Hans Mühlenfeld
Hans Mühlenfeld (* 11. September 1901 in Hannover; † 14. Oktober 1969 in Isernhagen) war ein deutscher Politiker (DP, später FDP) und Botschafter.
Leben
Mühlenfeld studierte Rechts- und Staatswissenschaft und neuere Geschichte in Göttingen, wo er auch zum Dr. jur. promovierte und danach das Referendarexamen ablegte. Im Sommersemester 1929 wurde er Mitglied der Burschenschaft Hannovera Göttingen,<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 336.</ref><ref>Henning Tegtmeyer: Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Hannovera Göttingen, 1848–1998, Düsseldorf 1998, Seite 93.</ref> einer Studentenverbindung in der Deutschen Burschenschaft. Nach dem Assessorexamen war er als Wirtschaftsjurist tätig.
Nach 1945 war er Mitbegründer der Niedersächsischen Landespartei<ref>bundesarchiv.de</ref> und ab 1950 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Partei. 1947 wurde er für kurze Zeit Oberkreisdirektor des Landkreises Bremervörde,<ref>Niederdeutsche Zeitung; 19. September 1947; Ein Wort an einen Engländer</ref> Abgeordneter des Hannoverschen Landtags und des Niedersächsischen Landtages.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unter ihnen befanden sich bekannte Politiker wie ... die Bundestagsabgeordneten ... Dr. Mühlenfeld ... ( vom 27. Januar 2018 im Internet Archive)</ref> Er gehörte 1948/49 dem Wirtschaftsrat der Bizone für Niedersachsen an, wo er Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses war. 1949 wurde Mühlenfeld auf der niedersächsischen Landesliste der DP in den Deutschen Bundestag gewählt und übernahm nach dem Tode von Friedrich Klinge am 21. Dezember 1949 den Fraktionsvorsitz der Deutschen Partei, nachdem er bereits zuvor stellvertretender Fraktionsvorsitzender gewesen war.<ref>bundesarchiv.de; 194. Kabinettssitzung; 8. Januar 1952</ref> Mühlenfeld war Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates 1949–1953<ref>https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-124072</ref>.
Sein Mandat legte er am 15. Mai 1953 nieder, um Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Niederlanden<ref>bundesarchiv.de; 307. Kabinettssitzung am 1. September 1953; 3. Personalien</ref> zu werden. Dieses Amt übte er bis 1958 aus, danach war er bis 1962 Botschafter in Australien<ref>bundesarchiv.de; 34. Kabinettssitzung am 27. Juni 1962; 2. Besetzung deutscher Auslandsvertretungen</ref>. Nach der Fusion der DP mit dem GB/BHE verließ er seine bisherige Partei und war von 1963 bis 1967 Mitglied der FDP. Von 1963 bis 1965 amtierte er in der sozialliberalen Koalition von Georg Diederichs als niedersächsischer Kultusminister.<ref>mk.niedersachsen.de; Die Niedersächsischen Kultusminister seit 1946</ref>
Sein Sohn war der Physiker und Hochschullehrer für Mess- und Automatisierungstechnik Eike Mühlenfeld.
Veröffentlichungen
- Hans Mühlenfeld: Reichsautobahnrecht. Verlag Nolte, Düsseldorf (Rechts- und staatswissenschaftliche Dissertation, Göttingen 1938)
- Hans Mühlenfeld: Politik ohne Wunschbilder. Die Konservative Aufgabe unserer Zeit. München, 1952
Literatur
- Munzinger-Archiv / Internat.Biograph.Archiv 6. Dezember 1969 – Lieferung 49/69 – P - 4304/6
- Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 262–263.
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 4: M–Q. Winter, Heidelberg 2000, ISBN 3-8253-1118-X, S. 140–141.
- Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Mühlenfeld, Hans, in dies.: Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002, Bd. 1: A - M, München: K. G. Saur Verlag, 2002, ISBN 978-3-598-23782-9 und ISBN 3-598-23782-0, S. 578 Vorschau über Google-Bücher
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783000207037 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Literatur von und über Hans Mühlenfeld im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag In: Gerhard Köbler: Wer war wer im deutschen Recht (Online-Version)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Adolf Grimme | Hinrich Wilhelm Kopf | Richard Voigt | Leonhard Schlüter | Heinrich Hellwege | Richard Tantzen | Richard Langeheine | Richard Voigt | Hans Mühlenfeld | Richard Langeheine | Peter von Oertzen | Ernst Gottfried Mahrenholz | Werner Remmers | Egbert Möcklinghoff (kommissarisch) | Georg-Berndt Oschatz | Wolfgang Knies | Horst Horrmann | Rolf Wernstedt | Renate Jürgens-Pieper | Bernd Busemann | Elisabeth Heister-Neumann | Bernd Althusmann | Frauke Heiligenstadt | Grant Hendrik Tonne | Julia Hamburg
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Heinrich Hellwege (1949) | Friedrich Klinge (1949) | Hans Mühlenfeld (1950–1953) | Hans-Joachim von Merkatz (1953–1955) | Ernst-Christoph Brühler (1955–1957) | Herbert Schneider (1957–1961) Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mühlenfeld, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (DP, FDP), MdL, MdB |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1901 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 14. Oktober 1969 |
| STERBEORT | Isernhagen |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Kultusminister (Niedersachsen)
- Bundestagsabgeordneter (Niedersachsen)
- Vorsitzender der DP-Bundestagsfraktion
- Landtagsabgeordneter (Niedersachsen)
- Abgeordneter (Ernannter Landtag Niedersachsen)
- Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland
- Deutscher Botschafter in den Niederlanden
- Deutscher Botschafter in Australien
- Oberkreisdirektor (Niedersachsen)
- FDP-Mitglied
- Wirtschaftsjurist
- Jurist im auswärtigen Dienst
- Burschenschafter (20. Jahrhundert)
- DP-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1901
- Gestorben 1969
- Mann
- Person (Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes)
- Parteifunktionär (Deutschland)