert-Haus, im „Wissenschaftspark Albert Einstein, Telegrafenberg Potsdam“. In: Mitteilungen der Gauß-Gesellschaft. 56, Göttingen 2019, ISSN 0435-1452, S. 67–73.</ref>
  • 30. November 1898: Standbild des Balladenkomponisten Carl Loewe in Stettin<ref>Unser Pommerland, Heft 10/11, Verlag von Fischer & Schmidt, Stettin 1922, S. 387.</ref>
  • 22. März 1899: Denkmal Kaiser Wilhelm I. in Zeitz
  • 25. September 1900: Denkmal für die Gefallenen des 3. Garderegiments zu Fuß in St. Privat<ref>Heimatsammlung.de / Motiv/Militär. Stand vor 13. April 2018 / 12. Oktober 2008.</ref>
  • Büste des Staatsministers von Bötticher, im Reichsamt des Innern aufgestellt
  • 6. August 1901: Regimentsdenkmal des Grenadier-Regiments Graf Kleist von Nollendorf bei Wœrth<ref>CompGen e.V. Berlin (Hrsg.): Wiki.Genealogy.net., Stand 4. April 2025.</ref>
  • 1903: Denkmal für Hans Bartsch von Sigsfeld auf dem Kasernengelände der Luftschiffer-Abteilung in Reinickendorf<ref>Wiener Luftschiffer-Zeitung, 1, Heft 10, Wien 1902, S. 224.</ref>
  • 25. Juni 1905: Denkmal für Friedrich den Großen in Letschin<ref>Ein-Leuchten-Letschin.de. Stand 12. Oktober 2008.</ref>
  • 16. März 1906: Kaiser-Friedrich-Denkmal in Magdeburg, aufgestellt vor dem städtischen Museum<ref>Kaiser-Friedrich-Denkmal (rechte Spalte, unten), in: Vossische Zeitung, Berlin 8. August 1905.</ref>
  • 9. Dezember 1906: Denkmal Friedrich der Große in Prenzlau (Zweitguss der Statue in Letschin)
  • 9. Dezember 1906: Denkmal Kaiser Friedrich III. in Prenzlau
  • 1907: Marmorbüste Prinzessin Viktoria Luise von Preußen in der Viktoria-Luise-Schule Wilmersdorf
  • 31. Mai 1909: Denkmal Ferdinand von Schill in Stralsund,
  • 16. August 1910: Adlerdenkmal für die Gefallenen des Leib-Grenadier-Regiments Nr. 8 auf der Höhe bei Rezonville-Gorze
  • Denkmäler in Stettin: Karl der Große, Kaiser Wilhelm, Friedrich der Große und Kaiser Friedrich.<ref>Palacsztuki.pl.: Katalog/Artysci/Glümer-Weddo-Hans-Von-Ur-1867. Stand am 12. Oktober 2008.</ref>
  • Glümer war am Wettbewerb von fünf Künstlern um die Errichtung des Denkmals in Windhoek (Namibia) beteiligt.<ref>Freiburg-Postkolonial.de. abgerufen am 12. Oktober 2008.</ref> Das von ihm eingereichte Modell zeigte einen deutschen Soldaten, der von seinem Pferd abgestiegen ist und sich breitbeinig und mit stolzgeschwellter Brust in Siegerpose präsentiert. Hinter ihm unter dem Pferd liegt ein getöteter Afrikaner.<ref>Afrika-Hamburg.de., Stand 12. Oktober 2008.</ref> Sein Modell wurde nicht ausgewählt.

Literatur

  • Glümer, Hans Weddo v. Bildhauer, In: Richard Wrede, Hans von Reinfels (Hrsg.): Das Geistige Berlin. Band 1: Leben und Wirken der Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Journalisten, Maler, Musiker, Schriftsteller, Zeichner. Verlag Hugo Storm, Berlin 1897, S. 136 f.

Weblinks

Commons: Hans Weddo von Glümer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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