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Hans Süper junior

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Datei:Empfang für Hans Süper junior im Rathaus Köln-2049.jpg
Hans Süper mit der Flitsch, 2021

Johannes „Hans“ Süper junior (* 15. März 1936 in Köln; † 3. Dezember 2022 ebenda) war ein deutscher Musiker und Komiker. Er wurde ab 1974 als Teil des Colonia Duetts im Kölner Karneval bekannt.

Karriere

Datei:HansSueper.jpg
Hans Süper, 1995

Er wurde 1936 in Köln als Sohn des Musikers Hans Süper senior, Mitglied des Kölner Gesangsquartetts De Vier Botze, geboren. Seinen ersten Auftritt hatte er zusammen mit seinem älteren Bruder Paul „Charly“ Süper († 7. Januar 2014 im Alter von 80 Jahren) am Akkordeon als Zwei Schnürreme („Zwei Schnürsenkel“), für die ihr Vater Hans Süper senior Lieder schrieb,<ref>Nach Krankheit verstorbenSüper: Trauer um Bruder Paul. In: express.de. 8. Januar 2014, abgerufen am 14. Januar 2023: „Hans Süper (77) trauert um seinen älteren Bruder Paul Süper, der am Dienstag im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit gestorben ist.“</ref> im selben Genre wie später das Colonia Duett. In dieser Zeit traf er seinen späteren Duett-Partner Hans Zimmermann (1920–1994), der mit seiner Schwester Gretchen als „Geschwister Zimmermann“ unterwegs war.

Von 1974 bis Ende 1990 trat Süper vor allem im Kölner Karneval mit seiner „Flitsch“ (kölsche Bezeichnung für eine Mandoline) gemeinsam mit Zimmermann (Gitarre) als Colonia Duett auf. Nach der Trennung von Zimmermann trat Süper ab 1991 mit dem neuen Partner Werner Keppel (1932–2022)<ref>Traueranzeige von Werner Keppel. In: wirtrauern.de. 28. Mai 2022, abgerufen am 14. Januar 2024.</ref> als das Süper-Duett mit ähnlicher Bühnenshow in Form einer Doppelconférence auf.<ref>Bastian Ebel: Trauer um Büttenredner: Karnevalist Werner Keppel ist tot. In: express.de. 13. Juni 2022, abgerufen am 13. Januar 2024.</ref> Sie feierten im Januar 2002 mit einer Gala im Kölner Gürzenich offiziell Abschied.<ref>Das Erste, Donnerstag, 24. Januar 2002, 20:15–21:45 Uhr SÜPER COLONIA! Der Kölner Komiker Hans Süper sagt TSCHÜSS mit Gisbert Baltes, presseportal.de, 12. Dezember 2001.</ref>

Nachdem Süper 2004 zunächst Abschied von der Bühne genommen hatte, trat er 2011 und 2012 mit dem Programm Mein Leben mit der Flitsch wieder auf und war 2012 Teil der „Coelner Giganten“ mit Köster & Hocker, Arno Steffen und dem Mike-Herting-Orchester.<ref>Coelner Giganten: Hans Süper und seine Flitsch auf der großen Bühne, koeln.de, 14. November 2012, aktualisiert am 18. November 2012.</ref> Beide Veranstaltungen wurden im Fernsehen ausgestrahlt. Im Januar 2013 trat er bei der Proklamation des Kölner Dreigestirns ein weiteres Mal im Gürzenich auf. Im Oktober 2016 war er zu Gast bei Kölle singt in der Lanxess Arena mit rund 12.000 Zuschauern. Im Februar 2020 wurde er mit dem Dürener Papiermacherorden ausgezeichnet und trat mit dem Lied Ich bin ene kölsche Jung auf.<ref>Dürener Papiermacherorden: Närrische Nord-Dürener zeichnen Hans Süper aus. In: Aachener Zeitung. 25. November 2019, abgerufen am 8. Mai 2020.</ref><ref>Jörg Abels: Der Gänsehautmoment der Session in Düren. In: Aachener Zeitung. 17. Februar 2020 (aachener-zeitung.de [abgerufen am 13. Januar 2024] Paywall).</ref>

Privatleben

Süper wohnte in Köln-Sülz. Er besuchte die Schule nur bis zur sechsten Klasse; später arbeitete er etwa 20 Jahre lang als Kurierfahrer.<ref>WDR-Dokumentation Ich war Hans Süper.</ref> Nach dem Abschied von der Bühne lebte er zeitweise in Spanien, zunächst in Mequinenza, später auf Gran Canaria.<ref>Norbert Ramme: Biographie „Mein Leben mit der Flitsch“ – Das Leben von Hans Süper in Neuauflage. In: ksta.de. 9. März 2017, abgerufen am 13. Januar 2024.</ref> Von Süper existiert eine Stockpuppe im Hänneschen-Theater. Im November 2004 widmete ihm der WDR die Sendung Ein roter Teppich für … Hans Süper. Im März 2011 erschien die Biografie Hans Süper: Mein Leben mit der Flitsch von Helmut Frangenberg. Die 90-minütige WDR-Dokumentation Super Süper! Das kölsche Original Hans Süper von Rüdiger Daniel aus dem Jahr 2013 wurde anlässlich seines Todes im Dezember 2022 wiederholt.<ref>Anlässlich des Todes von Hans Süper ändert das WDR Fernsehen am Montagabend, 5. Dezember 2022, das Programm Pressemeldung vom 5. November 2022.</ref>

Aus Süpers ersten beiden Ehen stammen zwei Söhne; ab 1997 war er in dritter Ehe mit Helga verheiratet, die im April 2020 starb. Im September 2022 heiratete Süper in Köln Lydia Berg (* 1961), eine langjährige Freundin und Leiterin eines Seniorenstifts.<ref>Stefan Worring, Jan Wördenweber: Komm, Stern meiner Nudelsuppe. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Köln 26. September 2022, S. 23 (ksta.de – Online-Titel: Kölns größter Clown: Hans Süper heiratet nach Schicksalsschlag – OB Reker hält Rede, Online-Datum: 23. September 2022): „Und schnappte sich die Braut mit den Worten ‚Komm, Stern meiner Nudelsuppe‘ und führte sie ins Trauzimmer.“</ref>

Hans Süper starb im Dezember 2022 in Köln im Alter von 86 Jahren an den Folgen von Leberkrebs.<ref> Köln: Karnevalslegende Hans Süper ist tot. „Sein Humor war einmalig“. In: ksta.de. Abgerufen am 4. Dezember 2022.</ref>

Diskographie

  • 1990: Live (als Colonia Duett)
  • 1994: Süper Duett (als Süper Duett)
  • 2011: Musik uss der Kösch (solo)
  • 2011: Das Allerbeste vom Colonia Duett – „Du Ei“ (DVD)
  • 2012: Kölsche Jung (solo)
  • 2013: Et Beste von Hans Süper (solo)

Auszeichnungen und Ehrungen

Datei:Statue Hans Süper jr.jpg
Statue von Hans Süper in Köln-Sülz, Brunnenplatz

Literatur

  • Gérard Schmidt: Kölsche Stars. Wienand, Köln 1992, ISBN 3-87909-286-9.
  • Helmut Frangenberg: Hans Süper: Mein Leben mit der Flitsch. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-03829-3.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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