Hamburg-Köln-Express
| Hamburg-Köln-Express GmbH | |
|---|---|
| Logo | |
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Köln, Deutschland |
| Webpräsenz | <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />[https://web.archive.org/web/20171102003121/https://www.hkx.de/ hkx.de ( vom 2. November 2017 im Internet Archive) <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />hkx.de ( vom 2. November 2017 im Internet Archive)] |
| Bezugsjahr | 2013 |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 5. Oktober 2009 |
| Vorstand | Carsten Carstensen<ref name="hkx-2014-04-19" /> |
| Mitarbeiter | 42<ref name="Bilanz_2013" /> |
| Linien | |
| Eisenbahn | 1 |
| Statistik | |
| Fahrgäste | ca. 350.000 im Jahr |
| Fahrleistung | ca. 0,93 Mio. Zugkm pro Jahr |
| Haltestellen | 10 |
Hamburg-Köln-Express (HKX) war eine Zuggattung, die ab 2012 Hamburg-Altona mit Köln Hauptbahnhof verband. Nach April 2018 verkehrten die Züge unter dem Namen Flixtrain für das Unternehmen Flixmobility.
Geschichte
Im Oktober 2009 entstand das Unternehmen Hamburg-Köln-Express GmbH als Joint Venture zwischen der RDC Deutschland (Anteil 75 Prozent), Locomore rail GmbH & Co. KG (17,5 Prozent) und dem britisch-kanadischen Eisenbahninvestor Michael Schabas (7,5 Prozent).<ref name="Anteile" /><ref>Ryanair auf Schienen. In: WirtschaftsWoche. Nr. 46, 9. November 2009.</ref>
Die Achse Hamburg–Köln sei nach Unternehmensangaben aus intensiven Marktanalysen hervorgegangen. Dafür hätten das wirtschaftliche und touristische Potential der beiden Regionen gesprochen. Gegen Regionen wie das Rhein-Main-Gebiet oder Berlin hätten dagegen deren Anbindung durch Hochgeschwindigkeitsstrecken gestanden, auf denen die Deutsche Bahn schneller unterwegs sei.<ref name="ksta-2012-07-20" /> Das Unternehmen plante ursprünglich, ab August 2010 Fernverkehrszüge zwischen Köln und Hamburg anzubieten. Im April 2010 kündigte es an, die Strecke erst ab April 2011 mit drei täglichen Zugpaaren zu bedienen. Als Grund für die Verzögerungen gab das Unternehmen die Unsicherheit, ob die bestellten Trassen zugeteilt würden, an. Darüber hinaus sei es bei vier der sechs bestellten Trassen zu Trassenkonflikten mit der ebenfalls auf dieser Relation antretenden SNCF-Tochter Keolis gekommen. Nachdem Keolis im April 2010 ihre Rahmenvertragsanmeldungen zurückgezogen hatte, konnte im Juni 2010 ein Rahmenvertrag mit der DB Netz abgeschlossen werden. Er hat eine Laufzeit bis Dezember 2015.<ref>Konkurrenten der Bahn geben auf. In: Süddeutsche Zeitung. München, Nr. 82, 10./11. April 2010.</ref>
Im März 2011 gab HKX bekannt, eine Beschwerde gegen das neue Stationspreissystem bei der Bundesnetzagentur eingelegt zu haben, da sich hierbei eine Kostensteigerung für HKX von 135 Prozent beziehungsweise 500.000 Euro jährlich ergeben würde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fernzugbetreiber wirft Bahn Schikane vor ( vom 1. April 2011 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland, 31. März 2011.</ref> Ende Mai 2011 hat die Bundesnetzagentur die DB-Tochter Station&Service angewiesen, die Stationspreis-Erhöhung von 135 Prozent zurückzunehmen. Die Stationspreise dürfen, ebenso wie für die Deutsche Bahn, nur um 18 Prozent steigen.<ref>Regulierer hilft Bahn-Rivalen. In: Financial Times Deutschland, 24. Mai 2011.</ref> Mitte 2011 war die Betriebsaufnahme noch für den 1. September 2011 geplant.<ref>Privatanbieter attackiert Bahn mit Billig-Angeboten in Welt Online vom 12. August 2011.</ref> Aufgrund von Verzögerungen bei der Aufarbeitung der Wagen und der Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt kam es zur Verschiebung des Starttermins.<ref name="rn-2012-01-06">Stefan Bergmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Start des Hamburg-Köln-Expresses verschiebt sich erneut ( vom 12. Januar 2012 im Internet Archive). Ruhrnachrichten.de, 6. Januar 2012.</ref> Der erste HKX-Zug startete schließlich am Montag, den 23. Juli 2012 um 6:35 Uhr im Bahnhof Hamburg-Altona Richtung Köln Hbf.
Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben bis Mitte 2012 rund 16 Millionen Euro investiert.<ref name="manager-magazin_2012-07-24" /> 2012 sollten zwei bis drei Millionen Euro Umsatz erzielt werden.<ref name="handelsblatt-2012-141-44" /> Nach Unternehmensangaben sei zunächst mit dem Dreifachen geplant worden, da jedoch die zu Grunde gelegten Fahrzeuge fehlten, würde das Unternehmen zunächst Verluste schreiben.<ref name="wiwo-2012-07-14" /> Das Unternehmen beschäftigte zum Start 40 Mitarbeiter.<ref name="ksta-2012-07-20">Peter Berger: Ein Billigflieger auf Schienen. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 21. Juli 2012 (online).</ref> Nach Unternehmensangaben wurden 30 bis 40 Prozent der Erlöse zur Deckung der Infrastrukturgebühren (ohne Traktionsenergie) verwendet.<ref name="handelsblatt-2012-141-44" /> Dazu zählen insbesondere Trassen- und Stationsgebühren. Das Unternehmen beabsichtigte noch Mitte 2013, im gleichen Jahr profitabel zu werden.<ref name="welt-2013-166-19" /> Um wirtschaftlich arbeiten zu können, benötige das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Auslastung von 70 Prozent.<ref name="hb-2012-07-23" /> Dies gelang jedoch nicht, da die Bilanz 2013 einen Jahresfehlbetrag von 11,6 Millionen Euro auswies.<ref name="Bilanz_2013" /> Im ersten halben Betriebsjahr 2013 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 150.000 Personen in 700 Zügen befördert und damit Erlöse von mehr als drei Millionen Euro erzielt. 80 bis 90 Prozent der Züge hätten ihr Ziel pünktlich erreicht.<ref name="handelsblatt-2013-15-47" /> Im Juni 2014 verließ die Geschäftsführerin Eva Kreienkamp das Unternehmen. Als alleiniger Geschäftsführer verblieb damit Carsten Carstensen.<ref name="hkx-2014-04-19" />
Für das Fahrplanjahr 2016 meldete HKX zusätzlich zu den bestehenden Verkehren Trassen auf der linken Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt (Main) an. Aufgrund von Überholungen und der hohen Auslastung der Strecke mussten täglich sechs Züge (drei je Fahrtrichtung) der trans-regio-Linie MRB 26 mehrere Stationen ohne Halt durchfahren.<ref>Zweckverband Nahverkehr Rheinland: Bahn hält seltener in Roisdorf, General-Anzeiger (Bonn), 29. August 2015</ref>
Ab dem 1. September 2016 verkehrten alle HKX-Züge wieder nurmehr auf ihrem namensgebenden Abschnitt zwischen Hamburg und Köln, aufgrund der schwachen Nachfrage am Donnerstag aber nur noch von Freitag bis Montag.<ref>Hamburg-Köln-Express fährt nicht mehr am Donnerstag. In: abendblatt.de. 27. Juli 2016, abgerufen am 29. Januar 2024.</ref> Mit dem Fahrplanwechsel 2016/17 fiel auch der Montag weg und der Samstag wurde nur im Sommer (Südrichtung) bzw. Frühling, Sommer und Herbst (Nordrichtung) bedient.
