Hans J. Bär
Hans Julius Bär (* 26. September 1927<ref>Nachlässe und Einzelbestände / A-E / Bär, Hans J. (PDF; 120 kB) in: ETH Zürich Archiv für Zeitgeschichte vom 24. Dezember 2010</ref> in Zürich; † 21. März 2011 ebenda; heimatberechtigt ebenda<ref>Hans J. Bär. In: monetas.ch, abgerufen am 22. Februar 2017</ref>) war ein Schweizer Bankier.
Leben
Hans J. Bär ist in Zürich und New York aufgewachsen, sein Vater war der Physiker und Bankier Richard Bär, sein Grossvater war Julius Bär, Gründer der heutigen Bank Julius Bär<ref>Der Stammbaum der Familie Bär (Auszug). In: juliusbaer.com, S. 56/57, PDF-S. 29. Abgerufen am 29. März 2026.</ref>.
Nachdem er in den USA Ingenieurwissenschaften und Nationalökonomie studiert hatte, trat er 1947 in das Familienunternehmen Bank Julius Bär ein und wurde 1960 Partner. Von 1975 bis 1993 war Bär Vorsitzender der Geschäftsleitung und von 1994 bis 1996 Präsident des Verwaltungsrates.<ref>Hinschied von Hans J. Bär. In: Bank Julius Bär vom 22. März 2011 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archiv-Version ( vom 23. März 2011 auf WebCite))</ref> Unter seiner Leitung ging die Gesellschaft 1980 an die Börse und wandelte sich so von einer Familiengesellschaft zu einer Publikumsgesellschaft.
In den 1990er-Jahren war er als Vertreter der Schweizer Banken Mitglied der ersten sog. Volcker-Kommission und half dabei den Konflikt um nachrichtenlose Vermögen zu lösen.<ref>Bankier Hans J. Bär ist tot. In: Tages-Anzeiger vom 22. März 2011</ref>
Bär war kulturell engagiert, unter anderem als Präsident der Tonhalle-Gesellschaft (1982 bis 1992) und als Gründungspräsident der Zürcher Festspiele.
2004 erschienen unter dem Titel Seid umschlungen, Millionen. Ein Leben zwischen Pearl Harbor und Ground Zero seine Memoiren. Da er darin das Schweizer Bankgeheimnis kritisierte, warfen sie in der Schweiz und insbesondere in der Schweizer Bankenwelt grosse Wellen.<ref>Ein Banquier vergrätzt die Banker. In: NZZ Online vom 28. März 2004</ref>
Bär war 48 Jahre lang mit Ilse Bär-Kaelin (1920–2002<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hans J. Bär. ( vom 20. Juli 2014 im Internet Archive) In: Bär-Kaelin Stiftung, abgerufen am 20. April 2012</ref>) verheiratet, mit ihr hatte er zwei Kinder, Monique und Raymond.<ref>Personen: Hans J. Bär. In: Börsen-Zeitung vom 23. März 2011</ref> Sohn Raymond J. Bär (* 1959) war von 2003 bis 2012 Präsident des Verwaltungsrates der Bank Julius Bär, ab 2012 Ehrenpräsident.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebenslauf Raymond J. Bär. ( vom 21. Februar 2017 im Internet Archive) In: Bank Julius Bär, abgerufen am 22. Februar 2017 (PDF)</ref>
Hans J. Bär verstarb am 21. März 2011 nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren in Zürich. Die Trauerfeier fand im Fraumünster statt.<ref>Trauerfeier für einen Grandseigneur. In: Tages-Anzeiger vom 26. März 2011</ref>
Werke (Auswahl)
- The Banking System of Switzerland. Dissertation, New York University, Buchdr. Neumann, 1951<ref>The banking system of Switzerland by Hans J. Bär. In: Open Library, abgerufen am 27. März 2011</ref>
- Seid umschlungen, Millionen. Ein Leben zwischen Pearl Harbor und Ground Zero. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-06041-9.
Weblinks
- Hans J. Baer. Biografie bei Lehigh University (englisch; Archiv).
- Daniel Weber: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lassen Sie uns über Geld reden. ( vom 10. März 2009 im Internet Archive) Interview in: NZZ Folio 10/2005.
- Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist. Nachruf von Ignaz Miller in: Tages-Anzeiger, 24. März 2011 (Archiv).
- Konversationskonfekt, gefüllt mit Dynamit. Von Constantin Seibt in: Tages-Anzeiger, 24. März 2011 (Archiv).
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bär, Hans J. |
| ALTERNATIVNAMEN | Bär, Hans Julius (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Bankier |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1927 |
| GEBURTSORT | Zürich |
| STERBEDATUM | 21. März 2011 |
| STERBEORT | Zürich |