Hans Frey (Lautenbauer)
Hans Frey<ref name="Katalog 1971">Frey, Hans, sowie Dürer, Agnes und Rummel, Wilhelm sowie Zinner, Katharina, In: Leonie von Wilckens (Red.): Albrecht Dürer. 1471 - 1971, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums vom 21. Mai bis 1. August 1971, Nürnberg. Prestel, München 1971, ISBN 3-7913-0004-0, S. 401, 402, 410</ref> oder Hans Frei<ref name="BLMO">{{#if:f0513|{{#if:|{{{2}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}} im Bayerischen Musiker-Lexikon Online (BMLO)|{{#invoke:Wikidata|labelOf}} im Bayerischen Musiker-Lexikon Online (BMLO)}}</ref> alias Hans Hartung,<ref name="Gümbel">Albert Gümbel: Zur Biographie Albrecht Dürers des Älteren. Mit einer archivalischen Notiz über Albrecht Dürer den Jüngeren ( = Repertorium für Kunstwissenschaft, Bd. 37, 2018), photomechanischer Nachdruck der 1915 in Berlin bei Reimer herausgegebenen Ausgabe Berlin, Berlin; Boston: De Gruyter, 2018, ISBN 978-3-11-129748-4; Vorschau über Google-Bücher</ref> auch Hans III.<ref name="Dürernetzwerk">Hans Frey († 1523) auf der Seite duererforschung des Germanischen Nationalmuseums [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 28. Januar 2023</ref> und Hanns Frey oder Freyen genannt,<ref name="Neudörfer">Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547, nebst der Fortsetzung des Andreas Gulden ( = Quellenschriften für Kunstgeschichte und Kunsttechnik des Mittelalters und der Renaissance, Bd. 10), nach der Handschrift und mit Anmerkungen hrsg. von Georg Wolfgang Karl Lochner, Wien: Braumüller, 1875, S. 117–118; Digitalisat mit Volltextrecherchemöglichkeit über das Münchener Digitalisierungszentrum</ref> sowie mutmaßlich auch Hans Fry<ref name="Bayern-Italien">Knut Schulz: Brot und Lautenspiel. Bayerische Handwerker in Italien vom 15. bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts. In: Alois Schmid (Hrsg.): Von Bayern nach Italien. Transalpiner Transfer in der frühen Neuzeit ( = Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Beiheft, Bd. 38), München: Beck, 2010, ISBN 978-3-406-10679-8, S. 97ff.; hier: S. 109–112; Vorschau über Google-Bücher</ref> (geboren 1450<ref name="Katalog 1971" /> in Nürnberg; gestorben 21. November 1523 ebenda) war ein deutscher Lautenbauer und Komponist,<ref name="BLMO" /> „berühmter Harfenschläger und Anfertiger von luftgetriebenen Tischbrunnen“.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der auch als Rotschmied tätige Frey war der Schwiegervater von Albrecht Dürer.<ref name="Katalog 1971" />
Leben
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Hans Frey selbst war – spätestens durch seinen Beruf<ref name="Dürernetzwerk" /> – ein „vermögender Kupferschmied und Mechaniker“<ref name="Katalog 1971" /> an seinem Wohnsitz im Nürnberger Haus Obere Krämersgasse 10 geworden.<ref name="Dürernetzwerk" />
Er besaß – ähnlich wie seine Nachbarn – „umfangreiche Beteiligungen an Silberbergwerken im Erzgebirge.“ Noch vor Ablegung seines Meister-Eides<ref name="Dürernetzwerk" /> heiratete er 1472 Anna Rummel<ref name="Katalog 1971" /> (gestorben 1521),<ref name="Neudörfer" /> beziehungsweise Anna Rumlin, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Rummel (um 1410–1480) aus dem angesehenen Nürnberger Patriziergeschlecht der Rummels.<ref name="Katalog 1971" /> Mütterlicherseits entstammte Freys Frau Anna dem alten Geschlecht „der Haller.“<ref name="Bayern-Italien" />
Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:<ref name="Katalog 1971" />
- Agnes Dürer (1475–1539);<ref name="Katalog 1971" /> durch deren Hochzeit, zu der Frey seiner Tochter 200 Gulden übertrug,<ref name="Bayern-Italien" /> wurde Frey am 7. Juli 1494 Schwiegervater Dürers;<ref name="Katalog 1971" />
- Katharina Zinner (nach 1475–circa 1547); heiratete den vermögenden Witwer Martin Zinner und erbte später das Haus ihrer Schwester Agnes;<ref name="Katalog 1971" />
Der „offenbar vielseitig begabte“<ref name="Dürernetzwerk" /> und auch naturwissenschaftlich tätige<ref name="BLMO" /> Hans Frey verstand sich sowohl auf den Bau als auch auf das Spiel der Laute. Als versierter „Mechanicus“ konstruierte er beispielsweise „exklusive Tischbrunnen, deren Figürchen mittels pneumatischer Pumpen Wasser spien“.<ref name="Dürernetzwerk" /> Freys tragbare Tisch- und Heronsbrunnen<ref name="Bayern-Italien" /> sowie mit Gebläse betriebene Wasserspiele waren aus Kupfer geformt und zeigten Bilder oder Männer oder Frauen, die innen hohl waren. Noch Mitte des 17. Jahrhunderts existierte einer dieser Tischbrunnen im Haus von Hans Ebner, „bei Herrn Hannsen Ebner.“<ref name="Neudörfer" />
1475 erwarb Frey ein „Haus unter der Veste“, in der späteren Burgstraße, in dem möglicherweise seine frisch vermählte Tochter Agnes mit ihrem Gatten Albrecht Dürer zunächst wohnte.<ref name="Gümbel" />