Vom 4. Oktober 2017 bis zum 21. Dezember 2017 pausierte der Fernverkehrszug.<ref name="NOZ-Pause">HKX legt Züge zwei Monate lang still, Nadine Grunewald für die Neue Osnabrücker Zeitung, 23. August 2017</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />HKX-Verkehrsmeldungen ( vom 10. Oktober 2017 im Internet Archive): HKX pausiert ab 4. Oktober, abgerufen am 9. Oktober 2017.</ref>
Neustart unter der Marke Flixtrain
Ab dem 22. Dezember 2017 bis zum 2. Januar 2018 fuhren wieder HKX-Züge in Kooperation für Flixbus,<ref>FlixBus weitet Zugangebot für die Weihnachtszeit aus: HKX fährt wieder (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> anschließend wurde der Verkehr ab dem 3. Januar 2018 erneut eingestellt. Nach dem 23. März 2018 an verkehrten die Züge einmal täglich außer mittwochs im Design von Flixtrain, die auch den Fahrkartenvertrieb übernahm.<ref>[1], Zeit Online, 7. März 2018</ref> Der Betrieb der Züge für Flixmobility wurde durch RDC Deutschland, eine Tochter der Railroad Development Corporation und Schwestergesellschaft der HKX GmbH, sichergestellt.<ref>Railjournal: Flixtrain expands Hamburg - Cologne services, 13. Juli 2018 (englisch)</ref> Die HKX GmbH stellte nach 9 Verlustjahren den operativen Betrieb ein.
Angebot des ehemaligen HKX
Während HKX das Servicepersonal der Züge stellte, erfolgte die Durchführung des Betriebs bis Dezember 2015 durch Transdev.<ref name="VertragVeolia">Vertrag unterzeichnet: Veolia Verkehr wird Carrier für den Hamburg-Köln-Express, werkstattatlas.info.</ref> Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 übernahm BahnTouristikExpress diese Aufgabe.<ref name="BTE">BTE BahnTouristikExpress fährt für HKX, Eisenbahn-Kurier, 16. November 2015</ref>
Der HKX hielt zwischen Hamburg-Altona und Köln Hauptbahnhof nur in Hamburg Hauptbahnhof, Hamburg-Harburg sowie an den Hauptbahnhöfen von Osnabrück, Münster, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg und Düsseldorf. Ein ursprünglich geplanter Halt in Sagehorn nahe Bremen wurde nicht realisiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hamburg-Köln-Express hält erst ab Dezember 2012 in Bremen ( vom 13. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref> Hier wurde die kürzere Güterumgehung Bremen befahren.
Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 verkehrte der HKX teilweise über Köln hinaus: Nach Halten an den Hauptbahnhöfen von Bonn, Koblenz und Bingen wurde Frankfurt am Main erreicht. Etwa acht Monate später wurde die Verlängerung jedoch mangels Nachfrage eingestellt, ab Anfang September 2016 war Köln wieder Endstation aller Züge.<ref>touristik-aktuell.de - HKX streicht weitere Züge 28. Juli 2016</ref>
Nachdem HKX zu Beginn bis zu drei Zugpaare pro Tag zwischen Hamburg und Köln anbot (im Sommer 2015 waren es nur noch bis zu zwei Verbindungen je Tag und Richtung<ref>Fahrplan ab 1. Mai 2016 Fahrplan (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Gültig ab 1. Mai 2016, abgerufen am 30. April 2016.</ref>), gab es ab dem 1. Mai 2016 nur noch von Freitag bis Montag Verbindungen. Lediglich am Donnerstag und Samstag fuhren Züge von Frankfurt, in Gegenrichtung verkehrte freitags und am Montag ein Zug zum Main.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Juni 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Zwischen Hamburg und Köln fährt von Donnerstag bis Montag ein HKX-Zugpaar am Tag. Zum 1. September 2016 entfiel die Fahrt am Donnerstag und ab dem 11. Dezember auch am Montag.
Die Reisezeit betrug von Hamburg Hauptbahnhof nach Köln Hauptbahnhof knapp über vier Stunden; von Köln nach Frankfurt Hauptbahnhof waren es etwa zwei Stunden 30 Minuten. Die Gesamtreisezeit zwischen Hamburg-Altona und Frankfurt Hauptbahnhof betrug rund sieben Stunden. Der Fahrplan des HKX war für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h<ref name="ksta-2012-07-20" /> ausgelegt. Da auf Umwege via Bremen oder Dortmund verzichtet wurde und der Zug nur an ausgewählten Stationen hielt, ergab sich zwischen Hamburg und Köln bisweilen ein Zeitgewinn gegenüber den Fernzügen der Deutschen Bahn. Zwischen Köln und Frankfurt war der HKX hingegen deutlich langsamer als ein Intercity-Express gewesen; der ICE benötigt über die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main lediglich knapp über eine Stunde. Das Logo des HKX wurde mit Einführung der Verlängerung nach Hessen überarbeitet, statt des ausgeschriebenen Namens Hamburg/Köln/Express fand der Werbespruch Zug/und/gut Verwendung.
