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Hans Georg Meyer (General)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hans Georg (Joseph) Meyer (* 25. Mai 1792 in Göttingen; † 19. November 1863 in Hannover) war hannoverscher Generalleutnant.

Leben

Datei:Marstalltor Hannover 09.jpg
Das Marstalltor in Hannover

Herkunft

Meyer war angeblich der Sohn aus der vorgeblichen, später annullierten Ehe zwischen dem hannoverschen Prinz Wilhelm, Herzog von Clarence, und Caroline von Linsingen. Der Herzog wurde später als Wilhelm IV. König von Großbritannien und Irland. Bekannt ist, dass Wilhelm eine außereheliche Beziehung mit der irischen Schauspielerin Dora Jordan hatte, aus der zehn Kinder hervorgingen, die den Familiennamen FitzClarence erhielten.

Karriere

Meyer wurde bei dem Göttinger Schutzjuden Ruben Meyer und dessen Frau Rösgen Gumprecht großgezogen.<ref>Anna Eunike Röhrig: Caroline von Linsingen. In: Elisabeth Kwan, Anna E. Röhrig, Peter Steckhan: Frauen der Welfen. MatrixMedia, Göttingen 2011, S. 311.</ref> Später kam er zum Hofe des Königs von Hannover, wo er auf Reisen zu anderen Fürstenhäusern häufig Begleiter des Königs war. Im Gefolge des Herzogs von Sachsen-Coburg nahm er 1813/14 an den Befreiungskriegen teil, stand kurze Zeit im 11. Husaren-Regiment der Preußischen Armee und wurde am 6. Oktober 1814 als Premierleutnant im Cumberland-Husaren-Regiment der Hannoverschen Armee angestellt. 1819 folgte seine Versetzung in das Garde-Husaren-Regiment. Hier rückte Meyer Ende Juni 1826 zum Rittmeister auf und war seit Mitte März 1832 als Armee-Bereiter tätig. Bis 1845 stieg er zum Leiter der Hofmarställe am Hohen Ufer von König Ernst August I. in Hannover auf.<ref>Hof- und Staatshandbuch für das Königreich Hannover auf das Jahr 1846. Berenberg, Hannover 1845, S. 16.</ref> Beim Tod des Königs am 18. November 1851 wurde dessen blinder Sohn zum König Georg V. ausgerufen. Bürger aus Hannover sollen am Schloss in Zurufen „König Meyer“ als Nachfolger gefordert haben. Auf den Stalltüren seien Aufschriften mit „König Meyer“ gefunden worden. Er avancierte weiter in der Armee und wurde am 14. Mai 1859 zum Generalmajor sowie am 23. Mai 1862 zum Generalleutnant befördert. Hans Georg Meyer verstarb am 19. November 1863 in Hannover.

Familie

In erster Ehe war er mit Amalie Detmering verheiratet. Nach deren Tod ehelichte er 1837 Hildegard von Reiche (* 1818). Das Paar hatte drei Söhne, die in den preußischen Adelsstand erhoben wurden:

  • Hans (1840–1924), preußischer Generalmajor ⚭ Hedwig Rimpau (* 1854)
  • Eugen (1841–1912), preußischer Generalmajor ⚭ Sophie Gorissen (* 1861)
  • Friedrich (1854–1914), preußischer Generalleutnant ⚭ Ellen Dorothe Rickmers

Auszeichnungen

Hans Georg Meyer wurden die folgenden Orden und Medaillen verliehen:<ref>Hof- und Staats-Handbuch für das Königreich Hannover. 1860, S. 21</ref>

Rezeption

Uta von Kardorff, selbst Abkömmling Meyers, verarbeitet das Schicksal von Caroline von Linsingen und das Leben Meyers in ihrem 1986 bei Rowohlt erschienenen biografischen Roman König Meyer.

Quellen

Briefe von Hans Georg Meyer an seine Frau Hildegard von Reiche befinden sich im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover, Familienarchiv von Meyer.

Literatur

  • Uta von Kardorff: König Meyer. Rowohlt Verlag, 1. Auflage April 1986, ISBN 3-498-03449-9
  • Helmut Zimmermann: Die Taufeintragung des Generalleutnants Hans Georg Meyer. In: Norddeutsche Familienkunde. Heft 1 (1986), S. 477–478.
  • Anna Eunike Röhrig: Caroline von Linsingen. In: Elisabeth Kwan, Anna E. Röhrig, Peter Steckhan: Frauen der Welfen. MatrixMedia, Göttingen 2011, S. 309 ff. ISBN 978-3-932313-39-4
  • von Meyer. In: Marcelli Janecki: Handbuch des preußischen Adels. Erster Band, Mittler & Sohn, Berlin 1892, S. 396. (Digitalisat)
  • Bernhard von Poten: Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen. In: Beiheft zum Militär-Wochenblatt. Mittler & Sohn, Berlin 1902, S. 321, Nr. 436. (Digitalisat)

Einzelnachweise

<references />

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