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Hamburger Straße (Braunschweig)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hamburger Straße
Datei:DEU Braunschweig COA.svg
Wappen
Straße in Braunschweig
Datei:BS Hochhaus Hamb Str 72 75.JPG
Hochhaus Hamburger Str. Ecke Siegfriedstr.
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Braunschweig
Ortsteil  Stadtbezirk 331 – Nordstadt
Angelegt  Im Mittelalter
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Gifhorner Straße (K 2)
Querstraßen  nach Westen: Am Schwarzen Berge; Karl-Schmidt-Straße; Reiherstraße; Wendenring
nach Osten: Rheingoldstraße; Siegfriedstraße; Isoldestraße; Sackweg; Ludwigstraße; Rebenring
Plätze  Schützenplatz
Nummern­system 
Bauwerke  Eintracht-Stadion; Schmalbach-Lubeca-Gebäude; Städtisches Gesundheitsamt; Wasserwelt (Schwimmbad)
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung Vier Fahrstreifen mit Straßenbahngleisführung
Länge etwa 1.900 m

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Karte
Vorlage:Maplink

Die Hamburger Straße ist eine der meistbefahrenen Ein- und Ausfallstraßen der Stadt Braunschweig.

Geografie

Die Hamburger Straße liegt im Norden der Stadt Braunschweig und führt zwischen dem Stadtteil Schwarzer Berg und dem Siegfriedviertel hindurch. Im Süden beginnt sie am nördlichen Teil des Innenstadtringes, am Übergang vom westlichen Wendenring zum östlichen Rebenring. Im Norden geht sie in die Gifhorner Straße, die K 2 über, an der sich direkt hinter dem Eintracht-Stadion das Braunschweiger Volkswagenwerk befindet. Über die Autobahnabfahrt Braunschweig Celler Straße/Hamburger Straße ist sie an das Autobahnkreuz Ölper angebunden, das die Westtangente mit der Nordtangente verbindet. Das Teilstück zwischen dem Innenstadtring und dem Autobahnanschluss bildet gleichzeitig einen Abschnitt der Bundesstraße 4. Westlich der Hamburger Straße befinden sich die parallel fließende Oker und der Ölpersee.

Geschichte

Die Hamburger Straße wurde bereits im Mittelalter als Handels- und Heerstraße genutzt und führte von Braunschweig bis zur Hansestadt Hamburg. Bereits im Jahre 1797 wurde im Bereich der Straße der erste „Jüdische Friedhof“, damals noch weit außerhalb der Stadtgrenze, angelegt.<ref>Reinhard Bein: Ewiges Haus – Jüdische Friedhöfe in Stadt und Land Braunschweig. Braunschweig 2004, S. 31 ff, insbesondere S. 33. Lage des Jüdischen Friedhofs auf d-friedhof.de.</ref> An ihrer westlichen Seite befindet sich seit der 1890 der Schützenplatz,<ref>Schützenplatz braunschweig.de.</ref> auf dem regelmäßig Jahrmärkte wie die Braunschweiger Masch veranstaltet werden.

Im Jahr 1898 gründete Johann Andreas Schmalbauch (1851–1904) die Blechwarenfabrik „J. A. Schmalbauch“ zur Herstellung einer neuartigen Dose zur Konservierung insbesondere von Spargel, aber auch von anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landwirtschaft → Schmalbach Konserven → Schmalbach Konserven (4.1.4) (Memento vom 9. Februar 2016 im Internet Archive) auf gibs.info.</ref> Etwa um diese Zeit gründete auch der Unternehmer Friedrich Jürgens an der Hamburger Straße die „Brauerei Friedrich Jürgens“.<ref>National-Jürgens-Brauerei (NJB) bis 1977. auf braunschweig.de.</ref>

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts begann die Straße im Süden bereits am Wendentor an der Okerumflut. Die Okerumflut bildete bis in die Frühe Neuzeit die äußere Stadtbegrenzung Braunschweigs. Dieser Straßenabschnitt, nahe der Braunschweiger Innenstadt, entwickelte sich bereits ab 1800 zu einem frühen Industrie- und Gewerbegebiet.

Zwischen dem Wendentor und dem heutigen Innenstadtring befanden sich in den 1840er Jahren auf einem nur knapp 300 m-langen Abschnitt drei Zichorienfabriken und eine Wachstuchfabrik. Nach der Errichtung der Technischen Hochschule (heute Technische Universität Braunschweig) in der Nordstadt, wandelte sich ab 1877 der Charakter dieses Gebietes. Mit der Zichorienfabrik Ludwig Otto Bleibtreu schloss um 1909 der letzte Produktionsbetrieb in diesem Bereich.

Erst im Jahr 1946 wurde der Straßenabschnitt zwischen Wendentor und Innenstadtring in Mühlenpfordtstraße umbenannt, zu Ehren des Architekten und Hochschullehrers Carl Mühlenpfordt (1878–1944).<ref>Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Braunschweig (Hrsg.): Verwaltungsbericht der Stadt Braunschweig 1945–1946. Braunschweig 1948, S. 2.</ref>

Weitere Anlieger

Datei:Braunschweig Heizkraftwerk-Mitte von Westen (2011).JPG
Heizkraftwerk Mitte

Nahverkehr

Die Haltestelle „Hamburger Straße“ bildet einen wichtigen Umsteigepunkt im Braunschweiger Nahverkehrsnetz. Dort halten die Straßenbahnlinien 1, 2 und 10, sowie die Buslinien 419, 426 und 433. Die Haltestelle der Straßenbahn liegt vollständig in der Lampestraße und wurde 2025 saniert. Im Bedarfsfall kann sie in kurzer Zeit zu Doppelhaltestelle umgebaut werden, da der Bahnsteig knapp 90 Meter lang ist.

Weblinks

Commons: Hamburger Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 17′ N, 10° 31′ O

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