Während des Sommerfahrplans 2014 gab es auch durchgehende Züge von Westerland auf Sylt. Der HKX fuhr dabei bis Hamburg-Altona als Regionalexpress der Nord-Ostsee-Bahn, deren Wagenmaterial damals ohnehin für viele HKX-Fahrten genutzt wurde.
Tarif (bis 2018)
Fahrkarten nach HKX-Tarif
Bei Buchung einer HKX-Fahrkarte wird nur eine Wagenklasse angeboten („Basic“), diese kann an Bord des Zuges in ein Erste-Klasse-Ticket („HKX+ Ticket“) hochgestuft werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />HKX: Verkauf hat begonnen ( vom 21. September 2013 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Häufige Fragen ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Juni 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Internetseite des HKX</ref>
Die HKX-Fahrkarten sind an den gebuchten Zug gebunden und enthalten eine Sitzplatzreservierung. Mehrere Wagen der Zugverbünde sind Fahrgästen mit Reservierung vorbehalten. Snacks und Getränke können bei einem Catering-Abteil im Zug erworben werden. Die Fahrradmitnahme ist bei Vorausbuchung gegen Aufpreis möglich, soweit die Platzverhältnisse dies zulassen.<ref name="ABB">Allgemeine Beförderungsbedingungen der Hamburg-Köln-Express GmbH (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref><ref name="Reservierungen">Informationen zur Sitzplatzreservierung in HKX-Zügen, eingebunden in einen Forenbeitrag auf drehscheibe-online.de</ref>
HKX-Fahrkarten können über Fahrkartenverkaufsstellen sowie Fahrkartenautomaten vieler Verkehrsunternehmen, in ausgewählten Reisebüros, online über die HKX-Website sowie im Zug erworben werden.<ref name="wiwo-2012-07-14" />
Das Unternehmen kündigte bei Betriebsbeginn an, in den ersten Betriebswochen Kampfpreise von 20, 40 oder 60 Euro auf der Relation Hamburg–Köln anzubieten. Anschließend solle es eine variable, nachfrageorientierte Preisgestaltung geben.<ref name="hb-2012-07-23" /> Eine HKX-Einzelfahrkarte für die Relation Köln–Hamburg oder umgekehrt kostete bis 30. September 2012 zwischen 20 und 60 Euro.<ref name="handelsblatt-2012-141-18" /> Zum 1. Oktober 2012 wurde der Maximalpreis auf 68 Euro erhöht.<ref>Ohne Quelle</ref> Der Normalpreis der Deutschen Bahn beträgt hingegen ohne Bahncard-Ermäßigung im Intercity 83 Euro und im Intercity-Express 92 Euro.<ref name="handelsblatt-2012-141-18">M. Fasse, D. Fröhlich, C. Schlautmann: Low-Cost-Attacke gegen Bahn. In: Handelsblatt. Nr. 141, 24. Juli 2012, ISSN 0017-7296, S. 18 f.</ref>
Gültigkeit von Fahrkarten der Deutschen Bahn
Zum 1. Februar 2015 änderte HKX sein Tarifkonzept. Seither zählte die Verbindung nicht mehr als Fernverkehr, sondern als eigenwirtschaftlicher Zug des Nahverkehrs. Hierfür wurde zuvor ein Antrag beim Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland gestellt. Dadurch waren die Züge auch mit allen Fahrkarten der Deutschen Bahn benutzbar. Dagegen waren Verbundfahrkarten und solche nach dem Niedersachsentarif sowie dem NRW-Tarif, darunter auch die beiden Ländertickets NRW-Ticket und Niedersachsen-Ticket, nicht gültig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ticketinfo ( vom 12. Juni 2016 im Internet Archive)</ref>
Sitzplatzreservierungen waren bei Benutzung von Fahrkarten der Deutschen Bahn nicht möglich, allerdings standen in jedem Zug mehrere Wagen für Fahrgäste ohne Reservierung zur Verfügung.<ref name="Reservierungen" /> Hierbei wird – anders als beim HKX-Haustarif – zwischen Erster und Zweiter Klasse unterschieden.<ref name="ABB" /> Die Erste Klasse ist unter der Bezeichnung HKX+ gegen einen entfernungsabhängigen Aufpreis in Höhe von 10, 20 oder 30 € auch im Zug erhältlich, ein „Upgrade“ ist jedoch auch hier nicht in Verbindung mit DB-Fahrausweisen (der zweiten Klasse) zulässig.
