Klocker wird das erste Mal 1474 in Sterzing genannt und ist von 1478 bis 1498 in Brixen nachgewiesen. Gisela Scheffler kommt in ihrer Dissertation zu dem Ergebnis, dass Klocker mit dem Brixener bischöflichen Hofmaler Hans Maler, einem Schüler von Meister Leonhard, identisch ist. In den Schriftzeugnissen werden ihm zahlreiche Arbeiten, vor allem Altäre, für Kirchen im Brixner und Bozener Raum zugeschrieben. Zu den berühmtesten gehört der Traminer Altar mit dem Motiv der Anbetung des Kindes, der sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München befindet.<ref>Renate Eikelmann (Hrsg.): Bayerisches Nationalmuseum. Handbuch der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen. Hirmer Verlag, München 2008, S. 66.</ref> Vermutlich war Klocker der Leiter einer großen Werkstatt, die komplette Altäre samt Figuren und Gemälden anfertigte. 1497–1498 war Klocker Bürgermeister in Brixen.<ref>Scheffler, S. 122.</ref> Das letzte nachgewiesene Werk ist das Retabel der Franziskanerkirche in Bozen aus dem Jahr 1500, ein Krippenaltar mit dem Motiv der Hl. Drei Könige.
um 1485/90: „Kniende Maria“ einer Anbetungsgruppe, ehemaliger Hochaltar von St. Leonhard im Passeier (Südtirol), heute Belvedere, Wien<ref>Werke von Hans Klocker in: Digitales Belvedere</ref>
um 1490: Hochaltar in St. Stephan in Pinzon, Montan<ref>Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Band II, 5. Auflage, S. 150.</ref>
1498: Flügelaltar in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Kaltern, heute auf mehrere Sammlungen verteilt<ref>Leo Andergassen: Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Kaltern. Schnell + Steiner, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7954-4552-2.</ref>
vor 1500: Teil eines Marienretabels, Freiburg im Breisgau, Augustinermuseum, Inv. Nr. DM S 053/D.01
um 1500: Barbaraaltar, ursprünglich in der Barbarakapelle in Castelfeder, jetzt in der Kapelle von Schloss Tirol<ref>Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Band II, 5. Auflage, S. 32.</ref>
Gisela Scheffler: Hans Klocker. Beobachtungen zum Schnitzaltar der Pacherzeit in Südtirol (= Schlern-Schriften. Band 248). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 1967.
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