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Hüttenschreiber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Hüttenschreiber war ein Hüttenbeamter, der an einer Schmelzhütte die Tätigkeit eines Rechnungsführers ausübte.<ref name= "Quelle 1" /> Für die Tätigkeit als Hüttenschreiber waren gute Mathematikkenntnisse und ein fundiertes Wissen über die Metallurgie, insbesondere die Probierkunst erforderlich.<ref name= "Quelle 4" />

Aufgaben

Der Hüttenschreiber hatte dafür zu sorgen, dass die Schmelzhütte stets mit den Materialien versorgt wurde, die zum Schmelzen benötigt wurden.<ref name= "Quelle 2" /> Außerdem hatte er die Aufgabe, das notwendige Gezähe der Hüttenleute einzukaufen.<ref name= "Quelle 3" /> Er musste bei der Erzverhüttung Aufsicht führen und dafür sorgen, dass eine korrekt abgewogene Mischung von Erz und Kohle nebst Zuschlagstoffen benutzt wurde.<ref name= "Quelle 3" /> Er war auch dafür verantwortlich, dass die jeweiligen Metalle nach der Schmelze entsprechend gewogen wurden.<ref name= "Quelle 5" /> In seiner Funktion als Rechnungsführer musste er die Schichten der Hüttenleute abrechnen.<ref name= "Quelle 4" /> Er war auch verantwortlich für die Abrechnung der Hüttenkosten und die Abrechnung mit den Gewerken.<ref name= "Quelle 3" /> Letztendlich musste er auch dafür sorgen, dass der Zehnt für den Landesfürsten abgeführt wurde.<ref name= "Quelle 5" />

Literatur

  • Christian Heinrich Gottlieb Hake: Commentar über das Bergrecht. Kommerzienrath J.E. v. Seidel Kunst und Buchhandlung, Sulzbach 1823.

Einzelnachweise

<references>

<ref name= "Quelle 1">Carl Friedrich Richter: Neuestes Berg- und Hütten-Lexikon. Erster Band, Kleefeldsche Buchhandlung, Leipzig 1805.</ref> <ref name= "Quelle 2">Carl von Scheuchenstuel: IDIOTICON der österreichischen Berg- und Hüttensprache. k. k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller, Wien 1856.</ref> <ref name= "Quelle 3">Hermann Brassert: Berg-Ordnungen der Preussischen Lande. F.C. Eisen’s Königliche Hof-Buch- und Kunsthandlung, Köln 1858.</ref> <ref name= "Quelle 4">F. Herthum (Hrsg.): Sammlung der in dem Fürstenthume Schwarzburg - Rudelstadt und theilweise auch in dem Fürstenthume Schwarzburg - Sondershausen erschienenen bergrechtlichen und bergbaulichen Vorschriften, mit Beiträgen zur Kenntniß Schwarzburgischer Berggewohnheiten. Selbstverlag, Könitz 1866, S. 61–62.</ref> <ref name= "Quelle 5">Neue Sammlung der Landes - Ordnungen, Ausschreiben und anderer allgemeinen Verfügungen, welche bis zum Ende des Oktobers 1806 für die ältesten Gebietstheile Kurhessens ergangen sind. Erster Band, Jahre 1524 bis 1735 einschließlich, in der Hof- und Waisenhaus. Buchdruckerei, Cassel 1806, S. 47–49.</ref>

</references>