Mit der Anerkennung von DB-Fahrkarten sollte insbesondere auch Reisenden mit Zielen abseits der HKX-Strecke die Nutzung des Hamburg-Köln-Expresses ermöglicht werden. Als Vorbild für dieses Tarifkonzept gelten eigenwirtschaftlich betriebene Interregio-Express-Züge der Deutschen Bahn. Als Begründung gilt auch die starke Konkurrenz durch die Fernlinienbusse, deren Netz seit Anfang 2013 stark gewachsen ist.<ref>Hamburg-Köln-Express: Ein Bahn-Konkurrent knickt ein, Kerstin Schwenn für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juni 2014</ref>
Zum 1. September 2016 endete die gegenseitige Anerkennung von Fahrscheinen zwischen HKX und der Deutschen Bahn aufgrund von Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit unterschiedlicher Tarifbedingungen zur Sitzplatzreservierung ersatzlos.<ref>touristik-aktuell.de - HKX: DB-Tickets künftig nicht mehr gültig 4. August 2016</ref>
Die unentgeltliche Beförderung von Schwerbehinderten in den Zügen des HKX erfolgte gemäß den Regelungen der §§ 145ff. des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) zwischen dem 1. Februar 2015 und dem 31. August 2016. Eine Begleitperson war auch danach kostenlos.<ref>Barrierefrei Reisen im HKX. In: hkx.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2016; abgerufen am 4. März 2019.</ref>
Fahrzeuge
Bis 2018
Mit dem Fahrplanjahr 2016 standen die Married-Pair-Wagen dem HKX nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen kamen solche des neuen Partners BahnTouristikExpress zum Einsatz. Hierbei handelte es sich um bis zu 160 km/h schnelle UIC-Z-Abteilwagen (Bom), die in den 1980er Jahren für die Deutsche Reichsbahn gebaut wurden. Seit dem Winterfahrplan 2015/2016 verkehrte ein aus zehn Wagen bestehender Zug, gebildet aus Zweite-Klasse-Abteilwagen sowie einem Halbgepäckwagen (BDomsb) mit Erste-Klasse-Abteilen. Der Halbgepäckwagen ermöglichte die Beförderung von Rollstühlen und Fahrrädern, für beide war jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich.<ref name="Neuigkeiten 2016"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neuigkeiten 2016: HKX erweitert seinen Fahrplan und fährt ab Fahrplanwechsel im Dezember (13. Dezember 2015) auch nach Frankfurt am Main ( vom 24. Oktober 2015 im Internet Archive), abgerufen am 24. Oktober 2015</ref><ref name="BTE" /> Daneben umfasste der Fuhrpark auch einen ehemaligen Interregio-Fahrradwagen (Bimdz), der neben offenen Sitzlandschaften und Abteilen auch über Fahrradstellplätze verfügte. Dieser wurde neben dem oder ersatzweise für den Halbgepäckwagen eingesetzt.<ref>Siehe zum Beispiel Bimdz 268.9 D-BTEX im HKX</ref>
Bespannt wurden die HKX-Garnituren mit Lokomotiven des Typs Siemens ES64U2 (bei der Deutschen Bahn als Baureihe 182 eingestellt).