Bis 1486 war Frey zudem als städtischer Honig- und Nussmesser in Nürnberg tätig.<ref name="Katalog 1971" />
Mehrfach auch beruflich in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, wanderte er 1488 „sogar kurzzeitig ins Lochgefängnis, weil er dem Kannengießer Wernlein Weißbrot Hehlerware abgekauft hatte.“<ref name="Dürernetzwerk" />
Von 1494 bis 1501 wirkte Frey als Hauswirt<ref name="Katalog 1971" /> beziehungsweise Hausvogt<ref name="Dürernetzwerk" /> auf dem Nürnberger Rathaus. In diesem Zeitraum war er 1496 – im Jahr der Hochzeit seiner Tochter Agnes mit Dürer – zudem „Genannter des Größeren Rats.“<ref name="Katalog 1971" />
1507 wurde Frey „Reisiger im Nürnberger Kontingent für Kaiser Maximilians geplanten Romzug.“<ref name="Katalog 1971" /> Da fast zur selben Zeit im Jahr 1506 ein Lautenmacher namens Hans Fry beziehungsweise Hans Frey und dessen Ehefrau der Campo Santo-Bruderschaft beitraten, außerdem ein Hans Frey 1506 und 1507 in Rom und zuvor zusätzlich gegen Ende des 16. Jahrhunderts (1569 und 1597) ein gleichnamiger deutscher Lautenmacher aus dem Allgäu in Bologna war, wurde 2010 die These aufgestellt, dass die Namensträger ein und dieselben Lautenbauer sind. Gestützt wird die Vermutung durch die von Frey und dem in Bologna tätigen Lautenbauer Laux Maler erhaltenen, in Gestalt und Konstruktion sehr ähnlichen Lauten. Erhärtet wird die These eines identischen Lautenbauers dadurch, dass Freys Schwiegersohn Albrecht Dürer in den Jahren 1505 bis 1507 seine zweite Reise nach Venedig unternahm; die etwa zeitgleiche Italienreise der Verwandten könnten die beiden miteinander abgestimmt haben.<ref name="Bayern-Italien" />
Ab 1515 verwaltete Frey den Bettelstock am Nürnberger Schuldturm.<ref name="Katalog 1971" />
Albrecht Dürer fertigte eine Zeichnung Freys auf dem Totenbett an.<ref name="Bayern-Italien" /> Hans Frey hinterließ unter anderem einen Bar-Nachlass von 455 Gulden oder Florentiner („f.“) sowie weitere 600 f., die als Kapital „auf der Losungsstube angelegt“ waren.<ref name="Neudörfer" /> Im Totenbuch der Kirche St. Sebald wurde Frey nicht als Lautenmacher (leutarius) bezeichnet, sondern als „citharicus“.<ref name="Bayern-Italien" />
Der Nürnberger Schreib- und Rechenmeister Johann Neudörffer beschrieb in seinen [...] Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547 Frey als den 30sten von 79 dargestellten handwerklich-künstlerischen Berühmtheiten der Stadt.<ref name="Neudörfer" />
Familiengruft
In Freys Familiengruft auf dem Nürnberger Johannisfriedhof wurde unter anderem sein Schwiegersohn Albrecht Dürer beigesetzt.<ref name="Katalog 1971" /> Das Grab mit der „nro. 649“ war mit einem Stein versehen, der die Wappen der Familien Frey und Rumlin zeigte:<ref name="Neudörfer" /> „Das Wappen auf dem Grabe Dürer's“ bestand auf zwei bronzenen Wappenschildern, wobei das eine Greifen für die Rummels zeigte, das andere die Feder für „die Frei“, jeweils in silbernem Feld. Über beiden war eine Tafel angebracht mit der lateinischen Zahl für das Jahr 1421 und in Minuskelschrift der Hinweis auf „Der Freien Begrebtns“. Darüber befand sich ein Rundmedaillon mit dem Allianzwappen; ein vierfach geteiltes Schild mit zwei leeren und zwei Feldern mit den Vogelfedern sowie einem Helmkleinod mit der in Minuskeln verfassten Umschrift „hans Frei“. Die seltene Grabansicht wurde von dem Architekturzeichner und Kupferstecher Georg Christoph Wilder in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Druck vervielfältigt; ein Probedruck mit der handschriftlich durch den Künstler mit Tinte aufgetragenen Notiz „Probdruck am 26. Januar 1836“ gelangte in den Besitz des Germanischen Museums.<ref>Georg Arnold: Das Werk von Georg Christoph Wilder jun., Maler und Kupferätzer in Nürnberg. Mit einer Radierung, Nürnberg: Verlag der Fr. Korn’schen Buchhandlung, 1871, S. 94–95; Digitalisat über die Online-Bibliothek HathiTrust</ref>
Hans Frey in den Dürer-Katalogen
Hans Frey ist in den Dürer-Werkskatalogen Nummern „17–19, 688–92“ verzeichnet.<ref name="Katalog 1971" />
Erhaltene Lauten
Das Kunsthistorische Museum in Wien und das Germanische Nationalmuseum verfügen über erhaltene Lauten Freys. Viele Renaissancelauten aus seiner Werkstatt wurden allerdings im 17. Jahrhundert aufgekauft und vor allem in Frankreich zu Barocklauten oder Theorben umgebaut.
Literatur
- Willibald Leo Freiherr v. Lütgendorff: Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 4. Auflage, 1. Band. Frankfurter Verlags-Anstalt A.G., Frankfurt 1922.
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Weblinks
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Einzelnachweise
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