HKX-eigene Züge
Neben den angemieteten Wagen verfügt der HKX beziehungsweise RDC Deutschland über eigene Zuggarnituren, die jedoch noch nie als HKX im Einsatz waren. Es handelt sich hierbei um Steuerwagen und Mittelwagen der Baureihe 4010 aus den 1960er Jahren, sie wurden 2009 von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) angekauft. Zuletzt Ende 2014 war verkündet worden, dass der Einsatz von zwei Garnituren zu je drei Wagen beim HKX geplant sei. Sie sollten geräumiger als vergleichbare Wagen der Deutschen Bahn sein und kostenlosen Internetzugang bieten.<ref name="wiwo-2014-41-60" />
Der Einsatz dieses Rollmaterials war ab Betriebsbeginn geplant: Drei HKX-Zuggarnituren, davon zwei für den planmäßigen Verkehr und eine als Reserve, sollten ursprünglich aus je einer Elektrolokomotive, vier Mittelwagen und zwei Endwagen (ehemalige Steuerwagen) gebildet werden. Diese 18 Wagen wären bis Betriebsstart im Schienenfahrzeugwerk H. Cegielski im polnischen Posen modernisiert worden.<ref>FPS zmodernizuje 18 niemieckich wagonów. (Link nicht mehr verfügbar)</ref> Aufgrund von Problemen wurde die Zusammenarbeit jedoch beendet.<ref name="wiwo-2012-07-14" /> Im März 2013 wurde ein Vertrag für die Modernisierung von zunächst einer Sechs-Wagen-Garnitur mit der EuroMaint Rail Deutschland GmbH abgeschlossen.<ref>Vertrag zur Modernisierung unterzeichnet: HKX-Wagen werden von Euromaint Rail Deutschland modernisiert, HKX-Pressemitteilung, 20. März 2013.</ref> Diese erhielt im Spätsommer 2014 eine Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts.<ref>Bahnbetreiber HKX erhält Zulassung für Züge, Christian Schlesiger in der Wirtschaftswoche, 20. September 2014</ref> Zu einem Einsatz dieser Wagen beim HKX kam es jedoch nie. Die Wagen der Baureihe 4010 wurden zwischenzeitlich aufgrund der fehlenden Zulassung verschrottet.
Frühere Wageneinsätze
In den ersten Jahren kam beim HKX eine bunte Mischung angemieteter Wagen verschiedener Unternehmen zum Einsatz; der Reisekomfort unterlag daher gewissen Schwankungen. Die Wagen waren unterschiedlich lackiert, viele trugen jedoch HKX-Werbung. Bei den Wagen handelte es sich lange Zeit fast ausschließlich um Seitengang-Abteilwagen. Es wurden unter anderem folgende Wagengattungen eingesetzt:
B (I6)
Im November 2013 wurden vom HKX Eurofima-Wagen der Belgischen Eisenbahnen angemietet. Hierbei handelt es sich um Zweite-Klasse-Abteilwagen mit 66 Sitzplätzen. Der Einsatz endete im Dezember 2014.<ref>Adieu, belgische Wagen!, HKX auf facebook.com, 14. Dezember 2014</ref>
Am / ABm
Eingesetzt wurden Abteilwagen der Gattungen Am und ABm. Dabei handelte es sich um Erste-Klasse-Wagen bzw. gemischtklassige Wagen, die für die Deutsche Bundesbahn sowie für britische und amerikanische Truppen in Deutschland gebaut wurden. Die meisten dieser unklimatisierten Wagen hatten jeweils elf Abteile mit 66 Sitzplätzen.
Avmz
Bei der Gattung Avmz handelt es sich um in den 1960er Jahren von der Deutschen Bundesbahn für den Rheingold beziehungsweise den Rheinpfeil konzipierte Wagen, die ursprünglich der ersten Wagenklasse angehörten. Die Wagen umfassen je nach Ausstattung jeweils 50 oder 54 Sitzplätze, verteilt auf neun Sechser- bzw. Vierer-Abteile.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wagenbestand des alex ( vom 11. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 104 KiB)</ref> Unter anderem verkehrte der erste überhaupt gebaute Wagen der Bauart Avmz111 beim HKX, bis zum Sommer 2013 erfolgte dessen Wiederaufarbeitung. Die Avmz-Wagen waren anfangs prägend für die Züge des HKX, wurden jedoch im Frühjahr 2014 an die Vermieter zurückgegeben.
Abteilwagen der NOB
Es wurden zudem Abteilwagen mit zehn Abteilen, die in den 1980er Jahren für die Deutsche Reichsbahn gebaut wurden und Großraum-Steuerwagen eingesetzt. Diese waren von der Nord-Ostsee-Bahn angemietet und sind im Gegensatz zu den übrigen Wagen nur für 140 km/h zugelassen.
Married-Pair-Wagen
Von 2012 bis zum Dezember 2015 wurden Züge des HKX aus sogenannten Married-Pair-Wagen gebildet, zum Ende dieser Phase hin wurden diese fast ausschließlich eingesetzt. Die Wagen stammten von der Transdev-Tochter Nord-Ostsee-Bahn. Diese Großraumwagen, darunter ein Steuerwagen, gehören dort überwiegend der zweiten Wagenklasse an. Sie können auch Rollstühle und Fahrräder befördern.
Wegen Fahrzeugmangels kam es in der Anfangszeit auch zu kurzfristig disponierten Einsätzen anderer Fahrzeuge, so im November und Dezember 2012 von Triebzügen der Baureihe 460 von trans regio.<ref>HKX weitet Angebot aus, Pressemitteilung, 25. April 2013.</ref> Zudem wurde zeitweise ein klimatisierter Doppelstockwagen eingesetzt.
Eigentümer
Eigentümer der Hamburg-Köln-Express GmbH waren die Railroad Development Corporation Deutschland GmbH (RDCD), die HKX Beteiligungs GmbH & Co KG und Michael Schabas.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 21. Mai 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2018 übernahm RDC Deutschland die verbliebenen Anteile der Minderheitsgesellschafter. Im August 2023 wurde die Hamburg-Köln-Express GmbH auf die RDC Deutschland GmbH verschmolzen.
Literatur
- Rüdiger Block: HKX. Neuer Wettbewerber im Fernverkehr. In: eisenbahn magazin. Nr. 9. Alba Publikation, September 2012, ISSN 0342-1902, S. 24–27.
- Hans Leister (RDC/HKX): Wie behaupten sich neue SPNV-Unternehmen im Fernverkehrsmarkt? (PDF) 4. November 2015, abgerufen am 29. November 2015 (Präsentation bei den 9. Westfälischen Nahverkehrstagen mit Darstellung des Geschäftsmodells von HKX).
Weblinks
- Modernisierte Fahrzeuge der ex-ÖBB-Baureihe Rh 4010 des HKX: Außen- und Innenaufnahmen (Fotoalbum von werkstattatlas.info auf facebook.com)
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="Anteile"> Strecke Hamburg-Köln Deutsche Bahn muss moderne Konkurrenz fürchten. In: Der Spiegel (zitiert als Quelle Westfalen-Blatt, Bielefeld). 9. Januar 2011, abgerufen am 23. Juli 2012. </ref> <ref name="Bilanz_2013"> Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Bundesanzeiger, 13. März 2015, abgerufen am 22. August 2015. </ref> <ref name="manager-magazin_2012-07-24"> Martin Hintze: Angriff auf Bahn-Monopol: Eine Reise mit der Revoluzzer-Bahn. In: Manager Magazin. 24. Juli 2012, abgerufen am 8. Februar 2026. </ref> <ref name="hb-2012-07-23"> Tobias Döring: HKX-Jungfernfahrt: Mit Siebzigerjahre-Flair in die Zukunft. In: Handelsblatt Online. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Juli 2012; abgerufen am 8. Februar 2026. </ref> <ref name="handelsblatt-2012-141-44"> Diana Fröhlich: Die Herausforderer. In: Handelsblatt. Nr. 141, 24. Juli 2012, ISSN 0017-7296, S. 44. </ref> <ref name="handelsblatt-2013-15-47"> Diana Fröhlich: Zug zum Zug zum Ziel. In: Handelsblatt. Nr. 15, 22. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 47. </ref> <ref name="hkx-2014-04-19">Veränderung in der Geschäftsführung des Hamburg-Köln-Express. 19. Juni 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juni 2014; abgerufen am 19. Juni 2014 (Presseinformation).</ref> <ref name="welt-2013-166-19"> Olaf Preuß: Bahn-Konkurrent HKX peilt Gewinn an. In: Die Welt. Nr. 166, 19. Juli 2013, ISSN 0173-8437, S. 19 (ähnliche Version). </ref> <ref name="wiwo-2012-07-14"> Christian Schlesiger: Schienen-Konkurrenz: „Die Deutsche Bahn hat uns behindert“. In: Die Zeit. 19. Juli 2012, abgerufen am 8. Februar 2026 (original erschienen in der Wirtschaftswoche 14. Juli 2012). </ref> <ref name="wiwo-2014-41-60"> Christian Schlesinger: Cola und Schoko statt Gurkensticks. In: Wirtschaftswoche. Nr. 41, 6. Oktober 2014, ISSN 0042-8582, S. 60 ff. (unter anderem Titel). </ref> </references>
- Seiten mit Skriptfehlern
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